Frankfurt Roxy (Universal,Metropol)

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Geschichte

  • Die erste Vorstellung gab das "U.T." laut einer Hausbroschüre der Projektions-Aktien-Gesellschaft im Oktober 1909. Es war das dritte Lichtspieltheater in Frankfurt, das die Pagu eröffnete. Bereits 1911 wurde es als "Metropol" von der Hohenzollern-Theater AG übernommen. Am 17. Dezember 1912 meldete das 12. Polizeirevier zu einer anonymen Beschwerde, daß Kinder in mehreren Frankfurter Kinematographentheatern Eintritt in nicht für sie zugelassene Filme erhalten: "Die bisherigen Beobachtungen haben ergeben, daß die Beschwerde unbegründet und scheinbar ein Racheakt ist. Bei der am 6. Dezember 1912 erfolgten Übernahme der früher der Hohenzollern-Theater-Gesellschaft gehörigen Kinematographentheater Vilbeler Str. 29, durch die deutsche Kinematographen Gesellschaft in Coeln a/R, wurden durch den jetzigen Leiter dieses Theaters, Wilhelm Mäder, der auch gleichzeitig Leiter des Kinematographentheaters Drexel Lichtspiele ist, mehrere bis dahin tätig gewesene Angestellte entlassen, von denen einer den Brief aufgeschrieben haben dürfte, denn gerade in den beiden mitgenannten Theatern (...), die Wilhelm Mäder leitet, herrscht Ordnung (...)." (Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abt. 417, Nr. 418) Im Jahre 1934 übernahm Elisabeth Suderland das "Metropol" und eröffnete das Kino nach einem Umbau, bei dem u.a. die neueste "Klangfilm"-Tonanlage eingebaut wurde, als "Universal-Theater". Nach dem Zweiten Weltkrieg fand die erste Filmvorführung in diesem Kino am 16. November 1948 statt. Der Kommentator der "Frankfurter Rundschau" berichtete am 18.11.1948: "Viel persönliche Initiative, Fleiß und Mühe waren notwendig, um in der Vilbeler Straße aus Schutt und Trümmern das neue Roxy-Filmtheater entstehen zu lassen, das durch seine moderne und geschmackvolle Einrichtung den großstädtischen Ansprüchen vollauf gerecht wird. Es wurde am Dienstag mit dem französischen Kriminalfilm REISE OHNE HOFFNUNG eröffnet (...)." Nach der Schließung Ende März 1969 zog in die Räume des "Roxy" ein Möbelgeschäft ein. Quelle: Deutsches Filmmuseum Frankfurt am Main
  • Das Metropol-Theater , Besitzer Herr Probst, ist in die Hände von Herrn Andreas Windt übergegangen; Herr Windt ist der Bruder des vor einigen Wochen verstorbenen Besitzers der Großen Luna-Lichtspiele, Valentin Windt. Der Kinematograph Nr. 781 5. Februar 1922
  • Frankfurts „Roxy", in einem der wichtigsten Verkehrszentren der Mainmetropole gelegen und stets überbesucht, hat sich zugleich verschönt und erweitert. Architekt W. Steiner nutzte angrenzende Geschäftsräume und schuf hinter dem neuen, weit vorragenden neonbeleuchteten Vordach ein schmuckes Vestibül, in dessen Mitte eine moderne Kassenanlage zum glücklichen Blickfang wurde. Links und rechts führen über Stufenemporen Eingänge ins Theater, dessen Platzzahl von 334 auf über 400, jetzt überwiegend hochgepolstert, heraufgesetzt wurde.Die Besitzer Suderland können auf den in 10 Tagten bewerkstelligten Umbau mit Recht stolz sein: aus einem architektonischen Mauerblümchen wurde eine charmante kleine Prinzessin, der der Verleih sicher gern besondere Leckerbissen anbieten dürfte. Der neue Film 17/1952
  • Frankfurts „Roxy " in der Vilbeler Straße, dem das Besitzer-Ehepaar Suderland in stetem Bemühen um die Besucher ein echtes Stammpublikum gewonnen hat, ist seit kurzem völlig renoviert. Die Bühne wurde im Hinblick auf die im Einbau begriffene CinemaScope-Anlage erheblich verbreitert, was sich für die Gesamtwirkung des Zuschauerraumes architektonisch als außerordentlich günstig herausstellte. Die dekorative Neugestaltung, die die Firma Richard Herwegh, Wiesbaden, in den Farben Lila und Gold durchführte, wirkt im Schein der neuen Wandleuchten ausgesprochen intim. Der neue Film 10/1955
  • Nachdem vor kurzem das Frankfurter Roxy gänzlich renoviert und modernsten Ansprüchen entsprechend ausgestattet wurde, konnte inzwischen auch der Einbau einer CinemaScope-Anlage durchgeführt werden. Das geschäftstüchtige Besitzerehepaar Suderl and konnte zu Ostern in alleiniger Frankfurter Erstaufführung denWarner-Bros.-CinemaScope-Farbfilm „Der einsame Adler" erfolgreich anlaufen lassen. Der neue Film 31/1955

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