Frankfurt Süd-Palast

Aus Kinowiki
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Heutiger Zustand

Verändert erhalten, Nutzung Drogeriemarkt Street View

Geschichte

  • Daß sich in dem nüchternen Supermarkt am Schweizer Platz vor nicht allzu langer Zeit einmal ein Kino befand, läßt sich heute nur schwer nachvollziehen, wenn man seinen Einkaufswagen an den Regalen vorbeischiebt. Doch bei der Eröffnung, 1952, wurde die Raumausstattung des damaligen Kinos vom Vorsitzenden des Wirtschaftsverbandes der hessischen Filmtheater, Zimmermann, mit dem "Luxusfestsaal eines Ozeandampfers" verglichen. "In 99 Arbeitstagen wurde in Sachsenhausen Frankfurts 59. Filmtheater, der Süd-Palast, fertiggestellt. Nach den Plänen der Architekten Max Meid und Helmut Romeick (Frankfurt) entstand am Schweizer Platz ein repräsentativer Bau mit einer Fassade aus grauem und schwarzem Kunststein. Der Fußboden des intim-behaglichen Foyers besteht aus Lahn-Marmor, und eine Hinterwand ist mit mahagonifarbenem Liwa-Holz verkleidet. Der Zuschauerraum mit einem Fassungsvermögen von 650 Personen besticht durch kühne Linienführung und aparte Farbgebung. Die Wände sind zu einem Drittel mit hellem Holz bedeckt; darüber zieht sich gletscherblaue Bespannung, durch silberne Rhomben unterteilt. Ein sandfarbener Vorhang schließt zur Bühne hin den Raum ab. Grauviolette Ganzpolsterstühle (Firma Kamphöner) und eine silbergraue Decke fügen sich harmonisch in die dezente Farbenskala ein. Zwei Zeiß-Ikon-Ernemann-X-Bildtonmaschinen mit Dominarverstärker, Ikovox-Lautsprecherkombination und zwei Jovy-Gleichrichtern sorgen für eine tadellose Filmwiedergabe. Die eingebaute Warmluftheizung (Etna-Werke, Frankfurt) garantiert ein gutes Klima. (...)" (Frankfurter Rundschau, 12. Dezember 1952) Der Eröffnungsfilm war Das Haus des Lebens. Quelle: Deutsches Filmmuseum Frankfurt am Main
  • Mit dem in diesen Vorweihnachtstagen eröffneten „Süd-Palast" am Schweizerplatz in Sachsenhausen verfügt Frankfurt über 59 Filmtheater mit einem Gesamtplatzangebot von ca. 30 000 Sitzen. Der neue Zweckbau der Hausherren W. Kraushaar und J. Haring ist als rangloses Haus angelegt und faßt 650 Zuschauer. Die blaugraue Rautenpolsterung der Wände, nach oben von einer indirekten Lichtkehle abgeschlossen, wird von Beleuchtungskörpern in Gestalt fliegender Untertassen aufgelockert. Die durchweg hochgepolsterte Bestuhlung stammt von Kamphöner, Bielefeld. Im Vorführraum stehen Ernemann X. Das Haus ist mit einer doppelten Heizung (Gas und Warmwasser) ausgestattet. Die Architekten Meid & Romeick gaben dem Zuschauerraum, nach den Worten des Geschäftsführers des WdF-Hessen, Gustav Zimmermann, das Aussehen eines „Festsaales auf einem Luxusdampfer". Der Start erfolgte mit Schorchts „Haus des Lebens". Der neue Film 98/1952