Diskussion:Kassel Kaskade & Bambi

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Bambi-Theater, Kassel In Kassel eröffnete Georg Beiß mach zweinmonatiger Bauzeit sein drittes Filmtheater - das Bambi. Das neue Lichftspielhaus, das im Hause der „Kaskade" untergebracht ist, wird als intimes Studio-Theater filmische „Leckerbissen" zeigen, die in den großen Lichtspielhäusern nicht ohne weiteres ankommen. Die innenarchitektonische Gestaltung des Saales, der früher als ein Schuhgeschäft Verwendung fand, oblag dem Architekten Paul Bode. Von den 192 bequemen Polstersitzen (schwarz, mit silberhellen Acella-Bezügen) haben die Besucher eine gute Sicht auf die 4,80 Meter breite und 2,30 Meter hohe Bildwand (Breitwand und CinemaScope-Ein-Kanal-Magnetton). Ein Hauptproblem war die Schallisolierung gegen den Straßenlärm des verkehrsreichen Königsplatzes. Mit Schaleniwänden und Gtaswolle-Isolierung wurde sichergestellt, daß kein Laut von außen hereindringt. Auch für die Ausgänige zur Straßenseiite wurden schallverhindernde Vorkehrungen getroffen, und besonders schalldichte „Studiotüren" verwandt, wie sie sonst in Filmateliers und anderen lärmempfindlichen Betrieben üblich sind. Ein sogenannter „akustischer" Spezialvorhang an der Eingangstür schützt den Theaterraum gegen mögliche Geräusche im Foyer der „Kaskade" ab. (Das Foyer der „Kaskade" dient auch zugleich als Vorraum für das Bambi.) Besondere Anerkennung verdient auch die farbliche Innengestaltung, durch die eine ausgezeichnete harmonische Wirkung erzielt wurde: Dominierend sind die Farben weiß-blau, die nur an der Innenwand von einem Ziegelrot mit kleinen akzentuierten andersfarbige n Rechtecken unterbrochen werden, geschmackvoll auch die zwei tropfenförmigen Beleuchtungskörper an einer dunkelblauen Säule, die den früheren Ladenbau abstützt. Die technischen Anlagen — Verstärker, Leinwand usw. — lieferte die Firma Siemens-Klangfilm (Frankfurt), die Bestuhlung die Firma Kamphöner (Bielefeld). Als Projektoren finden zwei Bauer B 5A Verwendung. Das „Bambi", das ebenfalls wie die beiden anderen Theater Kaskade und Cinema unter Leitung des bewährten Geschäftsführers Gerhard Theurich steht, eröffnete als 16. Lichtspieltheater Kassels mit Constantins „La Strada". Film-Echo 5/1957