Heidelberg studio Fauler Pelz

Aus Kinowiki
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Der Saal bei der Eröffnung
Die Eröffnungsanzeige 1953
Der Kinosaal lag im ersten Obergeschoss.
Der Eingang ist nur noch zu erahnen: Er befand sich dort wo etwas hellere Sandsteinquarter neben dem Brunnen sind.

heutiger Zustand

Verändert erhalten, in dem Saal befindet sich heute das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma. Der ehemalige Eingang wurde zugemauert, das Kino betrat man früher über die Zwingerstraße und nicht wie heute über den Oberen Faulen Pelz. In den Saal gelangte man über eine Treppe (die ist bei allekinos. com zu sehen).

Geschichte

Das Kino wurde im Mai 1953 in der vormaligen Gaststätte "Fauler Pelz" eröffnet. in der Regionalpresse wird der "Geschmackvoll und elegant der eigentliche Theaterraum" gelobt RNZ 21.5.53. Der Automatenaufsteller Kruppa + Büttner versuchte sich in in diesem branchenfremden Geschäft zu einem Zeitpunkt, als der Heidelberger Kinomarkt eigentlich schon aufgeteilt war. Daher ist es nicht erstaunlich, dass er das Kino schon 1954 an die Süddeutsche Filmbetriebe Hubertus Wald verkaufte. Das in der Heidelberger Altstadt etwas abseits gelegene Kino fand erst richtig als Studio-Kino mit anspruchsvollen Filmen sein - vor allem studentisches - Publikum. 1955 erfolgte die Aufnahme in die "Gilde deutscher Filmtheater". Besonders erfolgreich war die Känguruh-Reihe mit dem Filmbeginn um 22:30 Uhr.

1972 verkaufte Hubertus Wald alle seine Heidelberger Kinos an die Olympic Kinogesellschaft GmbH. 1980 wollte Olympic für die notwendige Renovierung nicht mehr aufkommen, die Stadt Heidelberg als Eigentümerin des Hauses verkauft daher den ganzen Gebäudekomplex an einen Antiquitätenhändler, der den Saal als Ausstellungsfläche nutzte.

Mit dem Ende des "Faulen Pelz" im August 1980 wurde die Känguruh-Reihe in das Lux verlegt, der anspruchsvolle Film hatte weiterhin im Gloria und in der Kamera seine Heimat.

Mit dem Faulen Pelz verlor Heidelberg ein ganz besonderes Kino, der kleine, recht steil abfallende Saal mit der fast schon expressionistisch wirkenden Bühnenumrandung hatte etwas magisches besonders in der Zeit der sterilen Kinocenter.

Weblinks

Kinodaten

  • 1955 „Fauler Pelz" Zwingerstr. 18, Tel. 49 72, I. Süddeutsche Filmbetriebe, Hubertus Wald GmbH., Frankfurt/M., Neue Mainzer Str. 22 Pl. 320, 7 Tg., 21—25 V., tön. Dia, App. Bauer B 8, Vst. Europa-Klarton, Str. D. 220/380 Volt
  • 1956 studio Fauler Pelz Zwingerstr. 18, Tel: 6601, Postanschr: desgl., Vers.-Bf: -Hbf., I: Süddeutsche Filmbetriebe, Hubertus Wald GmbH., Th.-Ltr: O. F. Richter, Marktstr. 64. Tel. 73 460 PI: 320, Best: Holz, Hoch- u. Flachpolster, 7 Tg., 27 V., 2 Matinee-Vorst., tön. Dia, App: Bauer B 8, Verst: Klangfilm, Str: D. 220 Volt, 40 Amp., Tonsyst: Lichtton
  • 1956N Studio Fauler Pelz Zwingerstr. 18 - Änd: Tel. 24601 - Änd: Best. Hochpolster - Änd: 21 V., 2 Spätv., 4 Matinee-Vorst.
  • 1957 studio Fauler Pelz O. Gilde-Theater Zwingerstr. 18, Tel: 24601, Vers.-Bf: -Hbf, I: Südd. Filmbetriebe Hubertus Wald GmbH, Sitz: Karlsruhe, Büro: Frankfurt/ Main, An der Hauptwache 1, Th.-Ltr: O. F. Richter PI: 320, Best: Schröder & Henzelmann, Hochpolster, 7 Tg, 21 V, 6 Matinee/Spätvorst, tön. Dia, App: Bauer B 8, Verst: Klangfilm, Lautspr: Klangfilm
  • 1958 Fauler Pelz O. Gilde-Theater Zwingerstr. 18, Tel: 24601, Vers.-Bf:-Hbf., I: Süddeutsche Filmbetriebe, Hubertus Wald, GmbH, Büro: Frankfurt/M., An der Hauptwache 1, Th.-Ltr: O. F. Richter PI: 320, Best: Schröder & Henzelmann, Hochpolster, 7 Tg., 21 V., 4 Mat.-/Spät- vorst., tön. Dia, App: Bauer B 8, Verst: Klangfilm Eurodyn, Lautspr: Klangfilm, Bildsyst: Br., Gr.-Verh: 1:1,85
  • 1959-1960 Fauler Pelz Zwingerstr. 18, Tel: 24601, Vers.-Bf: -Hbf, I: Süddeutsche Filmbetriebe, Hubertus Wald, GmbH, Büro: Frankfurt/M., Am Salzhaus Nr. 4, Th.-Ltr: O. F. Richter PI: 320, Best: Schröder & Henzelmann, Hochpolster, 7 Tg, 21 V, 4 Mat.-/Spät- vorst, tön. Dia, App: Bauer B 8, Verst: Klangfilm Eurodyn, Lautspr: Klangfilm, Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL, Gr.-Verh: 1:2,35
  • 1961-1962 Fauler Pelz Zwingerstr. 18, Tel: 24601, Vers.-Bf: -Hbf., I: Süddeutsche Filmbetriebe, Hubertus Wald, GmbH, Büro: Frankfurt/M., Am Salzhaus Nr. 4, Th.-Ltr: O. F. Richter PI: 320, Best: Schröder & Henzelmann, Hochpolster, 7 Tg, 21 V, 2 Jugendvorst, tön. Dia-N, App: Bauer B 8, Verst: Klangfilm Eurodyn, Lautspr: Klangfilm, Bild- u. Tonsyst: Sc, 1 KL
  • 1971 Fauler Pelz-Filmtheater Zwingerstr. 18, T: 24601 I: Südd. Filmbetr. Hub. Wald KG. 318 P. Post: 6 Frankfurt Am Salzhaus 4