Diskussion:Köln Rex am Ring

Aus Kinowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Unlängst erhielt Köln mit dem „Rex am Ring" an der Stelle der im Kriege zerstörten „Lichtspiele des Westens" (LdW genannt) — Hohenzollernring 60 — ein weiteres repräsentatives Ur- und Erstaufführungstheater mit rund 850 Sitzplätzen. Das Haus gehört ebenso wie das Gloria-Theater in Duisburg und das Viktoria-Theater in Hagen Exzellenz Dr. Cotta Bey Azis, dem Präsidenten der ägyptischen Handelskammer. Geschäftsführer ist Herr Franz Leu. Durch eine elegante, mit schwarzem Marmor ausgekleidete Kassenhalle gelangt man durch Glas-Pendeltüren in das intim gehaltene Foyer mit den Aufgängen zum Balkon. Der Zuschauerraum wird beherrscht von hellgrünem Velour, flachanliegenden, kanelierten Holzpilastern aus slavonischer Rüster, mit grünem Kunstleder bezogenen Polstersitzen und indirekter Beleuchtung. Besonderer Wert wurde vom Architekten Ernst Huhn, Düsseldorf, auf eine einwandfreie Akustik und Belüftung sowie auf eine nach modernsten Gesichtspunkten angeordnete Vorführapparatur mit Bauer-6-Projektoren und Telefunken-Technik, Düsseldorf, gelegt, die einwandfreie Ton- und Bildwiedergabe gewährleisten. Seit der Eröffnung des Hauses nach nur sechs Monaten Bauzeit hat das Publikum dem neuen Haus durch sehr regen Besuch seine Anerkennung bewiesen, was besonders den hier urauf- geführten „Frauen des Herrn S." zugute kam. (aus: Die Filmwoche 40/1951) Die Dr. Hostettler Grundstücksverwertungsgesellschaft mbH in Hagen (Westf.) beabsichtigt, im Gloria-Theater rn Duisburg sowie im Rex am Ring in Köln in Kürze ie ein neues »Studio« zu eröffnen. — Wie verlautet, sind die Vorarbeiten bereits im Gange.Film-Echo 40/1966


Nach einer Umbauzeit von dreieinhalb Monaten übergaben die Filtntheater-Betriebe Franz Leu ihr Kölner Premierentheater Rex am Ring wieder der Öffentlichkeit. Die Pläne entwarf der junge Düsseldorfer Architekt Arthur Gerard. Als Festprogramm zeigte das Hex den Rank-Film „Tiger Bay". Bei dem Umbau wurde das gesamte massive Hinterhaus am Friesenwall abgerissen, um den Zuschauerraum um 3,50 Meter zu verlängern. Ein geräumiges Rangfoyer mit einem Entleerungs-Treppenhaus bedingte eine neue Gestaltung der Eingangshalle mit Garderobe. Schließlich errichtete man ein neues Bühnenhaus. Der Zuschauerraum wurde modernisiert Die Seitenränge fielen fort, dafür ist der Mittelbalkon vorgezogen worden. Die Wände sind mit Edelhölzern und schwarz gestreiftem goldfarbenem Saran (Saran-Webereien GmbH., Köln) verkleidet. Ein geschwungener Vorhang aus hellgelbem Chenille-Plüsch schließt die Bühne zum Parkett hin ab. Ansteigende Sitzreihen (Polstersessel des Modells „Cortina" von Schröder & Henzelmann) bieten ausgezeichnete Sicht.Die kinotechnischen Installationen im Kölner Rex am Ring besorgte die Filmtontechnik Ingenieur Erich Dammeyer, Düsseldorf {Philips-Projektoren FP20S, Klangfilm-Verstärker, eine 11,20 mal 5,30 Meter große Sonora-Extra-Bildwand der Medianischen Weberei, Bad Lippspringe). Der neue Film 80/1959