Düsseldorf Europa

Aus Kinowiki
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Heutiger Zustand

2008 verändert erhalten, Leerstand Street View

Geschichte

  • Theaterleiter Wilhelm Busse vom 1760 Besucher fassenden Düsseldorfer „Europa-Palast" hat, dem Schaufenster-Charakter seines Theaters entsprechend, eine Neugestaltung der Außenfront vornehmen lassen: u. a. ein kurzes, messingverschaltes Vordach mit weißen Leuchtstoffröhren und ein großes auswechselbares Transparent für die Filmreklame. Der neue Film 17/1953
  • Neben dem größten Filmpalast der Bundesrepublik, dem 2811 Besucher fassenden Apollo, beherbergt Düsseldorf seit dem 11. Dezember nun auch das kleinste UFA-Theater in seinen Mauern: das von dem Kölner Architekten Hanns Koerfer entworfene Europa-Studio mit 220 Sitzplätzen. Es wurde nach einer internen Eröffnungsfeier, auf der UFA-Direktor Arno Hauke zahlreiche geladene Gäste begrüßen konnte, mit MGM's „Vom Winde verweht" dem Publikum übergeben. Das Studio ist von der Eingangshalle des Europa-Palastes, in der sich auch die Kasse befindet, über eine Wendeltreppe zu erreichen. Modern und kapriziös gestaltete Foyers leiten den Besucher zum Saaleingang. Der spatenförmig angelegte Zuschauerraum, mit silbergrauen Vorhängen (hinter denen sich die 3,20 X 9 m große Panorama-Bildwand verbirgt), schwarzen Wandpartien und violetten Hochpolstersesseln (Bähre, Springe), wirkt intim und behaglich. Surrealistisch anmutende Wandzeichnungen, eine kleine Seitenbühne und die indirekt beleuchtete Theaterdecke betonen den neuzeitlichen Studio-Charakter. Als besondere Attraktion wurde dem Studio eine Bar angegliedert, von der man — nur durch eine Glasscheibe vom eigentlichen Zuschauerraum getrennt — cocktail-schlürfend den Vorgängen auf der Leinwand folgen kann. Die kinotechnische Einrichtung, darunter zwei Ernemann VII-B-Projektoren mit Spezial-Lampenhäusern und einem Quante-Verstärker, lieferte UFA-Handel. Eigene Gasheizung und Klimaanlage sorgen für angenehme Temperatur. Die Leitung des Studios liegt in den Händen von Theaterleiter Wilhelm Busse, der auch dem 1760 Plätze fassenden Europa-Palast vorsteht. Der neue Film 99/1953

  • Ehemaliges Europa Kino wird zum Kunsttempel umgebaut
    Noch sind Anstreicher und Monteure mit Leiter, Hammer und Pinsel eifrig am Werk und man schreitet vom Geruch frischer Farbe begleitet auf knisternden Plastikfolien und Papierbahnen durch das verwinkelte Gebäude. Doch schon in einer Woche soll alles fertig sein. Dann öffnet das ehemalige Europa Kino auf der Graf Adolf Straße erneut seine Tore. Nun aber als Kulturpalast. Reiner Grünter, der künstlerische Leiter des neuen Europa, kennt das Problem, ein eigenes Theaterstück auf die Bühne zu bringen. So manches Projekt scheitert an den hohen Kosten. Sein Stück „X-Quadrat“, das sich mit dem Leben in Gefangenschaft befasst, kam schließlich in der Düsseldorfer Vollzugsanstalt zur Uraufführung, was den Ehrgeiz des promovierten Literaturwissenschaftlers und Kunsthistorikers weckte, auch für weitere Stücke einen Ort zu finden. Eigentlich war er zunächst auf der Suche nach einem Kinosaal, in dem er mal eine seiner Produktionen zeigen konnte, aber stattdessen bot ihm die Ufa gleich für einen Jahr einen ganzen Kinokomplex an. Die Aussicht auf ein eigenes Theater schien verlockend, aber die Finanzierung unmöglich. Schließlich fand sich im Wirtschaftsberater Siegfried Graff von der WFG ein beigeisterungsfähiger und finanzkräftiger Partner, der für einen Folgemietvertrag mit dem eigentlichen Eigentümer sorgte und den Umbau organisierte. Kinos und Foyers wurden komplett umgestaltet, lediglich der große Zuschauerraum mit fast 500 Plätzen blieb - um eine Bühne ergänzt - bestehen. Zusätzlich sind eine Kunstgalerie, eine Lounge sowie eine Restaurant in Vorbereitung. Rund 750.000 Mark werden in den Umbau eingeflossen sein, wenn am 15. November zum ersten mal im neuen Europa der Vorhang aufgeht. Zu sehen sein wird Georg Kreislers Musical „Lola Blau“ das vom „Theater Pantarhei“ auf die nagelneuen Bretter gebracht wird. Mit einer Mischung aus bewährten Stücken wie etwa „Peter Kürten Superstar“ sowie Kabarett, Theater, Ausstellungen und Lesungen zu ambitionierten Themen wie Völkerverständigung, Arbeitslosigkeit oder Randgruppen hofft Reiner Grünter die horrenden Kosten nicht nur zu decken, sondern auch noch soviel einzuspielen, dass sogar die Künstler mit 70% am Gewinn beteiligt werden können. Mal sehen, ob’s klappt. Zur Not ist da ja auch noch die Gastronomie, die auch ohne Theaterkarte besucht werden kann. aus: duesseldorf-kultur.de

Kinodaten

  • 1971 Europa-Filmtheater, Graf Adolf-Str. 100, T: 354161, Inh.u.Post: 3, club intim (Gisela Schumacher, Köln). 501 Plätze
  • 1993 Europa 1, DOSR, 483 Plätze, Europa 2, DOSR, 117 Plätze, Europa 3, 65 Plätze, Europa 4, 71 Plätze, Europa 5, 52 Plätze, Europa 6, 48 Plätze, 40210 Düsseldorf, Graf Adolf Str. 108, Tel. 0211/354161, Inh: Riech, Heinz- FTB, 48231 Warendorf, Gänsestr. 6-8
  • 1995 Europa, Kino 1, DO SRD/DTS, 483 Pl. Kino 2, DO, 54 Pl. Kino 3, DO SR, 102 Pl. Kino 3, 53 Pl. Kino 5, DO, 49 Pl. Kino 6, DO, 54 Pl. 40210 Düsseldorf, Graf-Adolf-Str. 108, Tel.: 0211/354161, Inh: FTB Heinz Riech, 48231 Warendorf, Gänsestr. 6-8