Frankfurt Grand Palast

Aus Kinowiki
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  • Stadtteil: Innenstadt
  • Strasse: Reineckstr. 7-11
  • Bestand: 5.8.1955-1964/65
  • Plätze: 900 (1955)
  • Architekt: Gertrud und Richard Kaiser (1955)
  • Inhaber: David Taic/Grand-Hotel und Lichtspiele GmbH (1955-1956), Hessen-Film-Friedrich Wollenberg (1957-1960), Johannes Bernstein (1961-1964/65)

An der Konstabler Wache entstand nach den Plänen von Gertrud und Richard Kaiser ein Gebäude, in dem unter einem Dach der "Grand-Palast" und das "Grand-Hotel" angesiedelt waren. Für Frankfurt war diese Liaison in einem Neubau ein Novum. Der "Grand-Palast" bot Platz für 900 Personen und war für CinemaScope-Vorführungen geeignet. Im Saal standen die gelb bespannten Wände, der gleichfarbige Velourvorhang und die weinroten Polsterstühle kontrastreich zueinander. Nach Entwürfen von Prof. Wagenfeld entstanden die Dekkenbeleuchtung und die seitlichen Putzler-Leuchten. (Frankfurter Rundschau, 4. August 1955) Den ersten Film im Todd-AO-Verfahren, dem breitesten Breitwandverfahren mit erhöhter Allroundtonstärke, in Frankfurt (OKLAHOMA, Regie Fred Zinnemann) zeigte Friedrich Wollenberg im Mai 1958 im "Grand-Palast". Quelle: Deutsches Filmmuseum Frankfurt am Main

Frankfurt am Main ist um eine Attraktion reicher: In Friedrich Wollenbergs Grand-Palast an der Konstablerwache ist seit ein paar Tagen in jeder Vorstellung das Wunder der „Tanzenden Fontänen" zu bestaunen, erstmals als Beiprogramm zu dem Centfox-Film „Pulverdampf und heiße Lieder" zur Darbietung gebracht. Der Berliner Erfinder und Verleiher Otto Przystawik (Fontänenbau GmbH.) installierte die eindrucksvolle Anlage als vierte im Bundesgebiet. Die Frankfurter Wasserspiele, die in 16 Grundfiguren zur Ouvertüre von „Dichter und Bauer" farbenprächtig sprühen und das helle Entzücken des Publikums bilden, sind vom Grand-Palast für zunächst ein Jahr gepachtet. Die Kosten der Anlage betragen 82 000 DM; die entstehenden Pachtkosten werden durch einen geringfügigen Eintrittspreisaufschlag eingespielt. Der neue Film 11/1957