Charlottenburg Oberon

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Geschichte

Foto ca. 1960
Postkarte 1957
Postkarte 1936 (Oberon)

"Deutschland- und Amerikahaus (Naafi-Haus), Baudenkmale"

Südliche Platzrandbebauung am vormaligen Reichskanzlerplatz mit zwei Geschäftshäusern 1928-30 nach Entwürfen von Heinrich Staumer durch den Bauunternehmer Heinrich Mendelssohn; sechsgeschossige Stahlskelettbauten im Stil der neuen Sachlichkeit für Hotels, Cafés, Kinos ('Oberon', ursprünglich für 1200 Zuschauer geplant, nach baupolizeilichem Einspruch und 7-jähriger Überarbeitungszeit des Entwurfes reduziert auf 750 Plätze) und Läden.

1937 Ausbau der von der Deutschen Reichspost im Deutschlandhaus angemieteten Räume für Fernsehzwecke; 1938 Inbetriebnahme des im Turm des Amerikahauses installierten Fernsehsenders; 1. November 1938 Beginn des regelmäßigen Studiobetriebs. 1943 Kriegszerstörung des Senders (Gebäude geringfügig beschädigt). 1954 erwarb der SFB das Deutschlandhaus für die Fernsehabteilung, 1955 erste Sendung. (1970 Umzug in das neue Fernsehzentrum neben dem Haus des Rundfunks.) - Ehemals Sitz der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin und der Deutschen Kinemathek, sowie der Deutschen Welle.

Das Amerikahaus wurde nach dem Krieg von den Britischen Streitkräften als Naafi-Club (Navy-Army-Air Force-Institution) genutzt; hier befanden sich Geschäfte, Restaurants und Clubs, sowie das "Globe-Cinema", heute Domizil des Kabaretts "Die Wühlmäuse" und Sitz des Bundesbauamtes Berlin." aus: Berlin.de

Das Amerikahaus am Theodor-Heuss-Platz 5-7 in Berlin, 1928-30 nach Entwürfen Heinrich Staumers durch den Bauunternehmer Heinrich Mendelssohn als Geschäftshaus und Kino (Oberon) errichtet. Die Deutsche Reichspost im benachbarten Deutschlandhaus nutzte ab 1. November 1938 den Turm des Amerikahauses für ihren Fernsehsender. 1943 zerstörten alliierte Bomben den Sender, das Gebäude nahm nur geringen Schaden. Die Britischen Streitkräfte übernahmen das Amerikahaus nach dem Krieg als Naafi-Club (Navy-Army-Air Force-Institution). Im Bau saßen Geschäfte, Restaurants und Clubs für Angehörige der Streitkräfte, sowie das «Globe-Cinema» (auch Jerboa-Cinema genannt). Heute nutzt das Kabarett «Die Wühlmäuse» das ehemalige Kino. [1] Das Kino befand sich von 1946-1990 darin.

Kinodaten

  • 1929 Theater am Reichskanzlerplatz, Gf: Heinrich Mendelssohn (im Bau)
  • 1930 Theater am Reichskanzlerplatz, Gf: Heinrich Mendelssohn (im Bau)
  • 1931-1935 kein Eintrag
  • 1937 Oberon, Filmtheater am Adolf-Hitler-Platz, Berlin-Charlottenburg 9, Kaiserdamm 75/76, F: 937352, Gr: 1936, täglich, Bühne: 10x8m, 744 Plätze, Inh: Hans Schinner
  • 1938 Oberon, Filmtheater am Adolf-Hitler-Platz, Berlin-Charlottenburg 9, Kaiserdamm 75/76, F: 937352, Gr: 1936, täglich, Bühne: 10x8m, 744 Plätze, Inh: Hans Schinner und P. Hildebrandt
  • 1939 Oberon, Filmtheater am Adolf-Hitler-Platz, Berlin-Charlottenburg 9, Kaiserdamm 75/76, F: 937352, Gr: 1936, Bühne: 10x8m, 746 Plätze, täglich, Inh: Schinner & Co., Gf: Hermann Zenger
  • 1940 Oberon, Filmtheater am Adolf-Hitler-Platz, Berlin-Charlottenburg 9, Kaiserdamm 75/76, F: 937352, Gr: 1936, Bühne: 10x3m, 746 Plätze, täglich, Inh: Schinner & Co.
  • 1941 Oberon, Filmtheater am Adolf-Hitler-Platz, Berlin-Charlottenburg 9, Kaiserdamm 75/76, F: 937352, Gr: 1936, Bühne: 8x5,8m, 754 Plätze, täglich, Inh: Schinner & Co.

Weblinks