Diskussion:Heidelberg Schloß-Kinocenter

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Wenige Tage nach dem Mannheimer Filmball begegneten sich zahlreiche Gäste aus Kreisen der Filmtheaterbesitzer, der Verleiher und der Fachpresse im benachbarten Heidelberg zu einem „fröhlichen Umtrunk", zu dem Hubertus Wald von den Süddeutschen Filmbetrieben anläßlich der schon vor Wochen erfolgten Übernahme des Schloß-Filmtheaters geladen hatte, das inzwischen bauliche Veränderungen erfuhr und völlig renoviert wurde. Nach nur sieben Tagen Umbauzeit, die Architekt Bernd Gutmann, Karlsruhe, leitete und zusammen mit der Firma Siemens- Klangfilm durchführte, wurde den Heidelbergern, sozusagen als Weihnachtsüberraschung, ein modernes Thea ter präsentiert, das schon im Entree durch die lichtüberflutete Vitrinen-Anlage eine gewisse vornehme Repräsentanz erhielt. Großzügiges Foyer und der farblich fein abgestimmte Theaterraum verraten jene geschmackliche Eleganz und ein künstlerisches Empfinden für Raumwirkung, die alle Theater der Süddeutschen Filmbetriebe auszeichnen. 750 azurblaue Hochpolsterstühle der Firma Schröder & Henzelmann sind harmonisch mit der in Gold gehaltenen Wandbespannung, der dunklen Täfelung und dem blauen Velourvorhang abgestimmt.' Selbstverständlich wurden auch die technischen Anlagen des Hauses erneuert. Das Schloß-Filmtheater verfügt nun über eine CinemaScope-Einrichtung mit vierkanaligem Magnetton und zwei Bauer B 12-Projektoren. Im zehnten Jahr ihres Bestehens haben die Süddeutschen Filmbetriebe mit dem Schloß-Filmtheater ihr zwölftes Haus eröffnen können, neben dem Studio Fauler Pelz das zweite in Heidelberg. Den aufhorchenden Gästen konnte Hubertus Wald mitteilen, daß er bis zum Sommer 1956 zwei weitere neue Filmtheater in Heidelberg eröffnen wird. Mit einem neuen Zweig des Wald'schen Unternehmungsgeistes wurden die Gäste am gleichen Abend bekannt gemacht. Als Einleitung zu dem amerikanischen CinemaScope-Dokumentarfilm „Auf Thunfischfang" sahen sie die beiden ersten Werbefilme eigener Produktion der Schwesterfirma der Süddeutschen Filmbetriebe, der Lux-Kino-Werbung und Film- und Funkwerbung, die rund 400 Pachttheater im ganzen Bundesgebiet betreut. Die beiden farbigen Kurzfilme, ein Werbefilm der Deutschen Bundesbahn und einer der REI-Werke, dürften in ihrer erzählerischen Lebendigkeit beim Publikum gut ankommen. Der neue Film 8/1956