Braunschweig Kammer-Lichtspiele

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Geschichte

Braunschweig. Hier wurden die Kammer-Lichtspiele eröffnet. aus: Der Kinomatograph 728/1921

aus: Hoffmann, Klaus Historische Gaststätten. Ein Rundgang im Westlichen Ringgebiet, 2009 (vergriffen)

Um 1900 befanden sich in dem Wohnhaus Goslarsche Str. No. 9 (spätere Bezeichnung Goslarsche Straße 12 / Ecke Kreuzstraße 117) zwei Tanzsäle im ersten Stock, die bei Bedarf zu einem Saal vergrößert werden konnten. Parterre befanden sich vier Kegelbahnen, eine Stehbierhalle und die Gaststätte "Hohetor Schenke".

1920 ließ der neue Besitzer Hermann Fricke in den beiden Ballsälen im ersten Stock ein Kino mit 408 Sitzplätzen einrichten. Laut Adressbuch von 1921: "Kammer- Licht- Spiele GmbH". Die Bestuhlung bestand aus Klappstühlen. Nach der Filmvorführung konnte das Kino jederzeit wieder mit Tischen versehen und als Theater oder Ballsaal genutzt werden. Die Filmvorführungen waren stets gut besucht und nach dem Ende der Vorstellungen gingen die durstigen Zuschauer oft noch in die Hohetor Schenke. Eigentümer waren: Heinrich Stadler (Lichtspielbesitzer) und Franz Jains (Kaufmann aus Goslar), Willi Jains (Kinovorführer) und Robert Pülm (Betreiber der Kino-Restauration).

Das Lichtspieltheater, das als KDW (Kino des Westens) den Krieg überdauerte hatte, (nur das Dach war beschädigt) feierte Weihnachten 1948 Wiedereröffnung und bekam einen neuen Namen: "Ringtheater". lm gleichen Jahr wurde im Foyer des Kinoeingangsbereichs eine Milchbar eingerichtet. Sie war ein viel besuchter Treffpunkt, besonders für junge Leute. Ab März 1954 wurden hier im Filmtheater Cinemascope Filme in Breitwand Format gezeigt Das plötzliche Ende kam im Jahr 1969. Das Haus wurde angeblich wegen Baufälligkeit abgerissen,