Dahlenburg Union-Theater

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Geschichte

Eine Mischform zwischen Wanderkino und festem Filmtheater gab es Anfang der fünfziger Jahre in Dahlenburg, wo der damalige Wirt Lothar Westphal im heutigen Gasthaus Adams ein Kino einrichtete. Er stattete einen Raum mit fester Bestuhlung und einer feststehenden Leinwand aus. Wilhelm Brunhöver stellte eine festinstallierte Vorführmaschine. Aus steuerlichen Gründen ließ er jedoch dieses Dahlenburger Kino weiterhin als Teil seines Wanderkinos laufen. Brunhöver überwarf sich jedoch bald aus finanziellen Gründen mit dem Wirt und gab danach noch bis 1959 beim Gastwirt Heitmann in Dahlenburg Wanderkino-Vorstellungen. Sein Nachfolger im festen Kinosaal des Gasthauses Adam wurde ein Herr Meier aus Lüchow, bevor es Frau Steinwender mit ihrem Wanderkino noch bis 1968 weiterführte. Wilhelm Brunhöver verlegte seinen Spielring näher an Lüneburg. Im März 1961 stellte die "Niederdeutsche Filmbühne" ihren Betrieb ein. (Film- und Kinokultur in Lüneburg, Ricarda Strobel 1993, ISBN 3891530250)

Nach Übernahme durch Richard Meyer (Wendländische Lichtspiele, Wustrow, und Ratskeller-Lichtspiele, Dannenberg) wurde das ehemalige Film-Eck in Dahlenburg, Bez. Lüneburg, unter dem neuen Namen -Union-Theater wiedereröffnet. Der Zuschauerraum faßt 230 Besucher, hat eine silbergraue gewölbte Decke, bequemes Kinogestühl und ist in braun-grauen Tönen gehalten. Beiderseits der Wände sind Glühlampen-Leisten angebracht. Die Fach-handlung Dr. Weinrebe, Hamburg, erstellte die technische Einrichtung: Philips-F P 3-Maschinen und eine 6 m breite Bildwand für Breitwandvorführungen. Als Eröffnungsprogramm lief der Gloria-Film „Wo die alten Wälder rauschen". Film-Echo 44/1957

Am damaligen Hotel 'Zu den drei Linden' von H. Rose (heute Adam) in der Mühlenstraße wurde 1881 ein Saal angebaut, eine Kegelbahn war auch vorhanden. Die drei Linden, die dem Lokal den Namen gaben, mußten dem Straßenbau weichen. Heute ist 'Adams Gasthaus' Vereinslokal für viele Vereine. Der Saal ist der letzte von den ehemals drei Sälen, die es in Dahlenburg gab. (aus: Dahlenburg in alten Ansichten, 1989)

Kinodaten

  • 1952 Niedersächsische Filmbühne, Mühlenstraße 7, Gasthaus Westphal, Inh: Wilhelm Brunhöver, Lüneburg, Spielorte: 18
  • 1953 Filmbühne Dahlenburg, Mühlenstr. 7, Tel. 215, Inh: Wilhelm Brunhöver, Lüneburg, PI. 200, 1-2 Tg., 2-3 V., App. Phonobox, Vst. Klangfilm, Bühne 6x5x5, Th. Spielorte: 4
  • 1955 Dahlenburger Lichtspiele, Mühlenstr. 7, Tel: 402, P: Helmut Hoffmann, Bergstr. 15, Pl: 200, Klappstühle, 3-4 Tg, 5-6 V, tön. Dia, App: Phonobox, Verst: Klangfilm, Bühne: 7x5x5,5, Th. Spielorte: 7
  • 1956 Dahlenburger Lichtspiele, Mühlenstr. 7, Tel: 402, P: Helmut Hoffmann, Bergstr. 15, Pl: 200, Klappstühle, 3-4 Tg, 5-6 V, tön. Dia, App: Phonobox, Verst: Klangfilm, Bühne: 7x5x5,5, Th. Spielorte: 7
  • 1957 Union-Theater, Inh: Richard Meyer
  • 1958 Union-Theater, Mühlenstraße 7, Tel: Wustrow 225, Inh: Richard Meyer, Wustrow/Hann. Pl: 267, 7 Tg., 8 V., App: Philips FP 3, Bildsyst: Br., Gr.-Verh: 1:1,85
  • 1959 Union-Theater, Mühlenstraße 7, Tel: Wustrow 255, Inh: Richard Meyer, Wustrow/Hann. PI: 267, 4 Tg, 6 V, App: Philips FP 3, Bildsyst: Br, Gr.-Verh: 1:1,85
  • 1960 Union Theater, Mühlenstraße 7, Tel: Wustrow 255, Inh: Richard Meyer, Wustrow/Hann. PI: 267, 4 Tg, 6 V, App: Ernemann IV, Bildsyst: Br, Gr.-Verh: 1:1,85
  • 1961 Union Theater, Mühlenstraße 7, Tel: Wustrow 255, Inh: Richard Meyer, Wustrow/Hann. PI: 267, 4 Tg., 6 V., Dia-N, Br, App: Ernemann IV, Bildsyst: Br., Gr.-Verh: 1:1,85
  • 1962 Union Theater, Mühlenstraße 7, Tel: Wustrow 255, Inh: Richard Meyer, Wustrow/Hann. PI: 195, 4 Tg., 6 V, Dia-N, Br, App: Ernemann IV, Lichtquelle: Reinkohle, Bildsyst: Br., Gr.-Verh: 1:1,85
  • 1971 3148 Dahlenburg, Union, 195 Plätze