Finnentrop Schützenhof-Lichtspiele

Aus Kinowiki
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Geschichte

  • Los ging alles am 21.10.1954 mit dem Film „Pünktchen und Anton“: Das Pächter-Ehepaar Else und Hermann Arens erlebte in unmittelbarer Nachbarschaft der Festhalle die goldenen Zeiten der Schützenhof-Lichtspiele. Doch der immer größeren Zahl von Videotheken und dem „Pantoffelkino“ konnte sich auch das Finnentroper Lichtspielhaus nicht erwehren.
  • Im Juni 1985 fiel mit dem Film „Seitenstechen“ der vorerst letzte Vorhang.
  • Nach einigen Episoden in der weiteren Geschichte des Kinosaals, die Schützenchef Stefan Wintersohle heute mit einem Schmunzeln erzählen kann, fand sich erst 1990 wieder ein Betreiber. Alfons Neuhaus aus Drolshagen führte das Kino immerhin 14 Jahre durch alle Höhen und Tiefen. Der Kinofreak, der den Spielbetrieb nur durch sein großes Engagement aufrecht erhalten konnte, erlebte in dem riesigen Saal auch schon mal Vorführungen vor nur zwei Zuschauern.
  • Als Alfons Neuhaus im Januar 2005 aufgrund mangelnden Zuschauerzulaufs gezwungen war, den Spielbetrieb einzustellen, stand der Bürgerschützenverein vor der Frage, wie es mit der Zukunft der vereinseigenen Immobilie weitergehen soll. „Nach zahllosen Gesprächen kam für uns nur ein völlig neues Konzept mit der kompletten Überarbeitung der Einrichtung und Technik in Frage“, erinnerte sich Stefan Wintersohle am Dienstag im Rahmen einer Pressekonferenz an die ersten Verhandlungen mit finanzkräftigen Partnern.
  • Inzwischen präsentiert sich das Kino, das sein Nierentisch-Ambiente der 50er-Jahre zum Glück nicht eingebüsst hat, in einem völlig neuen Kleid. So wurde die komplette Heizungs- und Lüftungsanlage erneuert, die gesamte Elektroinstallation überarbeitet, alle Bodenbeläge und die Wandbespannung ausgetauscht und die Bühnenfläche, die zukünftig auch Kleinkunstabende ermöglichen soll, fast verdoppelt. „Die neue Bestuhlung, die auf 172 Plätze reduziert wurde, bietet jetzt auch endlich für mich genug Beinfreiheit“, resümierte Wintersohle. Dem Rotstrich fiel allerdings die alte Loge zum Opfer, die zur Vergrößerung des Gastronomiebereichs dem Foyer zugeschlagen wurde.
  • Mit der Gemeinde Finnentrop, der Stiftung der Sparkasse Finnentrop, der Filmstiftung NRW und der Kulturgemeinde Finnentrop e.V. hat der Bürgerschützenverein Partner mit im Boot, um die Baukosten von rund 140.000 Euro schultern zu können. Mit Dr. Burkhard Vohwinkel konnte ein Betreiber gefunden werden, der bereits Kino-Erfahrung mitbringt. Der Plettenberger, im Zivilberuf Zahnarzt, betreibt seit 2002 sehr erfolgreich die Weidenhof-Lichtspiele. Am 01. Februar 2007 soll mit „Die wilden Kerle 4“ im Bundesstart endlich wieder ein Film über die Leinwand flimmern. Seit gestern wird die komplette Technik wie Projektoren, Dolby-Surround-Tonanlage und die Leinwand im Cinemascope-Format durch eine Fachfirma eingebaut. Quelle: www.finnentrop.com
  • Nach der Renovierung liegt das Kino wohl brach, die Stadt hat keinen neuen Betreiber gefunden, der Saal wird nun als "Event-Kino" genutzt, d.h. als Live-Bühne. Die alte Homepage ist immer noch online, warum auch immer...

Bilder

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Foto: www.finnentrop.com

Weblinks

alte Webpräsenz der Schützenhof-Lichtspiele