Bünde Universum

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Das Univerum ist seit 2001 ein Kulturzentrum, in dem es aber auch noch Kino gibt. Das Gebäude wurde unter Denkmalschutz gestellt.

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Foto: Universum Bünde

Historie des Lichtspieltheaters Universum in Bünde

  • 1924: Heinrich Lindewirth lässt an der heutigen Hauptstraße im Stadtteil Bünde-Ennigloh nach Entwürfen des Herforder Architekturbüros Friedmann & Seher ein Lichtspieltheater errichten. Erster Film: „Der Glöckner von Notre Dame“
  • Bis 1928: Verkauf des Hauses an den Kaufmann Carl L. Salfeld in Herford, der damals bereits weitere „Wittekind“-Lichtspielhäuser in Herford, Stadthagen und Gütersloh besaß. Verantwortlich für den Spielbetrieb: Heinrich Lindewirth.
  • bis 1936: Umbenennung des „Wittekind-Lichtspielhauses“ in „Universum“, neuer „Kinodirektor“: Franz Maack, Filme: u.a. „Zu neuen Ufern“ und „La Habanera“ mit Ufa-Star Zarah Leander
  • 1938-1945: Kino in Europa wird zum Balanceakt zwischen Verbot, Zensur und Exil. Filme: u.a. „Quax, der Bruchpilot“ mit Heinz Rühmann,
  • bis 1953: Salfeld & Maack GmbH als Inhaberin des Universums, Filme: u.a. „Sünderin“ mit Hildegard Knef in der Hauptrolle in dem umstrittenen Film (1951); „Jenseits von Eden“ (James Dean), „Sissi-Filme (Romy Schneider)
  • ab 1953: Franz Maack als alleiniger Kinobetreiber
  • 60er Jahre: Rudolf Hemminghaus übernimmt das Universum; Filme: u.a. Winnetou (Pierre Brice, Lex Barker), „ Doktor Schiwago“, „Cleopratra“ (Elisabeth Taylor, Richard Burton), „Pippi Langstrumpf“
  • 1974: Peter Hemminghaus übernimmt das Universum von seinem Vater; Filme: „Der weiße Hai“ (Steven Spielberg), Probleme mit dem Universum: Es genügte nicht mehr den Ansprüchen seiner Zeit. Technik, Ausstattung und Sicherheitseinrichtungen waren in die Jahre gekommen. Die geforderte grundlegende Erneuerung rechnete sich nicht mehr.
  • 1980: Vorläufiges Ende des Spielbetriebs im Universum, nachdem im Jahre 1979 das neue „Büli“ mit gleich zwei Kinosälen im Bünder Stadtzentrum eröffnet wurde
  • 1992: Gründung des Fördervereins Universum; Ziel: das einmalige Denkmal vor dem Verfall zu retten und die Bühne als Aufführungsstätte für unterschiedlichste kulturelle und künstlerische Aktivitäten zu nutzen - mit Unterstützung der Bünder Bürger
  • Bis Juli 1994: Entwicklung von Nutzungskonzepten, Finden von Geldgebern, Rat, Verwaltung und Bevölkerung von der Umsetzbarkeit überzeugen; Besuch des damaligen Landesministers für Stadtentwicklung Franz-Josef Kniola mit Vertretern aus Stadt und Kreis ermöglicht die Bewilligung von Landesmitteln; Kauf des Gebäudes vom Eigentümer Hemminghaus durch die Stadt Bünde
  • Sommer 1996: Alte Kinotechnik ausgebaut und gesichert; Zwischen-Lagerung der alten 50er-Jahre-Kinositze im Tabakspeicher (die lange Menschenkette, um die Sitze dorthin zu bekommen, war dem WDR ein Bericht wert)
  • Anfang 1998: Beginn der Bauarbeiten
  • August 1998: Richtfest; Überlegungen zur gastronomischen Nutzung des Anbaues, Bewilligung von Fördermitteln der Nordrhein-Westfalen-Stiftung für die Licht- und Tonanlage, Spenden und Mitgliedsbeiträge für die Inneneinrichtung
  • Bis 2001: Verzögerung der Baufertigstellung durch immer neue bauliche Überraschungen in den alten Gemäuern sowie politische Auseinandersetzungen im Stadtrat, neuer 1. Vorsitzender: Rainer Grotjohann
  • 23. August 2001: Große Eröffnungsgala
  • 24. August 2001: Aufnahme des Betriebes als neues Kultur- und Begegnungszentrum in Bünde

Unter Geschäftsführer Dirk Kaiser entwickelt sich das Haus innerhalb weniger Jahre zum angesagtesten Venue für Kleinkunst, Kabarett und Comedy in der Region. Quelle: Universum Bünde