Günzburger Lichtspielhaus

Aus Kinowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Geschichte

  • Am 27. November 1912 erteilte der Rat der Stadt Günzburg dem „Operateur“ Anton Schurr aus Ravensburg die Genehmigung zum Betrieb eines „beständigen Kinematographen“. Da der ursprünglich vorgesehene Saal des Gasthauses „Zur Krone“ (Marktplatz 24) im zweiten Obergeschoß lag und für Kinovorführungen aus feuerpolizeilichen Gründen ebenerdige Räume vorgeschrieben waren (die Zelluloidfilme, die im Projektor nahe an einem offenen Lichtbogen vorbeigeführt wurden, brannten im Unglücksfall wie Zunder), wich man auf ein Nebengebäude im Hinterhof der „Krone“ aus. Die alten Bauakten der Stadt Günzburg belegen, daß der Vorführraum 58 m² groß und 3,00 Meter hoch war. Anfänglich wurden mehrere kurze Streifen, sog. films, zu einem abwechslungsreichen Programm zusammengestellt.
  • 1914 wurde der Eingangsbereich durch drei Arkadenbögen ansprechender gestaltet, und 1922 stellte der neue Besitzer der „Krone“, wahrscheinlich aus gegebenem Anlass, einen Bauantrag zur Errichtung einer Bedürfnisanstalt für die Kinobesucher. Der Kinobetreiber hielt dies bis dahin nicht für notwendig, da die Vorstellungen weniger als zwei Stunden dauerten.
  • 1929 wurde der Vorführbetrieb eingestellt. [1]

Kinodaten

  • 1917
  • 1918 Kein Theater
  • 1920 Günzburger Lichtspielhaus, Marktplatz 10 (Sp. Sonntag) 140 Plätze Philipp Treutier; Ulm a. D. Olgastr. 74, Hth.
  • 1921 Günzburger Lichtspielhaus, Hauptstr. 10, Marktplatz 10 (Sonnabend u. Sonntag) 210 I: Ph. Treutier, Eßlingen a.N. Apothekerstraße 11.
  • 1924
  • 1925
  • 1926
  • 1927 Lichtspielhaus, Marktplatz 10. Inh: Ludwig Kirchmayr, Frauengäßchen 80. Sptg: Freitag bis Sonntag. Pr: Freitag. 120 PI.
  • 1928 Lichtspielhaus Günzburg, Marktplatz 24, Gr: 1912, Freitag bis Sonntag 120 I: Ludwig Kirchmayr, Günzburg, Frauengäßchen Nr. 2
  • 1929 Lichtspielhaus Günzburg, Marktplatz 24, Gr: 1912, 3 Tage 120 I: Ludwig Kirchmayr, Günzburg, Frauengäßchen 2
  • 1930 Lichtspielhaus Günzburg, Hauptstraße, Gr: 1912, 3 Tage, R, S, Kap: 2 M. 120 I: Ludwig Kirchmayr, Günzburg, Frauengäßchen 2