Diskussion:Karlsruhe Resi (Residenz-Lichtspiele)

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  • Als der damalige Karlsruher Hofbäckermeister Otto A. Kasper 1908 das Thalia-Theater, Karlsruhes erstes und einziges Kino, erwarb, schüttelten seine Freunde die Köpfe über so viel Leichtsinn und sprachen spöttisch vom „Kasperle-Theater". Aber Otto A. Kasper baute gleich neben dem Thalia ein richtiges Theater mit 300 Sitzplätzen, das Resi, das „als belehrendes Institut" angekündigt wurde, als „Sehenswürdigkeit ersten Ranges und angenehmer Familienaufenthalt". Mit Otto A. Kasper, der schon 1910 den Südwestdeutschen Film-Theater-Verband ins Leben rief, und mit seinem Resi beginnt Karlsruhes Kinogeschichte, und wenn das Theater heute auf 50 Jahre seines Bestehens zurückblicken kann, so darf es mit berechtigtem Stolz darauf hinweisen, daß auf seiner Leinwand 50 Jahre Filmgeschichte abgelaufen sind. Und sicher wäre es für den verstorbenen Gründer eine Genugtuung gewesen, noch zu erleben, daß sein Theater das erste Gilde-Theater in Karlsruhe wurde, Der Zweite Weltkrieg hatte das Theater weitgehend zerstört. Nach vollständiger Renovierung wurde es von der amerikanischen Besatzungsmacht beschlagnahmt. Erst 1952 konnten die Enkelin des Gründers, Fräulein Anneliese Kasper, und Herr Hauser, das Theater wieder eröffnen, das seit 1957 als ordentliches Mitglied in die Gilde deutscher Filmkunst-Theater aufgenommen wurde. Der neue Film 73/1958

  • Am 4. August 1907 kündigt die Karlsruher Zentrale der »Internationalen Kinematographen-Gesellschaft« in der Karlsruher Zeitung ein Filmprogramm im Kineinatographen in der Waldstraße 26 an, das sich kurz darauf Thalia-Theater nannte, an. Quelle: Gerhard Bechtold 1987

  • Als der damalige Karlsruher Hofbäckermeister Otto A. Kasper 1908 das Thalia-Theater, Karlsruhes erstes und einziges Kino, erwarb, schüttelten seine Freunde die Köpfe über so viel Leichtsinn und sprachen spöttisch vom „Kasperle-Theater". Aber Otto A. Kasper baute gleich neben dem Thalia ein richtiges Theater mit 300 Sitzplätzen, das Resi, das „als belehrendes Institut" angekündigt wurde, als „Sehenswürdigkeit ersten Ranges und angenehmer Familienaufenthalt". Mit Otto A. Kasper, der schon 1910 den Südwestdeutschen Film-Theater-Verband ins Leben rief, und mit seinem Resi beginnt Karlsruhes Kinogeschichte, und wenn das Theater heute auf 50 Jahre seines Bestehens zurückblicken kann, so darf es mit berechtigtem Stolz darauf hinweisen, daß auf seiner Leinwand 50 Jahre Filmgeschichte abgelaufen sind. Und sicher wäre es für den verstorbenen Gründer eine Genugtuung gewesen, noch zu erleben, daß sein Theater das erste Gilde-Theater in Karlsruhe wurde, Der Zweite Weltkrieg hatte das Theater weitgehend zerstört. Nach vollständiger Renovierung wurde es von der amerikanischen Besatzungsmacht beschlagnahmt. Erst 1952 konnten die Enkelin des Gründers, Fräulein Anneliese Kasper, und Herr Hauser, das Theater wieder eröffnen, das seit 1957 als ordentliches Mitglied in die Gilde deutscher Filmkunst-Theater aufgenommen wurde. Der neue Film 73/1958

Karlsruhe i. B. Das anfangs Dez. ds. Js. in dem Neubau des Fabrikanten Kammerer, Waldstrasse 30 zu eröffnende Residenztheater ist nach dem Entwurf und unter Leitung des Professor Billing entstanden und wird nach den neuesten Errungenschaften eingerichtet. Das Theater wird mit einer hervorragenden Neuerung auf dem Gebiete der Kinematographen-Technik versehen. Die Projektion der Bilder geschieht direkt auf einer präparierten Spiegelglasfläche, hinter welcher der Projektionsapparat arbeitet; entgegen dem alten Verfahren, nach welchem er am entgegengesetzten Ende des Vorstellungsraumes sich befindet und man über den Rücken des Publikums projektierte und ergo den Raum verdunkeln musste. Die Vorstellung wird bei dem neuen Verfahren bei Beleuchtung vor sich gehen, was weit angenehmer ist und die Belästigung, welchedurch die Flutung des Reflektionsapparates immer vorhanden war, kommt in Zukunft in Wegfall. Da« Theater wird mit vorgewärmter Luft ventiliert, erhält feenhafte Beleuchtung, sodass der Aufenthalt zu jeder Jahreszeit sich angenehm gestalten wird. Die vorzügliche äusserst bequeme Bestuhlung wird von einer erstklassigen Wiener Firma geliefert. Die vorzüglichen baulichen Anlagen bieten, nach den neuesten Polizei Vorschriften angeordnet, jede nur mögliche Gewähr gegen Feuersgefahr. Das Residenztheater - Unternehmen ist bemüht, von dem sich gestellten Ziele nicht im geringsten abzuweichen und nur belehrende und wissenschaftliche, sowie heitere, aber einwandsfreie Bilder vorzuführen. Der Kinematograph 101/1908