Bad Königshofen i.Gr. Stadtsaal-Lichtspiele

Aus Kinowiki
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Adresse

Stadtsaal Lichtspiele
Kellereistrasse 63
97631 Bad Königshofen
09761 2063

Ausstattung

Kino 1: 208 Sitzplätze, Leinwandbreite 8 m
Kino 2: 126 Sitzplätze, Leinwandbreite 8,4 m
Kino 3: 77 Sitzplätze, Leinwandbreite 7,3 m

Geschichte

Vor 70 Jahren pachtete Lorenz Hahns Vater zunächst das Gebäude, das 1935 vom Reichsarbeitsdienst zur Unterbringung einer Großküche mit Speisesaal errichtet worden war. Nach dem Krieg hatte dann die US-Army für zwei Jahre die Einrichtung genutzt. Die ersten Jahre fungierte das Gebäude, in dem Alfons Hahn 1947 die Stadtsaal-Lichtspiele eröffnete, eher als Mehrzweckhalle.
Neben den Filmvorführungen am Wochenende war es Schauplatz für Modeschauen und Tanzveranstaltungen, sogar eine Fahrschule unterrichtete dort. Während der Filmvorführungen saßen die Leute auf harten Stühlen, die in einer Reihe standen und mit Latten verschraubt waren. So sollte verhindert werden, dass Stühlerücken den Filmgenuss störte.
Unter der Woche tingelte Lorenz Hahns Vater dann mit einem portablen und zerlegbaren Vorführgerät über Dörfer wie Höchheim, Aubstadt, Oberlauringen oder Sulzdorf. Drei Projektoren hatte er aus Armeebeständen für zusammen 2000 Mark erworben. Zum Vergleich: das günstigste Auto – ein Lloyd von Borgward – kostete 1950 rund 3400 Mark. Kinder zahlten 50 Pfennig Eintritt, Erwachsene eine Mark. Heimatfilme wie „Grün ist die Heide“ waren zunächst der große Renner bei einer Bevölkerung die sich nach den Kriegsjahren nach ein wenig Idyll sehnte.
Seit 1997 verfügt verfügt das Kino über drei Säle, was zum einen etwas mit der Grenzöffnung zu tun hatte, zum anderen aber verleihtechnische Gründe hat. Die Verleiher - in Deutschland gibt es gut 70 – verlangen nämlich von den Kinobetreibern, die großen Filmproduktionen drei Wochen lang zu zeigen. Da in einer Stadt wie Bad Königshofen einfach nicht genug Publikum vorhanden ist, um den 1989 entstandenen großen, 208 Zuschauer fassenden Raum, über so lange Zeit zu füllen, wandert der Blockbuster in der zweiten Woche in den zweiten mit 126 Plätzen und schließlich in den dritten mit 88 Plätzen,wo übrigens auch besondere Filme gezeigt werden.[1]


Philips-Maschinen und Tonanlagen wurden eingerichtet im Stadtsaal-Lichtspiele Königshofen Der neue Film 10/1956

Weblinks

Kinodaten

  • 1950 Grabfeld-Lichtspiele Stadtsaal; I.: Gustav Häfner, Königshofen, Stadtsaal. 240 Pl. 7 Tg., 1 V.; App.: Bauer-Sonolux. Str.: W. 2Z0 Volt. Spielorte: Saal, Irmelshausen, Kleineibstadt, Sulzfeld, Sulzdorf, Herbstadt, Aubstadt.
  • 1952 Stadtsaal-Lichtspiele Kellereistr. 105, Tel. 63, I. u. Gf. Alfons Hahn, Königshofen-Grabfeld, Kellereistraße 105. PI. 242, 4—7 Tg., 4—7 V., Dia., App. Sonolux 2 Bauer, Vst. Lorenz, Str. W. 30 Volt, 30 Amp., Th. ja, O. ja. Spielorte: 7. Mitspielstellen: Saal, Sulzdorf, Höchheim, Kleineibstadt.
  • 1953-1955 Stadtsaal-Lichtspiele Kellereistr. 105, Tel. 63, I. u. Gf. Alfons Hahn Pl. 242, 4—7 Tg., 4—7 V., tön. Dia, App. 2 Sonolux, 2 Bauer, Vst. Philips, Str. W. 220 Volt, 30 Amp., Th., O. Mitspielstellen: Sulzdorf-Höchheim, Oberlauringen
  • 1956 Stadtsaal-Lichtspiele Kellereistr. 105, Tel: 263, Postanschr: desgl., I: Alfons Hahn PI: 200, 3-7 Tg., 4-7 V., tön. Dia, App: 3 Sonolux II, Verst: Philips, Str:. W. 220 Volt, Tonsyst: Lichtton Mitspielstellen: Oberlauringen, Sulzdorf, Höchheim
  • 1957-1962 °Stadtsaal-Lichtspiele Kellereistr. 105, Tel: 263, I: Alfons Hahn Pl: 250, 4-7 Tg, 5-8 V, tön. Dia, App: Bauer Sonolux, Verst: Philips, Bildsyst: Br, Gr.-Verh: 1:1,85, Th. Mitspielorte: Oberlauringen, Sulzdorf, Höchheim
  • 1971 Stadtsaal-Lichtspiele Kellereistr.105, T: 263 I: Alfons Hahn, 250 P.
  • 1991-1993 Stadtsaal-Lichtspiele, 250 Plätze, 97631 Bad Königshofen, Kellereistr. 105, Tel. 09761/2063, Inh: Hahn, Lorenz, 97631 Bad Königshofen, Kellereistr. 63, Tel. 09761/2063
  • 1995 Stadtsaal-Lichtspiele, DO SR, 200 Pl. 97631 Bad Königshofen, Kellereistr. 63 Tel.: 09761/2063 Inh.: Lorenz Hahn, 97631 Bad Königshofen, Kellereistr. 63, Tel.: 09761/2063