Halle Schauburg-Lichtspiele

Aus Kinowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Geschichte

Eingang Schauburg (2013)

Schauburg, ehemals Radfahrbahn mit Sporthotel

  • Schauburg-Lichtspiele Große Steinstr. 27/28, 1927-1963
  • 1938 Renovierung
  • 1945 Wiedereröffnung nach Kriegsende
  • 1955/56 Renovierung [1]

Die Schauburg-Lichtspiele konnten als größtes hallesches Kino ausgerechnet im Krisenjahr 1927 ihren Betrieb aufnehmen. 1200 Zuschauern bot das Haus in der Großen Steinstraße 27/28 Platz. Das Schauburg-Gebäude, ehemals ein Velodrom, war etwas in den Hof eingerückt und hatte früher zum Sport-Hotel Dietrich gehört, das schon 1918 in Folge des Ersten Weltkriegs schließen musste. Die Preise für die Schauburg-Vorführungen lagen aufgrund der "schweren wirtschaftlichen Verhältnisse" zwischen einer und drei Mark - wobei der Höchstpreis für Separatlogen galt, die gerne von Liebespaaren angemietet wurden. 1938 wurde die Schauburg innen von Grund auf umgebaut und kostbar ausgestattet - unter anderem mit goldenen Leisten und einer Frischluftanlage. Nach dem Krieg konnten die Schauburg-Lichtspiele schon im Juli 1945 ihren Betrieb wieder aufnehmen - denn auch die sowjetische Besatzungsmacht hielt den Film für ein wichtiges Medium. 1955/56 wurde das Haus wieder aufwändig renoviert und zum Breitwandkino mit einer 14 Meter breiten Leinwand umgebaut. Schon im Oktober 1963 wurde die Schauburg endgültig geschlossen und diente fortan als "Internationales polytechnisches Seminar", Konsultationszentrum für die Konsumgüterproduktion und Geschäft für Oberbekleidung. Heute ist es eine zugemauerte Ruine. mz, 06.03.2003

Im Jahr 2011 gab es Aktivitäten mit dem "Verein zur Förderung der freien Kulturlandschaft Sachsen-Anhalts" e.V. zur Reaktivierung des Schauburg-Geländes. Der Innenhof wurde für kulturelle Veranstaltungen als SchauGarten hergerichtet und genutzt. Das Projekt wurde jedoch im gleichen Jahr eingestellt. Zum Tag des Offenen Denkmals 2011 konnte man auch einen Blick in die Schauburg werfen. Das Eigentümer-Ehepaar Bredehorn-Mayr, erwarb die Schauburg im Jahr 2010, um sie vor dem Abriss zu retten. [2]

Kinodaten

  • 1928 Schauburg, Große Steinstraße 27/28, Gründung 1927, täglich, 1100 Plätze, Inhaber: Rud. Hovander, Leipzig
  • 1929 Schauburg, Große Steinstraße 27/28, F: 29832, Gründung 1927, täglich, 1100 Plätze, Inhaber: Rud. Hovander, Leipzig
  • 1930 Schauburg, Große Steinstraße 27/28, F: 29832, Gründung 1927, täglich, Kap: 10 M, 1100 Plätze, Inhaber: Rud. Hovander, Leipzig
  • 1932 Schauburg, Große Steinstraße 27/28, F: 26183, Gründung 1927, täglich, Bühne: 10x3m, T-F: Klangfilm, 1060 Plätze, Inhaber: Dir. Max Künzel. Leipzig-Eutritzsch, Gf: Dir. Gotthold Künzel
  • 1933 Schauburg, Große Steinstraße 27/28, F: 26183, Gründung 1927, täglich, Bühne: 10x3m, T-F: Klangfilm, 1060 Plätze, Inhaber: M.-K.-Theater, Max Künzel. Leipzig, Gf: Dir. Gotthold Künzel
  • 1934 Schauburg, Große Steinstraße 27/28, F: 26183, Gründung 1927, täglich, Bühne: 10x3m, T-F: Klangfilm, 1060 Plätze, Inhaber: M.-K.-Theater, Max Künzel, Leipzig, Gf: Dir. Gotthold Künzel
  • 1937 Schauburg, Große Steinstraße 27/28, F: 26183, Gründung 1927, täglich, Bühne: 10x3m, 1058 Plätze, Inhaber: M.-K.-Theater, Max Künzel, Leipzig, Mörikestraße 11
  • 1938 Schauburg, Große Steinstraße 27/28, F: 26183, Gründung 1927, täglich, Bühne: 10x3m, 1058 Plätze, Inhaber: M.-K.-Theater, Max Künzel, Leipzig
  • 1939 Schauburg, Große Steinstraße 27/28, F: 26183. Gr: 1927, Inh: M-K.-Theater. Max Künzel, Leipzig N 21, 1047 Plätze, täglich.
  • 1940 C.-T. Schauburg, Große Steinstr. 27/28, F: 26183, Gründung: 1.12.1929, 1057 Plätze, täglich, Inhaber: Max Künzel, Leipzig, Gf: Direktor Gotthold Künzel, Halle
  • 1941 C.-T. Schauburg, Große Steinstraße 27/28, F: 26183, Gründung: 1.12.1929, 1057 Plätze, täglich, Inhaber: M. K. Theater Max Künzel, Leipzig, Geschäftsführer: Direktor Gotthold Künzel, Halle
  • 1950 Steintor-Lichtspiele

Weblinks