Karlsruhe Die Kurbel

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Geschichte

Ansicht 2011
Ansicht 2011 Eingangsbereich
Die Kurbel (1950)
  • 1946 erhielte der Süddeutschen Filmbetrieb Hubertus Wald & Co die Erlaubnis das Uninon-Kino wieder audzubauen und so konnte das erste große, 700 Besucher fassende Filmtheater in der Karlsruher Nachkriegsgeschichte mit dem neuen Namen Die Kurbel eröffnet werden.
    Zwar hatte das Kino einen neuen Namen bekommen, jedoch das Innere, die architektonisehe Gesamtanlage des Kinoraums blieb weitgehend erhalten. Obwohl der gesamte viergeschossige Wohnhauskomplex über dem Kino völlig zerstört worden war, hatten die wesentlichen Elemente der Innenraumkonstruktion das Bombardement überstanden. Der Wiederaufbau orientierte sich deshalb im großen und ganzen an der noch vorhandenen Bausubstanz, mit dem Ergebnis, daß Karlsruhe mit der Kurbel für weitere zwölf Jahre einen Kinoraum mit auf beiden Längsseiten nach vorne gezogenen Emporen besaß, dessen atmosphärisches Ambiente den Zuschauer in die Kinokultur der frühen zwanziger Jahre zurückversetzte.
  • 1958 wurde die »alte« Kurbel abgerissen, an ihrer Stelle entstand die Kaufhalle. Hubertus Wald, der nach dem Krieg das Grundstück in Erbpacht günstig erworben verpachtete das Gelände an das sich daneben befindende Unternehmen Kaufhalle. Das Kino verschwand von der Staßenseite und befand sich nun in der Kaiserpassage.
  • Die "neue" Kurbel wurde im Gegensatz zum bislang gebräuchlichen Einraumkino ein Doppelkino im gleichen Haus: das kleine, intime Studio 3 im Parterre, einen ersten Vorläufer der späteren Studiokinos, und die große Kurbel im Obergeschoß, die sieh über die ganze Grundstücksfiäche erstreckte.

Quelle: Gerhard Bechtold 1987

Die Kurbel wurde an ihrem jetzigen Standort 1957 von Hubertus Wald eröffnet. Das Kino hatte zwei Säle: im Erdgeschoss gab es ein kleines Filmtheater namens Studio 3 mit 222 Plätzen; der größere Saal, „Die Neue Kurbel”, lag im ersten Stock und hatte 750 Plätze. Im offiziellen Namenszug (siehe die derzeitige Webpräsenz, ein Link findet sich unten) wurde zwischen dem hübschen „Die” mit dem Sütterlin-D und dem Namenszug „Kurbel” dazu ein als Aufkleber gestaltetes „Neue” eingefügt. Kurz danach wurde das Kino in der Kaiserstraße geschlossen, und „Neue” verschwand aus dem Namen des Kinos in der Kaiserpassage.

1972 übernahmen die Olympic Filmtheaterbetriebe die Kurbel (zusätzlich auch Die Kamera, Luxor und Regina). 1981 wechselte das Kino abermals den Besitzer: die UFA übernahm es. Ein Jahr später wurde der große Saal gevierteilt, das „Studio 3” blieb erhalten. 2002 fand erneut eine Renovierung statt, das kleinste Kino („Kurbel 5”) wurde für eine Toilettenanlage geopfert. aus: Stadtwiki Karlsruhe

Ab 2003 wurde das Kino kurzzeitig von Cinestar betrieben.

In der Kurbel befand sich sich bis Ende 2004 die Sichtbar. Seit 1. Januar 2005 wird die Kurbel privat von Theo (Bodzivar) Herbstrith geführt und ist nicht mehr Teil der UfA-Kette.

Bilder

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Foto: www.allekinos.com

Links

Offizielle Webpräsenz „Die Kurbel“
www.allekinos.com
www.kinoliste.com

Kinodaten

  • 1949 Die Kurbel Kaiserstraße 211, Tel. 8576. Inh.: Südd. Filmbetriebe, Hubertus Wald G. m. b. H., Karlsruhe, Klosestraße 2, Tel. 1956 Geschf.: Hubertus Wald, Karlsruhe, Klosestr. 2 und Manfred K. R. Holzach, Tel. 1956. Mit Dia 7 Tage Pl. 637
  • 1950 "Die Kurbel" Kaiserstr. 211, Tel. 8576, I: Südd. Filmbetriebe Hubertus Wald GmbH., Karlsruhe, Klosestr. 2, P.: Hubertus Wald. Karlsruhe, Klosestr. 2, Gf.: Herbert Eisenlohr, Karlsruhe, Stefanienstr. 90. 636 Pl. 7 Tg., 5—6 V., Dia; App.: Bauer B 8, Vst.: Klangfilm Europa, Str.: W. 220/380 Volt, 6 Amrj.; Bühne 7,2x3,5x5,7. Th. ja.
  • 1952 "Die Kurbel" Kaiserstr. 211, Tel. 7 131 u. 824, I. Südd. Filmbetriebe Hubertus Wald G. m. bH., Karlsruhe, Schirmerstraße 1, Gf. Karl Wieners, Karlsruhe, Poststr. 6. Pl. 636, 7 Tg., 35—36 V., tön. Dia., App. Bauer B 8, Vst. Siemens-Klangfilm, Str. W. 220/380 Volt, 6 Amp., Bühne 7, 2x3, 5x5, 7, Th. ja
  • 1953 Die Kurbel Kaiserstr. 211, Tel. 7131 u. 824, I. Südd. Filmbetriebe Hubertus Wald GmbH., Karlsruhe, Schirmerstr. 1, Th.-Ltr. Bruno Lorenz, Gerwigstr. 5 PL 631, 7 Tg., 35—39 V., tön. Dia, App. Bauer B 8, Vst. Siemens-Klangfilm, Str. W. 220/380 Volt, 6 Amp., Bühne 7,2x3,5x 5,7, Th. Ja
  • 1955 Die Kurbel Kaiserstr. 211, Tel. 2 30 13, I. Südd. Filmbetriebe Hubertus Wald GmbH., Frankfurt/Main, Neue Mainzer Str. 22, Th.-Ltr. Bruno Lorenz, Bahnhofstr. 6 PL 631, 7 Tg., 35—39 V., tön. Dia, App. Bauer B 8, Vst. Siemens-Klangfilm, Str. W. 220/380 Volt, 6 Amp., Bühne 7,2x3,5x 5,7, Th.
  • 1956 Die Kurbel Kaiserstr. 211, Tel: 23013, Postanschr: desgl., I: Süddeutsche Filmbetriebe, Hubertus Wald GmbH., Th.-Ltr: Gerd Peterka PI: 650, Best: Löffler, Hochpolster-Klappsitze, 7 Tg., 38 V., 1 Matinee-Vorst., tön. Dia, App: Bauer B 8, Verst: Klangfilm, Str: W. 220 Volt, 50 Amp., Tonsyst: Lichtton, Bühne: 3x8, Th
  • 1957 „Die Kurbel" (wird im Laufe des Jahres geschlossen) Kaiserstr. 211, Tel: 23013, I: Süddeutsche Filmbetriebe Hubertus Wald GmbH, Frankfurt/M., An der Hauptwache 1, Gf: Gerd Peterka PI: 632, Best: Löffler, Hochpolster, 7 Tg, 34 V, 5 Mat.-/Spätvorst, tön. Dia, App: Bauer B 8, Verst: Klangfilm, Var. Die Kurbel (z. Zt. i. Bau) Kaiserpassage, I: Süddeutsche Filmbetriebe Hubertus Wald GmbH, Th.-Ltr: Gerd Peterka PI:' 752, Best: Hochpolster, 7 Tg, 35 V, 3-5 Mat.-/Spätvorst, tön. Dia, App: Bauer B 14, Verst: Klangfilm, Lautspr: Bionor, Bild- u. Tonsyst: CS 4 KM
  • 1958 Die Kurbel Kaiserpassage, Tel: Büro: 26600, Kasse: 22100, I: Süddeutsche Filmbetriebe Hubertus Wald GmbH., Th.-Ltr: Gerd Peterka PI: 750, Best: Schröder & Henzelmann, Hochpolster, 7 Tg., 35 V., 3 Mat.-/Spät- vorst., tön. Dia, App: Bauer B 14, Verst: Klangfilm, Lautspr: Eurodyn Bionor, Bild- ü. Tonsyst: CS 1 KL u. 1 KM u. 4 KM, Gr.- Verh : 1 :2,35, 1 :2,55
  • 1959 Die Kurbel Kaiserpassage, Tel: Büro: 26600, Kasse: 22100, I: Süddeutsche Filmbetriebe Hubertus Wald GmbH., Frankfurt/M., „Salzhaus", Th.-Ltr: Gerd Peterka Pl: 750, Best: Schröder & Henzelmann, Hochpolster, 7 Tg., 35 V., 3 MaWSpätvorst., tön. Dia, App: Bauer B 14, Verst: Klangfilm, Lautspr: Eurodyn Bionor, 8ild- u. Tonsyst: CS 1 KL u. 1 KM u. 4 KM, Gr.- Verh : 1 :2,35, 1 :2,55
  • 1960-1962 Die Kurbel Kaiserpassage, Tel: Büro: 26600, Kasse: 22100, I: Süddeutsche Filmbetriebe Hubertus Wald GmbH, Frankfurt/M., Am Salzhaus 4, Th.-Ltr: Gerd Peterka PI: 750, Best: Schröder & Henzelmann, Hochpolster, 7 Tg, 35 V, 3 Mat.-/Spät- vorst, tön. Dia-N, Br, App: Bauer B 14, Lichtquelle: Becklicht, H. I, Verst: Klangfilm, Lautspr: Eurodyn Bionor, Bild- u. Tonsyst: Sc, 1 KL, 1 KM u. 4 KM, Gr.- Verh: 1:2,55, Stereo-Schallplatten-Anlage, Höranlage
  • 1971 Die Kurbel Kaiserpassage, T: 26600 l. u. Post: s. Die Kamera 745 P.
  • 1991-1992 Kurbel 1, DOSR, 350 Plätze, Kurbel 2, DO, 200 Plätze, Kurbel 4, 127 Plätze, Kurbel 5, 82 Plätze, Karlsruhe, Kaiserstr. 225, 7500 Karlsruhe, Tel. 0721/26600 und 28121 Inh. Olympic-FTB Heinz Riech & Sohn oHG, Graf-Adolf-Str. 96, 4000 Düsseldorf 1, Tel. 0211/169060
  • 1993 Kurbel 1, DOSR, 350 Plätze, Kurbel 2, DO, 200 Plätze, Kurbel 4, 127 Plätze, Kurbel 5, 82 Plätze, 76133 Karlsruhe, Kaiserstr. 225, Tel. 0721/16600, Inh: Ufa-Theater AG, 40210 Düsseldorf, Graf-Adolf-Str.96, Tel. 0211/169060, Fax 169044
  • 1995 Kurbel, Kino 1, DO SRD, 350 Pl. Kino 2, DO, 200 Pl. Kino 4, DO, 127 Pl. Kino 5, 82 Pl. Studio 3, DO, 221 Pl. 76133 Karlsruhe, Kaiserpassage Tel.: 0721/26600 CK Inh.: Olympic Filmtheaterbetriebe Heinz Riech & Sohn OHG, 40210 Düsseldorf, Graf-Adolf-Str. 96, Tel.: 0211/169060, Fax: 1690633