Charlottenburg Ufa-Palast am Zoo (Cines-Palast)

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Geschichte

Postkarte 1930
Postkarte 1931
Postkarte 1939
Postkarte 1949
Entrittskarte 1929
Namen
  • 1912 »Theater Groß-Berlin«
  • 1914-15 »Cines-Palast«, danach »Palast-Theater« 
  • 1919 »Ufa-Theater«
  • 1925 »Ufa-Palast«
Geschichte
  • 1905-06 Erbauung der »Ausstellungshallen am Zoo« von Carl Gause; Umbauten
  • 1912 Umbau der Halle I zum »Theater Groß-Berlin« durch Arthur Biberfeld
  • 1913-14 Umbau durch Oskar Kaufmann. 1919 durch Max Bischoff, 1740 Platze (1150 Parkett. 590 Rang)
  • 1925 Umbau durch Carl Stahl-Urach, 2165 Platze (1410 Parkett. 775 Rang), 1931 kleinere Veränderungen
  • 1936 Fassadenumgestaltung durch Albert Speer
  • 1937-38 Projekt eines Totalumbaus
  • 1941 Projekt Wochenschautheater und 1944 Projekt »Notfilmtheater« von Siegfried Grothmann.
  • Im Zweiten Weltkrieg 1943 stark beschädigt, Reste 1955 abgebrochen.
  • Auf dem abgeräumten Grundstück der Halle II 1955-56 Erbauung des »Zentrums am Zoo« (»Zoopalast«, 1194 Platze und des »Ateliers am Zoo«, 550 Plätze) von Schwebes, Schoszberger & Fritsche. aus: Peter Boeger

Das Gebäude wurde ursprünglich vom Architekten Carl Gause entworfen und in den Jahren 1905 und 1906 als Ausstellungshallen am Zoologischen Garten – auch Wilhelmshallen genannt – erbaut. Im Jahr 1912 wandelte Arthur Biberfeld die westliche Halle in ein Theater um. Von 1913 bis 1915 war es zur Aufführung des Films Quo Vadis? der Cines-Filmgesellschaft durch Oskar Kaufmann mit einem Bildwerferraum ausgestattet worden. Zwischen 1913 und 1914 trug das Filmtheater den Namen Cines-Palast. Der Architekt Max Bischoff baute das Theater im Jahr 1919 für die Ufa zu einem Kino mit 1740 Plätzen um. Es eröffnete am 18. September 1919 mit der Premiere des Films "Madame Dubarry" von Ernst Lubitsch.

Der Saal hatte eine rechteckige Grundform und war schlicht gestaltet. Für die Zuschauer war er mit doppelgeschossigen Proszeniumslogen ausgestattet. Die Sitze waren hufeisenförmig angeordnet und die Bühnenwand war mit Fayenceplatten verkleidet. Durch Carl Stahl-Urach wurde das Kino im Jahr 1925 umgebaut und auf 2165 Sitzplätze erweitert. Außerdem erhielt es eine Lichtorgel.

In der Folgezeit wurde die Außenwand für Werbung genutzt. Zunächst installierte man dafür Lichtinszenierungen und große Plakate. Später wurden umfangreiche Verkleidungen der Fassade vorgenommen. Anlässlich der Olympischen Spiele 1936 in Berlin erfolgte durch den Architekten Albert Speer eine aufwendige Umgestaltung der Außenverkleidung in vereinfachtem klassizistischen Stil. Es war eines der bedeutendsten Uraufführungskinos der 1920er und 1930er Jahre.

Das Gebäude wurde durch Bombeneinschläge am 23. November 1943 zerstört. Danach fand Kino als Notbetrieb in einem Seitenflügel statt, wie das Foto von 1949 zeigt. Der große Kinosaal hingegen war komplett zerstört. Im Jahr 1957 wurde als Nachfolgebau an gleicher Stelle der Zoo Palast errichtet, nachdem 1955 die verbliebenen Reste der Bestandsbauten beräumt worden waren.

Kinodaten

  • 1913 Ausstellungshalle, Theater Groß-Berlin GmbH, Hardenbergstr. 29a-e
  • 1915 Palast-Theater AG, Hardenbergstr. 29a-e
  • 1916-1918 Palast-Theater am Zoo, Direktor Otto Reutter
  • 1917 Palast-Theater am Zoo. Hardenbergstrasse.
  • 1920 Ufa-Palast am Zoo, Hardenbergstr. 29 a-e, F: Nollendorf 62 und 1397, Gegr. 1919, täglich, 2000 Plätze
  • 1921 Ufa-Palast, W 50, Hardenbergstraße 29a, F: Nollend. 1397 u. 62, Gr: 1919, täglich, 2000 Plätze, Inh: Palast-Theater GmbH, Gf: Ignaz Wilhelm.
  • 1924 Ufa-Theater Ufa-Palast, Berlin W 50, Hardenbergstr. 29 a, F: Nollendorf 62 und 1397, Inh: Universum Film AG, Gf: Direktor Wilhelm, PI: 1735.
  • 1925 Ufa-Theater „Ufa-Palast", W50, Hardenbergstr. 29a, F: Nollendorf 1397, 62, Inh: Universum-Film AG, Pl.: 2000.
  • 1927 Ufa-Theater Ufa-Palast Am Zoo, W 50, Hardenbergstr. 29a, F: Nollendorf 1397, Inh: Universum-Film AG, 2400 Plätze
  • 1928 „Ufa-Palast am Zoo", Berlin W 50, Hardenbergstr. 29 a, F: Nollendorf 1397, 62 und 5280/81, Gr: 1919, täglich, 2148 Plätze, Inh: „Ufa"-Theater-Betriebs-GmbH
  • 1929 „Ufa-Palast am Zoo", Berlin W 50, Hardenbergstr. 29 a, F: Barbarossa 3872, 9771, Gr; 1919, täglich, 2148 Plätze, Inh: „Ufa"-Theater-Betriebs-GmbH
  • 1930 „Ufa-Palast am Zoo", Berlin W 50, Hardenbergstr. 29 a, F: Barbarossa 3872, 9771, Gr: 1919, täglich, T-F, 2148 Plätze, Inh: „Ufa"-Theater-Betriebs-GmbH
  • 1931 „Ufa-Palast am Zoo", Berlin W 50, Hardenbergstraße 29 a, F: B 5 Barbarossa 9771, Gr: 1919, täglich, T-F: Klangfilm, 2207 Plätze, Inh: „Ufa"-Theater-Betriebs-GmbH
  • 1932 „Ufa-Palast am Zoo", Berlin W 50, Hardenbergstraße 29 a, F: B 5 Barbarossa 9771, Gr: 1919, täglich, T-F: Klangfilm, 2267 Plätze, Inh: „Ufa"-Theater-Betriebs-GmbH
  • 1933 „Ufa-Palast am Zoo", Berlin W 50, Hardenbergstraße 29 a, F: B 5 Barbarossa 9771, Gr: 1919, täglich, T-F: Klangfilm, 2267 Plätze, Inh: „Ufa"-Theater-Betriebs-GmbH
  • 1934 „Ufa-Palast am Zoo", Berlin W 50, Hardenbergstraße 29 a, F: B 5 Barbarossa 9771, Gr: 1919, täglich, T-F: Klangfilm, 2325 Plätze, Inh: „Ufa"-Theater-Betriebs-GmbH
  • 1937 „Ufa-Palast am Zoo", Berlin W 50, Hardenbergstraße 29 a, F: 259791, Gr: 1919, täglich, 2325 Plätze, Inh: „Ufa"-Theater-Betriebs-GmbH
  • 1938 „Ufa-Palast am Zoo", Berlin W 50, Hardenbergstraße 29 a, F: 259791, Gr: 1919, täglich, 2325 Plätze, Inh: „Ufa"-Theater-Betriebs-GmbH
  • 1939 „Ufa-Palast am Zoo", Berlin W 50, Hardenbergstraße 29 a, F: 259791, Gr: 1919, 2325 Plätze, täglich, Inh: „Ufa"-Theater-Betriebs-GmbH
  • 1940 „Ufa-Palast am Zoo", Berlin W 50, Hardenbergstraße 29 a, F: 259771, Gr: 1919, 2325 Plätze, täglich, Inh: „Ufa"-Theater-Betriebs-GmbH
  • 1941 Ufa-Palast am Zoo, Berlin W 50, Hardenbergstraße 29 a, F: 259771, Gr: 1919, Bühne: 12x17x20 m, 2314 Plätze, täglich, Inh: „Ufa"-Theater-Betriebs-GmbH

Weblinks