Diskussion:Mannheim Planken-Lichtspiele, Cineplex

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  • Die Planken-Lichtspiele, Mannheim, haben nunmehr auch auf CinemaScope umgestellt. Zum Einbau gelangte eine Vierkanal-Magnetton-Anlage durch UFA-Handel, Frankfurt/Main. Die Wirkung des Bildes ist durch die 14 Meter breite Bildwand grandios. Als erster CinemaScope-Film. lief als Weihnachtsprogramm in diesem 1400 Platz-Theater der Gloria-CinemaScope-Farbfilm „Der Kongreß tanzt" zusammen mit der Reportage vom Münchner Oktoberfest „Die fünfte Jahreszeit" (ebenfalls in CinemaScope). Der neue Film 4/1956
  • Neben den Planken-Lichtspielen, dem mit 1400 Plätzen größten Filmtheater der Rhein-Neckar-Stadt, eröffnete die Planikenlitchtspiel GmbH. mit dem Kleinen H aus Mannheims 37. Filmtheater. Die Lokalpresse reagierte auf die Neueröffnung fast etwas unfreundlich, denn Mannheim besaß im Jahre 1939 nur 21 Kinos. Aber wie schon in der Einladung gedruckt, wiest bei der offiziellen Eröffnungsfeier auch Dr. Caemmerer (WdF Baden-Württemberg) darauf bin, daß Filme in einem kleinen Hause besser ausgewertet werden können, und die Kombination zweier Theater unter einem Dach ideal sein könne. Das von dem Mannheimer Architekten Gustav Geyer geschaffene Theater verfügt über 412 Plätze. Es sind Schaumgummi-Klappsessel von Schröder und HenzeImann, die mit farbigem Cord kunterbunt versetzt sind. Die Wände bestehen aus ungeheiztem, vielartigem Naturholz mit zahlreichen Kupferplatten. Mit Osram-Leuchtröhren glückte die echte stufenlose Regulierung des Saallichts. Die 9,60 m breite englische Harkneiss-Leinwand bedeckt ein aparter Velour-Vorhang. Im .Vorführraum, der schon für den späteren vollautomatischen Programmbetrieb eingerichtet ist, stehein zwei Bauer B 14, ein Bauer- und ein Inisula^Ddaprojektor. Siemens-Klangfilmanlagen und Vollklimatisierung vervollständigen den ansprechenden, unaufdringlichen Komfort. Ein rechtes Schatzkästlein, für das Osikar Beßler und dein Geschäftsführer Adolf Weippert viele Glückwünsche entgegennahmen. Der neue Film 6/1959
  • Als 37. Filmtheater in Mannheim, der kurpfälzischen Großstadt zwischen Nek-kar und Rhein, ist das KLEINE HAUS der „Planken-Lichtspiele" in P 4 eröffnet worden, das von der „Cinema-Film GmbH" im Verein mit der „Planken-Lichtspiele GmbH", Mannheim, betrieben wird. Inhaber Oskar Bassler, der als erfahrener Kino-Fachmann um die damit herbeigeführte, weitere Verstärkung des Mannheimer Kino-Sitzplatzangebots (70,5 Kinoplätze auf 1000 Einw.) wohl wußte, ging indes von der Überlegung aus, daß gerade Filme von hohem Niveau in einem großen Haus oft nicht die gebührende Resonanz finden und daher der Bau eines kleineren, modern ausgestatteten Kammerspieltheaters für künstlerische Filme durchaus gerechtfertigt sei, — zumal das eine Bauzeit von 9 Monaten erfordernde neue Haus in den Komplex der großen „Planken-Lichtspiele" (1400 PL), die jetzt als GROSSES HAUS firmieren, eingefügt werden konnte. Architekt Gustav Geyer, Mannheim, schuf ein in Form und Farben reizvolles, 412 Besuchern Platz bietendes Filmtheater, dessen Zuschauerraum bei aller Modernität in der Aufmachung, trotzdem nichts Bizarres an sich hat. Wände und Decken sind mit Holzfaserplatten aus echten Furnieren verkleidet. Der aus einem samtartigen Gewebe bestehende Vorhang stammt aus den Werkstätten der Fa. Teppich-Schlüter, Bonn, die das ganze Theater dekorativ gestaltete. Die Beleuchtung des Zuschauerraums besteht aus OSRAM-Leuchtstoffröhren, die mit einer Vorrichtung der BNA, Lahr/Schwarzw.

jetzt auch langsam zum Verlöschen gebracht werden können. Lieferung und Einrichtung erfolgte durch die Fa. Rhein-elektra, Mannheim. Bei der Stahlrohr-Bestuhlung (Schröder & Henzelmann) — die bunten, irregulär versetzten Sitzpolster nehmen sich wie leuchtende Farbtupfen aus, — ist Vor allem an Bequemlichkeit gedacht worden. Als direkte Werkslieferung ist die kinotechnische Einrichtung durch die Eugen Bauer GmbH., Stuttgart-Untertürkheim, anzusehen, die für die eindrucksvollen Vorführungen auf der 9,60 m breiten „Harkness"-Bildwand, BAUER B 14-Pr o j ektoren mit BAUER BL9X-Xenonlampen (2000 W), nebst einer Siemens Klangfilm-Anlage und einen automatischen Dia-Projektor: „Diamatic" umfaßt. Für Automation des Vorführbetriebs sind schon Vorbereitungen getroffen. Bei der internen Eröffnungsfeier, der die Vertreter aller namhaften Verleihfirmen beiwohnten, überbrachte WdF BW-Vorstandsmitglied Theo Bender (Heidelberg) die Glückwünsche des Verbandes für Oskar Bassler und seinen Theaterleiter Adolf Weippert. Beim eigentlichen Start vor geladenen Gästen „plädierte" dann WdF BW-Vorstandsmitglied RA. Dr. Gerhard Caemmerer (Karlsruhe) überaus launig und treffend für die Gesamtheit der Filmtheater und der zielbewußten Theaterbesitzer. Das Filmtheater 1-2/1959

  • Eröffnung 15. März 1951 als Planken-Lichtspiele mit etwas 1200 Sitzen, Architekt Wilhelm Grüber
  • Mit dem Freitod des Stuttgarter Geschäftsinhabers und Sportveranstalters Willi Knörzer ist dessen Mehrheits-Gesellschaftsanteil bei der Planken-Lichtspiele GmbH. Mannheim konkursgerichtlich aufgehoben worden. Wie jetzt bekannt wird, hat der Mitgesellschafter Oskar Bassler das „Große Haus" der Planken-Lichtspiele nunmehr als alleiniger Inhaber unter neuer, eigener Firma übernommen. Damit ist die Zusammenarbeit zwischen Planken-Lichtspiele: „Großes und Kleines Haus" und „Palast-Theater", Mannheim wieder gewährleistet. Das Filmtheater 4/1960
  • Der Eingang des Kinos liegt auf Mannheims besten Einkaufsstraße und heutigen Fußgängerzone den Planken. Zum Kino gelangt man durch eine Passage, der Saal selbst liegt auf dem rückwärtigen Teil des Quadrats.

Die Gestaltung des Saals führte zu einer Plagiats-Klage: "Paul Bode nahm für sich in Anspruch ein ähnliches Kino bereits in Kassel kreiert zu haben. Schon der birnenförmige, zur Leinwand sich verjüngende Grundriss entspricht der Ästhetik der fünfziger Jahre, wenngleich der Architekt auch funktionale, nämlich schalltechnische Gründe für die geschwungene Form gelten machen konnte. Eine weitere Besonderheit bildete der vom Parterre von zwei Seiten aufsteigende Balkon. Er war freitragend, also ohne sichtbre Stützen ausgeführt." aus: Andreas Schenk

  • Der große Saal blieb nur wenige Jahre bestehen, schon 1958 wurde aus der Empore ein zweiter Saal. Immerhin hatte das große Haus noch 960, das kleine 412 Plätze. Anfang der 70er wurde aus dem Kino ein Kinocenter mit sieben Kinos und 1996/97 das heutige Cineplex mit acht Sälen für 1424 Zuschauer. Damit konnte das Planken als einiziges der Innenstadtkinos (Alster, Alhambra, Scala) bis heute überleben.