Hagen Metropolis-Filmpalast (Bali Bahnhof-Lichtspiele)

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Geschichte

Das ehem. Metropoliskino im Gebäude des Hauptbahnhofes - vielen noch als Bali-Kino in Erinnerung - schläft seit langer Zeit einen Dornröschenschlaf. 1952 eröffnete Horst Buchal das Kino „Bali“ (Bahnhoflichtspiele) und bot erstmalig Kinounterhaltung am laufenden Band. Nach ein paar Jahren wurden dann unter anderer Leitung für einige Zeit Lust und Vergnügen mit nackten Tatsachen angeboten. 1980 wurde das Kino erstmals geschlossen und für viele Jahre vergessen. Bis 1990 Heiner Kieft, der Schwiegersohn von Horst Buchal, die Kinolandschaft in Hagen modernisierte und das Kino im Bahnhof wieder entdeckte. Er war so angetan von dem im Stil der 1950er Jahre eingerichteten Kino, dass er genau dieses Ambiente in den Vordergrund seines Programmkinos stellte. Im Untergeschoss erweiterte er das Angebot durch die Kinosäle „Manhatten“, „Roma“ und „Casablanca“ sowie die Gastronomie „Fellinis“. Mit der Eröffnung des „Metropolis Filmpalastes“ begann eine schöne Zeit für das Kino. Der Mix aus anspruchsvoller Unterhaltung im alten Kinosaal und topaktuellen Filmen in den anderen Kinos sowie die integrierte Bar gefiel nicht nur den Hagenern, sondern lockte auch viele Auswärtige. Aber auch diese Zeit ging vorbei und 2002 wurde der Palast aus wirtschaftlichen Gründen wieder geschlossen. Zum "Tag des offenen Denkmals" wurden im September 2009 als einmalige Gelegenheit noch einmal Stummfilme mit Dick & Doof vorgeführt. Der große Saal, in dem von der einstmals leichtbeschwingten Ausstattung noch Türen, gepolsterte Wände mit Vorhängen, die Vorführ-Empore und die seitlichen Balkone mit Brüstungsgittern und hohen Tütenlampen erhalten sind, konnte besichtigt werden, ebenso der geschwungene Treppenaufgang und das Kassenhäuschen. Deutsche Stiftung Denkmalschutz 2009 „Doppelpremiere im Hauptbahnhof. Neuer Wartesaal und Bahnhofslichtspiele, Schmuckstücke für Hagen”. So vollmundig titelten die Zeitungen am 3. September 1954 zur Eröffnung des Bali-Kinos. „Das Gebäude gehört der Bahn, Pläne dafür gibt es aber leider keine, da es keinen Investor gibt.” Angestaubtes Bali hat noch Charme | WR.de - Westfaelische Rundschau


Die Inhaberin der Gallus-Lichtspiele und des Central-Theaters in Frankfurt, Frau Anna Buchal, eröffnete im Hagener Bahnhofsgebäude das Bali-Theater mit rund 500 Sitzplätzen. Die Entwürfe für das über dem neuen Warteraum gelegene Filmtheater stammen von Architekt Prof. Paitan. Im Zuschauerraum schaffen olivgrüne Wandverkleidungen, ein geschmackvoller — die CinemaScope-Bildwand verdeckender — Bühnenvorhang und die bequeme mit hellroten Bezügen gepolsterte Bestuhlung (Heinrich Kamphöner) eine intime Atmosphäre. Die moderne technische Einrichtung mit zwei Ernemann X-Projektoren und einer Uniphon-Tonanlage mit dem entsprechenden Lautsprechersystem zur Übertragung des vierkanal-stereophonischen Magnettons installierte UFA- Handel, Frankfurt. Der neue Film 79/1954

Kinodaten

  • 1956 Bali Im Hauptbahnhof, Tel: 7222, Postanschr: Postfach, Vers.-Bf: -Hbf, I: Horst Buchal, Priv.-Anschr: Frankfurt/M., Schumannstr. 52a, Gf: Bernhard Fischer Pl: 500, Best: Kamphöner, 7Tg, 9-17 Kurzfilmprogramme, 21 Hauptfilmvorstellungen, tön. Dia, App: Ernemann X, Verst: Uniphon, Bild- u. Tonsyst: Breitwand, CinemaScope m. 4-Kanal-Magnetton
  • 1957 Bahnhof-Lichtspiele Im Hauptbahnhof, Tel: 7222 Vers.-Bf: Hbf., I: Horst Buchal, Gf: Bödeker PI: 550, Best: Kamphöner, Hochpolster, 7 Tg., 3 Spätvorst., tön. Dia, App: Ernemann, Lautspr. Uniphon, Bild- u. Tonsyst: CS 4 KM, Gr.-Verh: 1:2,55
  • 1958 Bahnhof-Lichtspiele Im Hauptbahnhof, Tel: 7222, Vers.-Bf: -Hbf., I: Horst Buchal, Gf: Bödeker PI: 550, Best: Kamphöner, Hochpolster, 7 Tg., 3 Spätvorst., tön. Dia, App: Ernemann, Verst: Uniphon, Lautspr: Üniphon, Bild- u. Tonsyst: CS 4 KM, Gr.-Verh: 1 -.2,55
  • 1959 Bahnhof-Lichtspiele Im Hauptbahnhof, Tel: 27222, Vers.-Bf: -Hbf, I: Horst Buchal, Gf: Bernh. Fischer PI: 550, Best: Kamphöner, Hochpolster, 7 Tg, 3 Spätvorst, tön. Dia, App: Ernemann. Verst: Uniphon, Lautspr: Üniphon, Bild- u. Tonsyst: CS 4 KM, Gr.-Verh: 1:2, 55
  • 1960 Bahnhof-Lichtspiele Im Hauptbahnhof, Tel: 27222, Vers.-Bf: -Hbf, I: Horst Buchal, Gf: Bernh. Fischer Pl: 550, Best: Kamphöner, Hochpolster, 7 Tg, 3 Spätvorst, tön. Dia, App: Ernemann, Verst: Uniphon, Lautspr: Uniphon, Bild- u. Tonsyst: CS 4 KM, Gr.-Verh: 1:2,55
  • 1961 Bahnhof-Lichtspiele Im Hauptbahnhof, Tel: 27222, Vers.-Bf: -Hbf, I: Horst Buchal, Gf: Bernh. Fischer PI: 550, Best: Kamphöner, Hochpolster, 7 Tg, 3 Spätvorst, tön. Dia-N, App: Ernemann, Lichtquelle: Xenon, Verst: Uniphon, Lautspr: Uniphon, Bild- u. Tonsyst: Sc, 1 KL, 4 KM, Gr.-Verh: 1:2,55
  • 1962 Bahnhof-Lichtspiele Im Hauptbahnhof, Tel: 27222, Vers.-Bf: -Hbf., I: Horst Buchal, Gf: Bernh. Fischer PI: 550, Best: Kamphöner, Hochpolster, 7 Tg, 3 Spätvorst, tön. Dia-N, App: Ernemann, Lichtquelle: Xenon, Verst: Uniphon, Lautspr: Uniphon, Bild- u. Tonsyst: Sc, 1 KL, 4 KM, Gr.-Verh: 1:2,55
  • 1971 Bali im Hauptbahnhof T: 2 27222 Horst Buchal 350 P. Post: Postfach 1045
  • 1993 Casablanca, DO, 130 Plätze, Manhattan, DO, 150 Plätze, Metropolis, DOSR, 350 Plätze, Roma, 82 Plätze, 58089 Hagen, Im Hauptbahnhof, Inh: Buchal, Horst GmbH & Co KG - FTB, 58091 Hagen, Eilper Str. 78
  • 1995 Casablanca, DO, 150 Pl. Manhattan, DO, 130 Pl. Metropolis, DO SR, 350 Pl. Roma, DO, 82 Pl. 58089 Hagen, Im Hauptbahnhof Tel.: 02331/23735 Inh.: Buchal FTB GmbH & Co KG, 58091 Hagen, Eilper Str. 78