Barsinghausen Schauburg

Aus Kinowiki
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Geschichte

Eröffnet wurde die Schauburg 1951 von Friedrich Tadje mit dem Film "Auf der Alm, da gibt‘s ka Sünd". Anfang 1979 schloss das Kino und nach Umbauten zog das Modehaus Ballin in die Räume ein. Nach dem Auszug des Geschäftes steht der ehemalige Kinosaal nun leer. Im ehemaligen Eingangsbereich zur Bahnhofstraße hin sind ein Weinhandel, ein Restaurant und eine Versicherungsvertretung eingezogen. dewezet 2011

  • 1951: In Barsinghausen, in der Nähe von Hannover, eröffnete Fr. Tadje , der Inhaber der Kammerlichtspiele, mit der Schauburg das dritte Lichtspieltheater in dieser zum größten Teil von Bergarbeitern bewohnten Stadt. Der in dezentem Rot-Gold gehaltene Zuschauerraum kann 470 Besucher aufnehmen. Die Rückwand besteht aus Mardoplatten (Genest, Stuttgart). Die erhöhte Lage der Sperrsitze und starkes Gefälle garantiert von allen Plätzen, die zum Teil mit Hochpolstersesseln (Kamphöner, Bielefeld) ausgestattet sind, eine gute Sicht. Der repräsentative und zweckmäßige Bau, den Architekt Alfr. Goetsch, Hannover, schuf, enthält eine großräumige Kassenhalle und Foyer, die in hellen Farben gehalten sind. Die technische Einrichtung besteht aus 2 Bauer B 8 Maschinen mit einer Klangfilmverstärkeranlage Eurodyn ML und zwei Klangfilm-Trockengleichrichtern mit Fernsteuerung (Installation Klangfilmniederlassung Hannover). (aus: Die Filmwoche 30/1951)
  • 1956 Die 1950 erbaute Schauburg in Barsinghausen b. Hann, wurde jetzt vollständig renoviert. Planung und Durchführung lagen in den Händen des Architekten Alfr. Goetsch, Hannover. Die Eingangshalle wurde mit Solnhofer Wandfliesen, Halle und Vestibül mit heller Tapete ausgestattet. Der Zuschauerraum macht mit seiner in graue Pfeiler und teerosengelbe Felder aufgeteilten Alkor-Bespannung, dem schwarzen mit weißen Stäben verzierten Paneel, den barockähnlichen Fischer-Wandleuchten und der gelb-weißen Decke mit goldenem Mittelspiegel-Rahmen einen festlichen Eindruck. Die Überholung der technischen Anlage und Umstellung auf Cinemascope führte Siemens-Klangfilm, Hannover, durch. Die Breitwand hat Ausmaße von 3,70X8,70 m. Außerdem wurde die Be- und Entlüftungs-anlage umgebaut. Hausherr Friedrich Tadje konnte sein schmuckes Haus kürzlich wiedereröffnen. Film-Echo 91/1956
  • Gleichzeitig ein Berufs- und Ehejubiläum gab es vor wenigen Tagen in Barsinghausen (nahe Hannover). Friedrich Tadje und Frau Luise feierten Silberhochzeit; am selben Tag konnte Friedrich Tadje auf 30jährige erfolgreiche Tätigkeit in der Theatersparte zurückblicken. Im Dezember 1927 hatte der Jubilar die „Wennigser Lichtspiele" in einem gepachteten Tanzsaal eröffnet. Drei Jahre später wurden die Kammer-Lichtspiele in Barsinghausen dazugekauft. Gute 20 Jahre danach ging erst der große Wunsch in Erfüllung: 1951 konnte Friedrich Tadje auf eigenem Grund und Boden in Barsinghausen die neu erbaute Schauburg in Betrieb nehmen. 1955 schloß sich der Kreis in Richtung Wennigsen, wo die Kinoarbeit begann: das Tali-Theater wurde 1955 seiner Bestimmung übergeben. Der neue Film 6/1958

Kinodaten

  • 1952 Schauburg, Bahnhofstr. 1, Tel. 287, Inh. u. Gf: Friedr. Tadje, PI. 553, 7 Tg., 7-8 V., Dia., App. Bauer B 8, Vst. Klangfilm, Bühne 8x3,5x4, Th. ja.
  • 1953 Schauburg, Bahnhofstr. 1, Tel. 287, Inh. u. Gf: Friedrich Tadje, Pl: 573, 7 Tg., 13-14 V., tön. Dia, App. Bauer B 8, Vst. Klangfilm
  • 1955 Schauburg, Bahnhofstr. 1, Tel. 287, Inh. u. Gf: Friedrich Tadje, Pl: 573, 7 Tg., 13-14 V., tön. Dia, App. Bauer B 8, Vst. Klangfilm
  • 1956 Schauburg, Bahnhofstr. 1, Tel: 287, Inh: Friedrich Tadje, Pl: 563, Best: Kamphöner, teilw. Hochpolster, 7 Tg, 13 V, tön. Dia, App: Bauer B 8, Verst: Klangfilm
  • 1956N Schauburg, Bahnhofstraße 1 - Erg: Bild- u. Tonsyst. CinemaScope, 1-Kanal-Lichtton
  • 1957 Schauburg, Bahnhofstr. 1, Tel: 287, Inh: Friedrich Tadje, Pl: 473, Best: Kamphöner, teilw. Hochpolster, 7 Tg., 10 V., 3-4 Mat.-/Spätvorst., tön. Dia, App: Bauer B 8, Verst: Klangfilm ML-Gest., Lautspr: Klangfilm, Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL, Gr.-Verh: 1:2,35
  • 1958 Schauburg, Bahnhofstr. 1, Tel: 2087, Inh: Friedrich Tadje, Gf: Friedrich Tadje jr. Pl: 473, Best: Kamphöner, teilw. Hochpolster, 7 Tg., 11 V., 2-3 Mat.-/Spätvorst., tön. Dia, App: Bauer B 8, Verst: Klangfilm ML-Gest., Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL, Gr.-Verh: 1:2,35, Th., O.
  • 1959 Schauburg, Bahnhofstr. 1, Tel: 2087, Inh: Friedrich Tadje, Gf: Friedrich Tadje jr. PI: 473, Best: Kamphöner, teilw. Hochpolster, 7 Tg., 11 V., 2 Spätvorst., tön. Dia, App: Bauer B 8, Verst: Klangfilm ML-Gest., Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL, Gr.-Verh: 1:2,35, Th., O.
  • 1960 Schauburg, Bahnhofstr. 1, Tel: 2087, Inh: Friedrich Tadje, Gf: Friedrich Tadje jr. PI: 473 u. 50 Notsitze, Best: Kamphöner, teilw. Hochpolster, 7 Tg., 11 V., 2 Spätvorst., tön. Dia, App: Bauer B 8, Lichtquelle: Reinkohle, Verst: Klangfilm ML-Gest., Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL, Gr.-Verh: 1:2,35, Th., O.
  • 1961 Schauburg, Bahnhofstr. 1, Tel: 2087, Inh: Friedrich Tadje, Gf: Friedrich Tadje jr. PI: 473 u. 50 Notsitze, Best: Kamphöner, teilw. Hochpolster, 7 Tg, 11 V, 2 Spätvorst, tön. Dia-N, App: Bauer B 8, Lichtquelle: Reinkohle, Verst: Klangfilm ML- Gest, Bild-u. Tonsyst: Sc, 1 KL, Th, O, Var.
  • 1962 Schauburg, Bahnhofstr. 1, Tel: 2087, Inh: Friedrich Tadje, Gf: Friedrich Tadje jr. PI: 473 u. 50 Notsitze, Best: Kamphöner, teilw. Hochpolster, 7 Tg., 11 V., 2 Spätvorst., tön. Dia-N, App: Bauer B 8, Lichtquelle: Reinkohle, Verst: Klangfilm ML-Gest., Bild- u. Tonsyst: Sc, 1 KL, Th., O. Var.
  • 1971 Schauburg, Bahnhofstr. 1, T: 1887, Inh: Frau Luise Tadje, 341 Plätze