Bad Aibling Kammer-Lichtspiele

Aus Kinowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Gasthaus Sebastiani Bräu (gelbe Haus) und Kirchzeile 1 (graue Haus) 2015
in den 30er? Jahren
Lichtspielhaus, vor dem Krieg
Lichtspielhaus, hinten wohl der Eingang

Marienplatz 4 (Marktplatz) beherrbergt das Gasthaus Sebastiani Bräu, die Kirchzeile 1 ist ein Anbau an dem Gasthaus. 2018 endete ein Architekturwettbewerb für die Umgestaltung des Platzes mit einem Neubau auf dem Gelände des ehemaligen Kinos:
"Das Gebäude am Marienplatz 4 und Kirchzeile 1 hat über die Jahre viel erlebt und wurde sowohl im Inneren, als auch an der Hülle mehrmals umgebaut und für verschiedene Nutzungen ertüchtigt. Die ersten Jahrzehnte waren geprägt von Handel (Eisenwaren- und Baustoffhandel) und Gastronomie. Nach dem Krieg wurde der östliche Teil lange Zeit als Lichtspielhaus (Kino) genutzt. Die vielen Umbauten, die unvorteilhafte Teilung des Gebäudes, die fehlende Unterkellerung, die marode Bausubstanz und der Mangel an Stellplätzen machen den Erhalt des Bauwerks unmöglich.
Es soll nun ein Wohn- und Geschäftshaus entstehen, mit einer Kombination aus Wohnen, Arbeiten, Gastronomie und Einzelhandel. Der traditionsreiche Sebastiani Bräu wird an selber Stelle in neuem Glanz erstrahlen. Ziel ist es, Wohnraum möglichst generationsübergreifend für Menschen aller Altersgruppen zur Verfügung stellen zu können, sowie durch attraktive Geschäfts- und Handelsräume diesen bedeutsamen Teil der Aiblinger Innenstadt aufzuwerten. "LIchtspielhaus"
Die wahrgenommene Lebens- und Arbeitsqualität von Wohnungen und Büros hängt stark vom Tageslicht ab. Der bewusste Umgang mit dem Thema Licht wird ein Schlüsselmerkmal im neuen Quartier darstellen. Gleichzeitung wurde das Gebäude in der Historie Langezeit als Kino genutzt. Zur Beschreibung des Genius Loci wurde daher der Projektname „Lichtspielhaus“ gewählt. [1]

Geschichte

1950: In Bad Aibling (Obb.) errichtete der Fachkollege Anton Wimmer ein weiteres Filmtheater mit 200 Sitzplätzen. Leinwandgröße: 180 X 240 cm, Saalgröße: 14 X 12,5 m. Die kinotechnische Einrichtung stammt von der Firma Klangfilm. Besonders ist dem Architekten das Foyer gelungen, das ausgesprochenen Großstadtcharakter hat. Als Eröffnungsprogramm lief der Real-Allianz-Film „Gabriela".(aus: Die Filmwoche 9/1951)

Kinodaten

  • 1917 Hochwind, St. Sebastian Brauerei
  • 1920 Aiblinger Lichtspiele, Marktplatz 156 — (Sp. Sonnabend, Sonntag) 100 Plätze Josef Hochwind, Färberstr. 197
  • 1932-1934 Lichtspielhaus Bad Aibling (Saalkino), Marktplatz 4, F: 108, Gr: 1920, 6 Tage, Kap: Mech. Musik, T-F: Selenophon 350 I: Georg Hofer, ebenda
  • 1952 Kammer-Lichtspiele Kirchzeile 1, Tel. 393, I. Anton Wimmer Pl. 199, 7 Tg., 14—21 V., tön. Dia, App. Euro M, Vst. V 402 A, Str. D. 220/380 Volt, 35 Amp., Bühne 9 qm, Th.
  • 1953 °Kammerlichtspiele Am Bahnhof, I. Widmann, Maxlrain, Post Beyharting üb. Bad Aibling
  • 1955 Kammer-Lichtspiele Kirchzeile 1, Tel. 393, I. Anton Wimmer Pl. 199, 7 Tg., 14—21 V., tön. Dia, App. Euro M, Vst. V 402 A, Str. D. 220/380 Volt, 35 Amp., Bühne 9 qm, Th.
  • 1956 Kammer-Lichtspiele Kirchzeile 1, Tel. 393, Postanschr.: desgl., I.: Anton Wimmer Pl. 274, Best. Karl, Westendorf, 7 Tg., 17 V.,App. Euro M, Verst. V 402 A, tön. Dia, Str.W. 220/380 Volt, Tonsyst.: Lichtton, Gr.Verh. 1:1,85
  • 1957 °Kammerlichtspiele Am Bahnhof, Tel: 42, I: Franz Widmann
  • 1958 Kammerlichtspiele Tel: 242- Postansch : Maxlrain, Post Beyharting, I: Widmann-Franz Pl: 200, Best: Klappstühle, tön. Dia, App: Ernemann VII B, Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL, Gr.-Verh: 1:2,35
  • 1959-1961 Kammer-Lichtspiele Marienplatz-Kirchzeile 1, Tel: 393, I: Anton Wimmer PI: 274, Best: Karl, Westendorf, Flachpolster, 7 Tg., 14 V., tön. Dia-N, Br, App: AEG, Lichtquelle: Reinkohle, Verst: Klangfilm, Lautspr: Klangfilm, Bildsyst: Br., Gr.-Verh: 1:1,85