Diskussion:Wolfsburg Delphin-Palast

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In Wolfsburg eröffnete kürzlich Herr Kurt Rilk ein neues repräsentatives Rang-Theater mit 842 hochgepolsterten Stühlen (Kamphöner), mit dem der Berliner Architekt Joachim Glüer viel Ehre eingelegt hat. Überall ist Künstlerhand am Werk gewesen. Sgraffito-Arbeiten von Horus Engels im Foyer verblüffen durch die Leichtigkeit der Formen. Für den Kassenbetrieb ist eine besondere Glashalle (etwa 50 qm) eingebaut. Die Wände des Delphin - Palastes sind getäfelt (Nußbaum). Technisch (UFA-Handel richtete ein) ist für jede Entwicklung vorgesorgt. Die breite Bühne gestattet jederzeit das Anbringen einer Cinemascope - Leinwand, Im Vorführraum stehen Ernemann X. Toneinrichtung: Philips. Einige Plätze haben Schwerhörigenanlage. Der neue Film 82/1953


Wolfsburgs ältestes Kino schließt
Im Delphin fällt der letzte Vorhang

Heute Abend laufen die letzten drei Filme – Auch Herbie und Victoria machen zu (bri). Schluss, aus, vorbei: Heute fällt im Delphin am Hugo-Bork-Platz der letzte Vorhang. Gegen 23 Uhr, nach der letzten Vorstellung, schließt das älteste Kino der Stadt für immer. Geschlossen werden auch das Herbie und das Victoria. (bri). Schluss, aus, vorbei: Heute fällt im Delphin am Hugo-Bork-Platz der letzte Vorhang. Gegen 23 Uhr, nach der letzten Vorstellung, schließt das älteste Kino der Stadt für immer. Geschlossen werden auch das Herbie und das Victoria. „Es tut mir selbst leid, aber mit dieser Art von Kino ist kein Geld mehr zu verdienen“, sagt Cinemaxx-Chef Andreas Krygier, der auch das Delphin leitete. Das Kino hat eine lange Tradition: Am 3. September 1953 eröffneten Hans und Ruth Liebich das Delphin als erstes Kino der Stadt – das Imperial kam drei Jahre später. 1994 gaben die Liebichs das Haus an die Union-Kino ab, seit 2003 betreut das Cinemaxx das Haus mit. Doch die großen Zeiten sind passé. Krygier: „Wir haben alles versucht – Delphin als Nachspiel-Kino, Kunst-Filme, Aktionen, doch es kamen nicht mehr genug Besucher. Darum müssen wir schließen!“ Heute laufen die letzten Vorstellungen: Im Victoria „Die Fremde in dir“ (19.30 Uhr), im Herbie „Ein fliehendes Pferd“ (19.45 Uhr) und im Delphin „Geliebte Jane“ (20 Uhr). Krygier: „Danach machen wir das Licht aus. Es wird ein stilles Ende geben.“ Vermutlich wird im Delphin nie wieder ein Film laufen. Das Cinemaxx wird das Büro ausräumen, um das Kino-Inventar wie Stühle, Leinwände und Technik gibt es einen Rechtsstreit mit der Union-Kino. Egal wie der ausgeht, Krygier sagt: „Nach uns kann ich mir kein Kino mehr im Delphin vorstellen.“ Sehr zum Bedauern von Delphin-Gründerin Ruth Liebich (91): „Ich bin traurig, dass das Kino schließt. Wir haben dort schöne Zeiten mit berühmten Schauspielern erlebt.“ aus: WAZ-online 31.10.2007