Frankfurt Royal (MGM)

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Foto: Copyright Ian Grundy

Geschichte

Das "MGM" war 1957 der erste Filmtheaterneubau einer amerikanischen Firma in Westdeutschland. Metro-Goldwyn-Mayer, deren Markenzeichen, ein brüllender Löwe, noch immer die Türen des "Royal" ziert, eröffnete das damals wie heute eleganteste Frankfurter Kino als Bestandteil eines Geschäftsgebäudes. Im Saal wurden die 879 Sessel, die sich auf dem ansteigenden Parkett und dem Rang verteilten, in einem Sitzabstand von nahezu einem Meter aufgestellt und die Wände mit schallschluckenden Platten isoliert. Das Foyer war mit Marmor verkleidet und einem zweifarbigen Terrazzo-Fußboden ausgelegt. Zur feierlichen Eröffnung lief einer der großen MGM-Erfolge: DIE OBEREN ZEHNTAUSEND mit Grace Kelly, Frank Sinatra und Louis Armstrong. Bei dem Umbau Anfang 1968 wurde der Stuhlabstand vergrößert und die Projektionseinrichtung auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Der Theatersaal-Plafond, Wände, Sessel, Teppich und der Vorhang - erstrahlte seitdem in dem bekannten Rot. Nach der Schließung 2003 wird der Kinosaal als Diskothek genutzt.
Quelle: Deutsches Filmmuseum Frankfurt am Main

2007 wurde das Royal-Kino abgerissen. faz.net

Kinodaten

  • Stadtteil: Innenstadt
  • Andere Namen: Metro-Goldwyn-Mayer (MGM)
  • Strasse: Schäfergasse 10
  • Bestand: 16.4.1957-23.5.2003
  • Plätze: 879 (1957), 721 (1968), 723 (1994)
  • Architekt: Max Meid und Helmut Romeick, Oberleitung: Hermann A. Wiener, USA (1957)
  • Inhaber: Metro-Goldwyn-Mayer (1957-1976), Olympic-FTB Heinz Riech & Sohn oHG (1976-2002), Liselotte Jaeger Filmtheater-Betriebe (30.4.2002-2003)

Das Kino war 1962 mit einer Philips 70 mm-Anlage ausgestattet.

Weblinks

Kinodaten