Hamburg Emelka-Palast

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Geschichte

Am 30. März 1928 wurde der Emelka-Palast an der Osterstraße 124 in Eimsbüttel eröffnet. Er verfügte über fast 1500 Sitzplätze und wurde von der Lichtspiel-Theater GmbH im Emelka-Konzern betrieben. Errichtet wurde das Großkino nach Plänen des Architekten Karl Schneider für die Münchner Lichtspielkunst MLK AG. Im Innenraum befanden sich Wandmalereien von Hinrich Groth und die ungewohnte Lichtgestaltung durch Naum Slutzky, während die Fassade eher sachlich gestaltet war. Durch seine Größe und innere Gestaltung bekam er im Volksmund den Namen "Palazzo Prozzo". Ein Jahr nach Eröffnung wurde auf Tonfilm umgestellt, zuvor liefen nur Stummfilme in Begleitung eines Orchesters mit 12 Mann. Das Kino wurde im Zweiten Weltkrieg 1943 zerstört und brannte aus. 1953 wurde das Gebäude wieder aufgebaut und ein Tonstudio zog ein. Seit 2002 befindet sich dort nun ein Supermarkt in den Karl-Schneider-Passagen, im Vorderhaus ein Telefonladen und Schuhgeschäft. Streetview Luftaufnahme des Saalkörpers.

Als Ersatz für den zerstörten Emelka-Palast wurde 1955 nach Plänen des Architekten Hans Holthey in der Osterstraße 95 ein neues Kino errichtet. Es war mit 874 Plätzen etwas kleiner. Das Kino wurde 1969 geschlossen und zu einem Supermarkt umgebaut. Heute befindet sich ein Drogeriemarkt darin. Streetview Der große Saalbau ist auf der Luftaufnahme gut erkennbar.


Die Filmtheater-Gesellschaft Hans Struckmeyer und W. Behricke eröffnete in Hamburg-Eimsbüttel den Emelka-Palast. Architekt Hans Th. Holthey entwarf die Pläne und baute ein geschmackvolles Theater, das 875 Personen Platz bietet. Die Wände sind zur Hälfte mit einer hellen Holzverschalung versehen, darüber bis zur Decke mit einer rotgetupften Wandbespannung. Die 14 Meter breite Bühne begrenzt ein roter Vorhang. Das bequeme Polstergestühl lieferte Kamphöner, Bielefeld, die Be- und Entlüftungsanlage stammt von der Firma Deicke & Kopperschmidt, Hannberg. Im Vorführungsraum stehen zwei Ernemann X, die technische einschließlich der elektro-akustischen Einrichtung wurde von UFA-Handel durchgeführt Die Vorführung ist für Cinemascope und alle Bildformate sowie Vierkanal-Magnetton eingerichtet. Eine Vorführung des Centifox-Films „Vesuv-Express" demonstrierte die ausgezeichnete Akustik des neuen Hauses. Der Emelka-Palast entstand für das im Jahre 1928 in dieser Gegend gebaute und 1943 zerstörte Theater gleichen Namens. Neben dem Passage-Theater und den Kammerlichtspielen verfügt die Filmtheater-Gesellschaft Hans Struckmeyer und Behncke nun wieder über drei Häuser. Der neue Film 2/1956

Kinodaten

  • 1929 Emelka-Palast, Osterstraße 124, F: Alster 9019, Gr: 1928, täglich, 1460 Plätze, Inh: Lichtspiel-Theater GmbH, im Emelka-Konzern
  • 1930 Emelka-Palast, Osterstraße 124, F: Alster 9019, Gr: 1928, täglich, Kap: 12 M, 1500 Plätze, Inh: Lichtspiel-Theater GmbH, im Emelka-Konzern, Gf: Max Dillon
  • 1931 Emelka-Palast, Osterstraße 124, F: Alster 9019, Gr: 1928, täglich, Kap: 12 M, T-F: Klangfilm, 1500 Plätze, Inh: Lichtspiel-Theater GmbH im Emelka-Konzern, Gf: Max Dillon
  • 1932 Emelka-Palast, Osterstraße 124, F: 541309, Gr: 1928, täglich, T-F: Klangfilm, 1500 Plätze, Inh: Lichtspiel-Theater GmbH, im Emelka-Konzern, Gf: Max Dillon
  • 1933 Emelka-Palast, Osterstraße 124, F: 541309, Gr: 1928, täglich, T-F: Klangfilm, 1500 Plätze, Inh: Lichtspiel-Theater GmbH, Gf: Max Dillon
  • 1934 Emelka-Palast, 19, Osterstr. 124, F: 541309, Gr: 1928, täglich, T-F: Klangfilm, 1461 Plätze, Inh: Lichtspiel-Theater GmbH, Gf: Max Dillon
  • 1937 Emelka-Palast, 19, Osterstr. 124, F: 541309, Gr: 1928, täglich, 1461 Plätze, Inh: Filmtheater-Ges. Hans Struckmayer & Behncke
  • 1938 Emelka-Palast, 19, Osterstr. 124, F: 541309, Gr: 1928, täglich, 1461 Plätze, Inh: Filmtheater-Ges. Hans Struckmayer & Behncke
  • 1940 Emelka-Palast, 19, Osterstraße 124, F: 541309, Gr: 1928, 1461 Plätze, täglich, Inh: Filmtheater-Ges. Hans Struckmeyer & Behncke
  • 1941 Emelka-Palast, 19, Oslerstraße 124, F: 541309, Gr: 1928, 1461 Plätze, täglich, Inh: Filmtheater-Ges. Hans Struckmeyer & Behncke, Gf: Carl Nolle
  • 1949-1955 kein Eintrag
  • 1956N Emelka-Palast, Osterstr. 95, Tel: 407704, P: Filmtheater-Gesellschaft Hans Struckmeyer & Behncke, Pl: 874, Best: Kamphöner, Hochpolster, 7 Tg., 21 V., 1 Jugend-Vorst., App: Ernemann X, Verst: Klangfilm, Bild- u. Tonsyst: CinemaScope, 4-Kanal-Magnetton, Bildw.-Abm: 12,2x4,85, Bühne: 16x3
  • 1957 Emelka-Palast -19, Osterstr. 95, Tel: 407704, P: Filmtheater-Gesellschaft Hans Struckmeyer & Behncke, Gf: Herr Hattendorf, Pl: 875, Best: Kamphöner, Hochpolster, 7 Tg., 21 V., tön. Dia, App: Ernemann X, Verst: Klangfilm, Lautspr: Klangfilm, Bild- u. Tonsyst: CS 4 KM, Gr.-Verh: 1:2,55, Th., O.
  • 1958 Emelka-Palast -19, Osterstr. 95, Tel: 407704, P: Filmtheater-Gesellschaft, Hans Struckmeyer & Behncke, Gf: Otto Hattendorf, Pl: 874, Best: Kamphöner, Hochpolster, 7 Tg, 21 V, tön. Dia, App: Ernemann X, Verst: Klangfilm, Lautspr: Klangfilm, Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL u. 4 KM, Gr.-Verh: 1:2,35, 1:2,55, Th., O.
  • 1960 Emelka-Palast -19, Osterstr. 95, Tel: 407704, P: Filmtheater-Gesellschaft, Hans Struckmeyer & Behncke, Gf: Otto Hattendorf, PI: 874, Best: Kamphöner, Hochpolster, 7 Tg, 21 V, tön. Dia, App: Ernemann X, Lichtquelle: Becklicht, Verst: Klangfilm, Lautspr: Klangfilm, Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL u. 4 KM, Gr.-Verh: 1:2,35, 1:2,55
  • 1961 Emelka-Palast -19, Osterstr. 95, Tel: 407704, P: Filmtheater-Gesellschaft, Hans Struckmeyer & Behncke, Gf: Otto Hattendorf, PI: 874, Best: Kamphöner, Horhpolster, 7 Tg., 21 V, tön. Dia-Br, App: Ernemann X, Lichtquelle: Becklicht, Verst: Klangfilm, Lautspr: Klangfilm, Bild-u. Tonsyst: Sc, 1 KL, 4 KM, Gr.-Verh: 1:2,55, Schwerhörigenanlage
  • 1962 Emelka-Palast -19, Osterstr. 95, Tel: 407704, Inh: Filmtheater-Gesellschaft, Hans Struckmeyer & Behncke KG, Gf: Otto Hattendorf, PI: 874, Best: Kamphöner, Hochpolster, 7 Tg, 21 V, tön. Dia-N, Br, Sc, App: Ernemann X, Lichtquelle: Becklicht, Verst: Klangfilm, Lautspr: Klangfilm, Bild- u. Tonsyst: Sc, 1 KL, 4 KM, Gr.-Verh: 1:2,55, Schwerhörigenanlage

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