Bielefeld Lichtspielhaus am Kyffhäuser

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Heutiger Zustand

Hier steht heute das Parkhaus der Telekom. Karte

Geschichte

Die Gaststätte Kyffhäuser am Kesselbrink wurde bei mehreren Deportationen als Sammellager genutzt: "Die Menschen wurden in einen Saal geführt, der auf die damals fünfzehnjährige Karla Frenkel wie ein „Kino oder Theater” wirkte, weil dort Stühle und Bänke in Reihen aufgestellt waren. Gestapobeamte kontrollierten mit Listen die Anwesenheit und Karla Frenkel sah, wie ihre Mutter ihren erst einjährigen Bruder Uriel hochhob, als dessen Name vorgelesen wurde. Danach verließen die Polizisten den Saal und die Menschen mussten auf Bänken oder dem Boden liegend oder auf den Stühlen hockend ihre erste Nacht im Kyffhäuser verbringen. Versorgt wurden die Inhaftierten von Bielefelder Juden, die auf Anweisung der Gestapo Eintopfgerichte und Getränke verteilten. Am 31. Juli wurden die Menschen mit Straßenbahnen vom Kesselbrink zum Güterbahnhof gebracht, wo sie in einem überfüllten Personenzug einsteigen mussten. Karla Frenkel blieb zum Beispiel nur noch ein Platz „vor der WC-Tür”." [1]

Weblinks

Foto des Saals als Sammellager für Juden

Kinodaten

  • 1929 Lichtspielhaus im Kyffhäuser, Friedrich-Ebert-Straße 9, F: 2902, Gr: 1928-, täglich, R, V, S 900 I: Sally Rothschild, ebenda
  • 1930 Lichtspielhaus im Kyffhäuser, Friedrich-Ebert-Straße 9, F: 2902, Gr: 1928, täglich, R, V, S 900 I: Sally Rothschild, ebenda
  • 1937 Kyffhäuser-Lichtspiele, Kesselbrink, F: 2902, nur im Winter, täglich 475 I: Albert Liermann, ebenda (geschlossen)