Ginsheim-Gustavsburg Kommunales Kino Mainspitze (Burg-Lichtspiele): Unterschied zwischen den Versionen

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*Start der „Burg-Lichtspiele“ 1947<br>Kurt Palm, ein gebürtiger Gustavsburger konnte nach dem zweiten Weltkrieg von dem MAN-Werk die ehemalige Notkapelle mieten, um dort ein Lichtspielhaus einzurichten. Am 26. März 1947 erhielt Kurt Palm durch die amerikanischen Besatzungsbehörden die Genehmigung, hier das Kino „Burg-Lichtspiele“ zu betreiben. Es war die erste Genehmigungsurkunde zur Eröffnung einen neuen Lichtspielhauses nach 1945. Kurt Palm Mauersteine holte von den Trümmergrundstücken in Mainz und schleppte sie in Rucksäcken und Taschen über die Behelfseisenbahnbrücke nach Gustavsburg. Den feuerfesten Vorführraum hat er selbst gemauert und darin zwei alte Kinomaschinen, die er in der französischen Besatzungszone aufgestöbert hatte, aufgebaut. Am 3. April 1947, Gründonnerstag, war es endlich soweit, dass die Burg-Lichtspiele ihre Pforten öffnen konnten. Das Kino verfügte über 280 Sitzplätze, der Eintrittspreis betrug 0,60 Reichsmark und gespielt wurde wochentags um 20.30 Uhr sowie sonntags um 15.00 Uhr, 17.00 Uhr, 19.00 Uhr und 21.00 Uhr. Die Spielfilme wurden von der Nachrichtenkontrolle der Militärregierung zugeteilt. Zunächst gab es nur amerikanische Filme mit deutschen Untertiteln zu sehen. Ab 1948 wurden auch deutsche oder österreichische Filme ohne politische Tendenz zur Vorführung zugeteilt.1952 baute Kurt Palm die Gaststätte Burgklause neben das Kino.
 
*Start der „Burg-Lichtspiele“ 1947<br>Kurt Palm, ein gebürtiger Gustavsburger konnte nach dem zweiten Weltkrieg von dem MAN-Werk die ehemalige Notkapelle mieten, um dort ein Lichtspielhaus einzurichten. Am 26. März 1947 erhielt Kurt Palm durch die amerikanischen Besatzungsbehörden die Genehmigung, hier das Kino „Burg-Lichtspiele“ zu betreiben. Es war die erste Genehmigungsurkunde zur Eröffnung einen neuen Lichtspielhauses nach 1945. Kurt Palm Mauersteine holte von den Trümmergrundstücken in Mainz und schleppte sie in Rucksäcken und Taschen über die Behelfseisenbahnbrücke nach Gustavsburg. Den feuerfesten Vorführraum hat er selbst gemauert und darin zwei alte Kinomaschinen, die er in der französischen Besatzungszone aufgestöbert hatte, aufgebaut. Am 3. April 1947, Gründonnerstag, war es endlich soweit, dass die Burg-Lichtspiele ihre Pforten öffnen konnten. Das Kino verfügte über 280 Sitzplätze, der Eintrittspreis betrug 0,60 Reichsmark und gespielt wurde wochentags um 20.30 Uhr sowie sonntags um 15.00 Uhr, 17.00 Uhr, 19.00 Uhr und 21.00 Uhr. Die Spielfilme wurden von der Nachrichtenkontrolle der Militärregierung zugeteilt. Zunächst gab es nur amerikanische Filme mit deutschen Untertiteln zu sehen. Ab 1948 wurden auch deutsche oder österreichische Filme ohne politische Tendenz zur Vorführung zugeteilt.1952 baute Kurt Palm die Gaststätte Burgklause neben das Kino.
 
*Kommunales Kino Mainspitze seit 1986<br>1986 erwarb die Gemeinde Ginsheim-Gustavsburg das Lichtspielhaus von den MAN Werken zunächst in Pacht, um ein kommunales Kino zu betreiben. Träger des Kinos waren die Volkshochschule Mainspitze und die Jugendpflege Ginsheim-Gustavsburg. 99 Plätze bot das Kino. Dienstag war Spieltag. Die Eintrittspreise lagen bei 4 DM (Senioren 2 DM). Text: Freunde des Kommunalen Kinos Mainspitze e.V.
 
*Kommunales Kino Mainspitze seit 1986<br>1986 erwarb die Gemeinde Ginsheim-Gustavsburg das Lichtspielhaus von den MAN Werken zunächst in Pacht, um ein kommunales Kino zu betreiben. Träger des Kinos waren die Volkshochschule Mainspitze und die Jugendpflege Ginsheim-Gustavsburg. 99 Plätze bot das Kino. Dienstag war Spieltag. Die Eintrittspreise lagen bei 4 DM (Senioren 2 DM). Text: Freunde des Kommunalen Kinos Mainspitze e.V.
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Version vom 26. Oktober 2009, 16:57 Uhr

Geschichte

  • 1899-1916 diente das Gebäude als Evangelische Notkapelle
  • 1916-1945 17 Jahre lang diente die Notkapelle ihrem eigentlichen Zweck. Nach dem Bau der heutigen evangelischen Kirche im Jahre 1916 wurde die Notkapelle zunächst als Kaserne für französische Besatzungssoldaten und 1921 bis zum zweiten Weltkrieg als Turnhalle genutzt.
    Unmittelbar nach dem zweiten Weltkrieg musste hier Unterricht gehalten werden, da die heutige Georg-August-Zinn-Schule für ein Jahr von amerikanischen Soldaten belegt war. Um diese Zeit herum wurden das Türmchen entfernt und die straßenseitige Fassade umgestaltet.
  • Start der „Burg-Lichtspiele“ 1947
    Kurt Palm, ein gebürtiger Gustavsburger konnte nach dem zweiten Weltkrieg von dem MAN-Werk die ehemalige Notkapelle mieten, um dort ein Lichtspielhaus einzurichten. Am 26. März 1947 erhielt Kurt Palm durch die amerikanischen Besatzungsbehörden die Genehmigung, hier das Kino „Burg-Lichtspiele“ zu betreiben. Es war die erste Genehmigungsurkunde zur Eröffnung einen neuen Lichtspielhauses nach 1945. Kurt Palm Mauersteine holte von den Trümmergrundstücken in Mainz und schleppte sie in Rucksäcken und Taschen über die Behelfseisenbahnbrücke nach Gustavsburg. Den feuerfesten Vorführraum hat er selbst gemauert und darin zwei alte Kinomaschinen, die er in der französischen Besatzungszone aufgestöbert hatte, aufgebaut. Am 3. April 1947, Gründonnerstag, war es endlich soweit, dass die Burg-Lichtspiele ihre Pforten öffnen konnten. Das Kino verfügte über 280 Sitzplätze, der Eintrittspreis betrug 0,60 Reichsmark und gespielt wurde wochentags um 20.30 Uhr sowie sonntags um 15.00 Uhr, 17.00 Uhr, 19.00 Uhr und 21.00 Uhr. Die Spielfilme wurden von der Nachrichtenkontrolle der Militärregierung zugeteilt. Zunächst gab es nur amerikanische Filme mit deutschen Untertiteln zu sehen. Ab 1948 wurden auch deutsche oder österreichische Filme ohne politische Tendenz zur Vorführung zugeteilt.1952 baute Kurt Palm die Gaststätte Burgklause neben das Kino.
  • Kommunales Kino Mainspitze seit 1986
    1986 erwarb die Gemeinde Ginsheim-Gustavsburg das Lichtspielhaus von den MAN Werken zunächst in Pacht, um ein kommunales Kino zu betreiben. Träger des Kinos waren die Volkshochschule Mainspitze und die Jugendpflege Ginsheim-Gustavsburg. 99 Plätze bot das Kino. Dienstag war Spieltag. Die Eintrittspreise lagen bei 4 DM (Senioren 2 DM). Text: Freunde des Kommunalen Kinos Mainspitze e.V.

1.7.85 Schließung: Burg-Theater Gustavsburg Inh.: Kuno Dreis aus: Das Filmtheater 1985

Bilder

Ginsheim-Gustavsburg Kommunales Kino .jpg
Foto ca 1991

Weblinks

zum Kino
www.allekinos.com