Brandenburg Alhambra-Theater, Schaubühne (Kino-Variete)

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Geschichte

  • Vor dem Steintorturm befand sich vor 200 Jahren die Gastwirtschaft „Zur Sonne“. Das Freigelände des Etablissements erstreckte sich fast bis zum Trauerberg. In der Gaststätte vor den Toren der Neustadt gab es seinerzeit nicht nur Essen und Getränke. Es ist überliefert, dass dort auch ein öffentliches Freudenhaus betrieben wurde. Als das Gebäude im Jahre 1838 niederbrannte, errichtete ein gewisser Naumann einen Neubau, der am 2. Dezember 1838 als Apollo-Saal eröffnet wurde. In der Eröffnungs-Anzeige im „Brandenburger Anzeiger“ ließ Naumann die Havelstädter damals wissen: „Apollo-Saal. Unter dieser Firma wird am Sonntag, den 2. December, mein ganz neu erbautes, geschmackvoll und bequem eingerichtetes Tabagie- und Tanz-Lokal mit brillanter Erleuchtung und Illumination eröffnet und eingeweiht". Wahrscheinlich bis zum Jahre 1855 betrieb der Gastwirt Naumann noch an dieser Stelle sein Lokal. Dann erwarb es der Gastwirt Pahle. Vor knapp 100 Jahren hieß das Lokal dann „Hohenzollernpark“. Ab den 1920er-Jahren bis 1945 beherbergte das Gebäude dann das Alhambra-Lichtspielhaus, das in den letzten Tagen des Krieges zerstört wurde. Quelle: Märkische Allgemeine, 08.01.2002
  • Im Sommer 1921 verließ Paul Ceblin Brandenburg, um die Direktion eines Operettentheaters in Essen zu übernehmen. Die „Schaubühne“ wurde als „Alhambra–Lichtspiele“ weitergeführt. [1]

Kinodaten

  • 1920 Nachtrag: Schaubühne (Kino-Variete), Jacobstr. 32-33, Gegr. 1920 (Sp. täglich) 1000 Plätze, Inh: Paul Ceblin, Schulstraße
  • 1921 Schaubühne, Jakobstr. 32/33, F: 1002 (täglich) 700 Plätze, Inh: M. Lücke, Neust. Markt 15
  • 1924 Alhambra Film u. Bühnenschau, Jacobstr. 31-32
  • 1925 Alhambra, Jakobstr. 32/33, F: 1002, täglich, 700 Plätze, Inh: W. Lücke, Lichterfelde, F: 4609
  • 1928 Alhambra-Theater, Jakobstraße 32/33, F: 1002, Gr: 1920, täglich, 847 Plätze, Büro: Hauptstraße 59/60, Inh: Felix Anthony, Berlin-Wilmersdorf
  • 1930 Alhambra-Theater, Jakobstraße 32/33, F: 1002, Gr: 1920, täglich, 748 Plätze, Inh: Alexander Freimann, Büro: Hauptstraße 59/60, Gf: Reinhold Otto
  • 1931 Alhambra-Theater, Jakobstr. 32/33, F: 1002, Gr: 1920, täglich, Bühne: 40qm, 748 Plätze, Pächter: Brandenburgische Theater-Betriebs-GmbH, Brandenburg, Gf: Reinhold Otto
  • 1932/1933 Alhambra-Theater, Jakobstr. 32/33, Gründung 1920, täglich, Bühne: 40qm, 748 Plätze, Injaber: Kandeler & Stasik Lichtspieltheater-Betriebs-Ges.m.b.H.
  • 1937 Alhambra-Theater, Jakobstr. 32/33, Gründung 1916, täglich, 728 Plätze, Inhaber: Willy Lücke. Berlin-Steglitz
  • 1938 Alhambra-Theater, Jakobstr. 32/33, F: 3072, Gr: 1916, täglich, 728 Plätze, Inh: Willy Lücke, Berlin-Steglitz
  • 1940 Alhambra-Theater, Jakobstraße 32/33, F: 3072, Gr: 1916, 728 Plätze, täglich, Inh: Willy Lücke, Berlin W 35
  • 1941 Alhambra-Theater, Jakobstraße 32/33, Gründung 1916, Bühne: 9x6m, 624 Plätze, täglich, Inh: Willy Lücke, Berlin, Geschäftsführer: Willy Wirth