Hamburg Grindel-Filmtheater

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Geschichte

Am 25. November 1959 fand die Eröffnung des neuen Grindel-Filmtheaters mit dem Pallas-Film „Im Zeichen Roms" statt, bereits im Frühjahr 1960 lief der 70mm-Film „Windjammer". Das von den Architekten Joachim Glüer und Gerd W. Blaettchen geplante Premierenkino verfügte über einen großen Saal mit 753 Sitzplätzen und war mit aktueller Kinotechnik ausgestattet, konnte 70mm Filme zeigen und auch Todd-AO. Im Januar 1963 wurde die nun gebogene Leinwand auf 27x10 Meter vergrößert und der Cinerama-Film "Das war der Wilde Westen" vorgeführt. In den 70er Jahren liefen auch Filme mit Sensurround-Ton. 1970/71 wurde das Foyer mit einem Bürohaus überbaut, das sich in den Straßenzug einfügte.

1975 übernahm Heinz Riech das Filmtheater und gliederte es in die UFA-Gruppe ein. Bis 1980 baute er 2 kleinere Kinosäle ein, wofür das zuvor großzügige Foyer genutzt wurde. 1995 verschwanden diese beiden Säle wieder, stattdessen wurden in einem Anbau auf dem Hof nach Plänen von Gerd W. Blaettchen 5 neue Kinosäle errichtet. Als das City am Steindamm im Sommer 2001 schloss, übernahm das Grindel die Vorführung englischsprachiger Originalfassungen, ab 2005 dann ausschließlich. Mit der Insolvenz der Ufa-Filmtheater AG übernahm zum 1. April 2003 die Cinestar-Gruppe das Grindel, gab es aber im September 2004 an den Insolvenzverwalter zurück. 2006 wurde das Vorderhaus mit dem Foyer und dem großen Saal an eine Immobiliengesellschaft verkauft, darauf folgte 2007 durch eine Zwangsversteigerung auch der Anbau mit den restlichen Sälen. Mit Digitalprojektion und erneuerter Bestuhlung wurde noch in das Kino investiert, auch 3D-Filme wurden gezeigt. Am 26. März 2008 lief trotz allem im Grindel die letzte Vorstellung.

Claudia und Wolfram Weber, Betreiber des Cinecitta in Nürnberg, wollten das Grindel im Jahr 2008 kaufen, ausbauen und wieder eröffnen. Die Immobiliengesellschaft erachtete das vorgelegte Konzept jedoch als nicht tragfähig genug. Zur Eröffnung kam es deshalb nicht mehr, am 28. Dezember 2008 begann der Abriss des Hauses. Sitze, Leinwände und Projektoren waren zuvor nach Serbien (Belgrad) verkauft worden. Das hintere Grundstück der früheren Kinosäle wurde dann 2009 mit Wohnhäusern neu bebaut, das Foyer zum Drogeriemarkt umgebaut.


  • Dieser Tage wurde in unmittelbarer Nachbarschaft der zwölf städtebaulich beispielgebenden Hamburger Grindel-Hochhäuser, in denen 6000 Menschen wohnen, das Grindel-Filmtheater als Erstaufführungshaus eröffnet. Bauherr ist die Grundstücksgeselischaft Hamburger Haus, deren Hauptgesellschafter Oskar-Peter Freiberger das Theater „betreuen" wird, womit ein vielversprechender Anfang gemacht ist. Das neue Kino, erbaut von Architekt Jo Glühr, hat 756 Plätze. Der geringste Reihenabstand beträgt 1 m, der weiteste 1,30 m. Die Leinwand ist 9x20 m groß. Die kinotechnische Ausrüstung lieferte die Kino-Technik Walter Lange, Hamburg-Hannover. Das Gestühl kommt von Schröder & Henzelmann, Bad Oeynhausen. Die Täfelung des Theater-Raumes, aus Senn-Esche und Markassa-Holz, wirkt außerordentlich großzügig. Als Vorhang wählte man einen Hochrips-Stoff, auf dem im Goldenen Schmitt ein blauer Streifen angebracht wurde. Eröffnet wurde das Theater mit dem Pallas-Film „Im Zeichen Roms", woraus nach den Worten Oskar-Peter Freibergers allerdings nicht auf das künftige Programm geschlossen werden sollte. Im Frühjahr wird im Grindel-Filmtheater „Windjammer" gezeigt. Begrüßt wurden die Premierengäste durch den Nachrichtensprecher des Norddeutschen Rundfunks, Gert Ribatis, der in seiner Conference an den Erfinder des Films, Louis Lumiere, erinnerte. Als Vertreter der Behörden war Bezirksamtsleiter Dr. Sieg erschienen, der dem Unternehmen einen vollen Erfolg wünschte. Nach der Vorführung trafen sich die Gäste bei einem Empfang in einem Restaurant im Keller des Theaters, zu dem auch sechs doppelbahnige Kegelbahnen, eine Keller-Garage und ein großer Parkplatz gehören werden. Der neue Film 97/1959
  • 12.12.80 Neueröffnung: Grindel Filmtheater 2+3, Hamburg Olympic FTB Heinz Riech & Sohn oHG aus: Das Filmtheater 1981
  • Der UFA-Palast war zum 01. April 2003 von Cinestar (Neue Fimpalast GmbH & Co.KG) übernommen worden, wurde aber im September 2004 an den Insolvenzverwalter der UFA zurückgegeben. [1]

Kinodaten

Das Kino war 1962 mit einer Zeiss Ikon 70 mm-Anlage ausgestattet.

  • 1960 Grindel-Filmtheater -13, Grindelberg 7a, Tel: 449333 (Büro 454111), Inh: Oskar Peter Freiberger, Gf: Gerhard Becker, PI: 753, Best: Schröder & Henzelmann, Hochpolster, 7 Tg, 21 V, 1 Mat.-Vorst, tön. Dia, App: Zeiss Ikon, Verst: Zeiss Ikon Dominar, Lautspr: Ikovox D, Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL, Cinerama, Todd AO (9X20) bis 6 KM, Gr.-Verh: 1:2,35, 1:2,55, Var, O.
  • 1961 Grindel-Filmtheater -13, Grindelberg 7a, Tel: 449333 (Büro 454111), Inh: Oskar Peter Freiberger, Gf: Gerhard Becker, PI: 753, Best: Schröder & Henzelmann, Hochpolster, 7 Tg, 21 V, 1 Mat.-Vorst, tön. Dia, App: Zeiss Ikon, Verst- 7eiss Ikon Dominar, Lautspr: Ikovox D, Bild- u. Tonsyst: Sc, 1 KL, 6 KM, Todd AO, Cinerama, Gr.-Verh: 1:2,55
  • 1962 Grindel-Filmtheater -13, Grindelberg 7a, Tel: 449333 (Büro 454111), Inh: Oskar Peter Freiberger, Th.-Ltr: Ernst Pohl, PI: 753, Best: Schröder & Henzelmann, Hochpolster, 7 Tg, 21 V, 1 Mat.-Vorst, tön. Dia-N, Br, Sc, App: Zeiss Ikon 70mm, Lichtquelle: Xenon, Verst: Zeiss Ikon Dominar, Lautspr: Ikovox D, Bild- u. Tonsyst: Sc, 1 KL, 6 KM, Todd AO, Cinerama, Gr.-Verh: 1:2,55
  • 1971 Grindel-Filmtheater -13, Grindelberg 7a, T: 449335/4, Inh: Dt. Cinerama GmbH, München, Gf: Freiherr v. Stein, 771 Plätze
  • 1991 Grindel 1-THX, DOSR, 740 Plätze, Grindel 2, 140 Plätze, Grindel 3, 90 Plätze, Hamburg, Grindelberg 7 a, Tel. 040/449333, Inh. Olympic-FTB Heinz Riech & Sohn oHG, Graf-Adolf-Str. 96, 4000 Düsseldorf 1
  • 1992 Grindel 1-THX, DOSR, 740 Plätze, Grindel 2, 140 Plätze, Grindel 3, 90 Plätze, Hamburg, Grindelberg 7 a, Tel. 040/449333, Inh. Olympic-FTB Heinz Riech & Sohn oHG, Graf-Adolf-Str. 96, 4000 Düsseldorf 1
  • 1993 Grindel 1, DOSR/THX, 711 Plätze, Grindel 2, 145 Plätze, Grindel 3, 104 Plätze, 20144 Hamburg, Grindelberg 7a, Tel. 040/449333, Inh: Ufa-Theater AG, 40210 Düsseldorf, Graf-Adolf-Str. 96
  • 1995 Grindel, Saal 1, DO SRD/THX, 675 Plätze, Saal 2, DO SR, 200 Plätze, Saal 3, DO SR, 220 Plätze, Saal 4, DO SR, 230 Plätze, Saal 5, DO SR, 230 Plätze, Saal 6, DO SR, 300 Plätze, 20144 Hamburg, Grindelberg 7a, Tel: 040/449333, Inh: Olympic Filmtheaterbetriebe Heinz Riech & Sohn OHG, 40210 Düsseldorf, Graf-Adolf-Str. 96
  • 1997 Grindel-UFA-Palast Saal 1 DO SRD/THX+DTS 215 m²/653 Plätze, Saal 2 DO SRD 104m²/205 Plätze, Saal 3 DO SRD 104 m²/228 Plätze, Saal 4 DO SRD/DTS 104 m²/281 Plätze, Saal 5 DO SRD 70 m²/257 Plätze, Saal 6 DO SRD/DTS 108 m²/285 Plätze, 20144 Hamburg, Grindelberg 7a, Tel: 040/449333, Homepage: http://www.ufakino.de Inh: Olympic Filmtheaterbetriebe Heinz Riech & Sohn OHG, 40210 Düsseldorf, Graf-Adolf-Str. 96

Weblinks