Kaiserslautern Gloria-Filmtheater

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Der Saal bei der Eröffnung

1954: Die Eröffnung des „Gloria-Theaters", Kaiserslautern, war ein Ereignis für die Westpfalzmetropole, Alles war gekommen, was Rang und Namen hatte. Schorcht, Herzog, Gloria, Columbia, Union, Europa, Centfox, Constantin, Universal, Warner und United Artists waren vertreten und erlebten im Kreise von 800 geladenen Gästen nach einer musikalischen Einleitung und den Reden der Stadt und des Wirtschaftsverbandes eine Festvorstellung mit dem Centfox-Film (CinemaScope) „Drei Münzen im Brunnen". Im Vorprogramm „Das Wunder des stereophonischen Magnet-Tons", ausgezeichnet, sehr illustrativ und vom Publikum begrüßt, das seinen ersten CinemaScope-Film erlebte. Das „Gloria" ist das 7. Kino in Kaiserslautern und das einzige Haus für CinemaScope, in dem vornehmlich nur Filme dieser Gattung aufgeführt werden. Nur für einige Breitwandfilme wird daneben noch Raum sein, während der Normalfilm nicht mehr zum Zuge kommen kann. Im Auftrage der Alfred Meyer KG (Film-Palast und Zentral-Theater), einer der ältesten Firmen in Deutschland, die schon seit 1908 Filmtheaterbetriebe in Kaiserslautern betreibt, hatte Dipl.-Ing. Werner Heyl in sechs Monaten das neue Haus im Zentrum der über 80 000 Einwohner zählenden Stadt erbaut. Ein halbrundes Foyer empfängt den Besucher und lenkt seinen Blick auf eine schöne Wandplastik des pfälzer Künstlers Otto Rumpf. Der Theaterraum ist ausgesprochen festlich und strahlt mit seinen hellen Tönen sehr viel Wärme und Atmosphäre aus. 800 Plätze (Gotthilf Löffler, Stuttgart-Zuffenhausen) in gebleichtem Holz, hochgepolstert und tomatenfarbenen Kunstlederbezügen. Die Wände sind mit Japan-Matten (leichtes Grün) bespannt und mit weißen Ziernägeln abgenagelt. Die darauf montierte, sehenswerte Wandbeleuchtung in Ährenform wurde nach einem Entwurf des Architekten Heyl von Goldschmiedemeister Huppert, Kaiserslautern, angefertigt. Darüber spannt sich eine Kassettendecke aus Homaton-Platten in hellbeige (Grünzweig & Hartmann, Ludwigshafen/Rhein), bekannt durch ihre Isolierstoffe und akustischen Hilfsmittel. Das Halbrund der Bühne ist mit zwei Vorhängen aus Satin de Genes in Goldton und Lichtblau verkleidet. Die Miracle Mirror-Allzweckleinwand hat die Maße 4,80X11,50 m. Zwei Bauer B 12-Piojektoren, tontechnische Anlage von Siemens-Klangfilm. Vollautomatische Klima-Anlage mit Fernsteuerung und Fernheizung, (aus: Die Filmwoche 30/1954)

Kinodaten

  • 1956 Gloria Fackelstr. 3, Tel: 2034, Postanschr: desgl., I: Gloria-Filmtheater GmbH., Priv.-Anschr: Lauterstr: 10, Gf: A. Meyer u. W. Heckeier PI: 800, Best: Löffler, Hochpolster, 7 Tg., 28 V., tön. Dia, App: Bauer B 12, Verst: Klangfilm, Str: 75 Amp., Bild- u. Tonsyst: CinemaScope, Stereophonie, 4-Kanal, Bildw.-Abm: 4,8x11,5, Bühne: 4x14
  • 1957
  • 1958 „Gloria" Fackelstr. 3, Tel: 2034, P: Gloria Filmtheater GmbH., Kaiserslautern, Gf: Alfred Meyer u. Walter Heckeier PI: 796, Best: Löffler, Hochpolster, 7 Tg., 28 V., 1 Mat.-Vorst., tön. Dia, App: Bauer B 12, Verst: Klangfilm G, Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL, 4 KM, Gr.-Verh: 1:2,35, 1:2,55
  • 1959 „Gloria" Fackelstr. 3, Tel: 2034, P: Gloria Filmtheater GmbH., Kaiserslautern, Gf: Alfred Meyer u. Walter Heckeier Pl: 796, Best: Löffler, Hochpolster, 7 Tg., 28 V., 1 Mat.-Vorst., tön. Dia, App: Bauer B 12, Verst: Klangfilm G, Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL, 4 KM, Gr.-Verh: 1:2,35, 1:2,55
  • 1960 „Gloria" Fackelstr. 3, Tel: 2034, P: Gloria Filmtheater GmbH, Kaiserslautern, Gf: Alfred Meyer u. Walter Heckeier PI: 796, Best: Löffler, Hochpolster, 7 Tg, 28 V, 1 Mat.-Vorst, tön. Dia, App: Bauer B 12, Verst: Klangfilm G, Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL, 4 KM, Gr.-Verh: 1:2,35, 1:2,55
  • 1961