Hamburg Bahnhof-Theater (City-Theater)

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Geschichte

City-Theater im Bieberhaus (1912)

Unmittelbar am Hauptbahnhof steht das Bieberhaus. Es wurde 1909 nach Plänen der Architekten Johann Gottlieb Rambatz und Wilhelm Jollasse als Eisenbetonkonstruktion mit einer Kunstsandsteinfassade erbaut und steht unter Denkmalschutz. [1]

Von 1910 bis Anfang der 20er Jahre befand sich an der Gebäudeseite zur Kirchenallee hin das Bahnhof-Theater. Es verfügte über einen direkten Zugang zum Bieber-cafe. Anfangs wurde es City-Theater genannt (Der Inhaber: Heinrich G. Hodermann. Die Direktion: Hermann Stange), ab 1914 dann Bahnhof-Theater. Bei Umbauten des Cafes 1934 wurden die Überbleibsel des Lichtspieltheaters entfernt.


  • Neues Kinematographentheater in Hamburg. In dem neuerstandenen, grosstädtischen gewaltigen Bau, dem "Bieber-Haus" befindet sich auch ein neues Kinematographentheater, das mit allem Komfort ausgestattet ist. Das "City-Theater" ist die neueste Schöpfung des Inhabers des "Jardin des Fleurs" und der "Wall-Konditorei" am Neuenwall, Herrn Heinrich E. Hodermann. Das City-Theater ist ein kinematographisches Theater höchster Vollendung, das nach Angabe des Herrn Direktors Herm. Stange, Stiefsohn des Inhabers, dem auch die Leitung des Etablissements untersteht, entworfen ist. Die Programme wechseln jede Woche. Der Kinematograph 159/1910
  • Nun ist Ecke Kirchenstrasse und Hochmannplatz in direkter Verbindung mit dem Bieber-Café von Herrn C. Hollermann ein Theater lebender Photographien eröffnet worden. Es finden etwa 500 Personen darin Platz und ist das Interieur im Barockstil gehalten. Die Eichentäfelung ist dunkel und bildet mit dem Grün und Gold der Stoffschonung der Wände und Pfeiler ein harmonisches Ganze. Das auffallendste sind die kostbaren Beleuchtungkörper, die den eleganten Eindruck, den dies Theater macht, noch erhöhen. Man muss sich wundern, welches Raffinement erreicht worden ist, um so komplizierte und dekorative Beleuchtungskörper herzustellen. Welch' ein Kontrast gegen die früheren Leuchtkörper und die heutigen. Der Zuschauerraum ist geteilt und zwar in ein erstes, zweites und drittes Parkett. Diese sind einzeln wieder durch eine Barriere voneinander getrennt. Jeden Sonnabend wechselt das Programm; es zeigt wie alle Theater, abwechselnd ernste, humoristische und wissenschaftliche Lichtbilder. In diesem Theater wird jeder Besucher voll und ganz auf seine Rechnung kommen. Neues aus Hamburg 1910

Kinodaten

  • 1918 Bahnhofs-Theater, Hachmannplatz 1-3, F: Nordsee 3508, 484 Plätze, Inh: Ernst Paulisch, Blankenese
  • 1920 Bahnhof-Theater, 1, Hachmannplatz 1-3, F: Nordsee 3508, Gegr 1900, täglich, 480 Plätze, Inh: Ernst Paulisch, Blankenese
  • 1921 Bahnhof-Theater, Hachmannsplatz 1/3, F: Nordsee 3508, Gr: 1910, täglich, 470 Plätze, Inh: Ernst Paulisch, Blankenese

Weblinks