Karlsruhe Regina-Filmtheater am Rathaus

Aus Kinowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Geschichte

Das Regina entstand 1959 mit 470 Sitzplätzen aus dem Umbau des Regina-Varietés.Quelle: Gerhard Bechtold 1987

  • Regina war ein Kino in der Karlsruher Hebelstraße des Kinobesitzers Willy Mansbacher.
  • Am 1. April 1960 fand die erste Vorstellung statt. Es hatte 286 Plätze und war eines der damals legendären Non-Stop-Kinos, weil hier das einstündige Programm ständig wiederholt wurde. Gezeigt wurden die Wochenschau, Zeichentrick- und Slapstickfilme, Kulturstreifen und meist auch ein Western, bestehend aus sechs Teilen.
  • Sein Slogan war anfangs: „Sechzig glückliche Minuten für 60 Pfennig.” Das Kino wurde zu einem beliebten Treffpunkt für Jugendliche, nicht nur wegen der Preise. Morgens öffnete es bereits um 10 Uhr, so dass oft Schüler des nahen Kant-Gymnasiums dort ihre Freistunden verbrachten.
  • In der Erfolgszeit kamen 14.000 Zuschauer pro Woche in die Regina. Die Eintrittspreise erhöhten sich auf 70 Pfennig und mehr, und die Filmwiederholungen häuften sich.
  • In den 70er Jahren – Theaterbesitzer Mansbacher war bereits sehr krank – gab es immer weniger neue Filme und damit auch weniger Zuschauer. Am 11. Januar 1973 war die letzte Vorstellung. Insgesamt sahen fünf Millionen Zuschauer die Filme in seinem Kino. Im Juni 1973 starb Willy Mansbacher. Nach einer kurzen Episode als „Filmkunstkino” wurde es dann in ein Erotikkino umfunktioniert. Dort existierte es bis 1986. aus. Stadtwiki Karlsruhe

  • Mit der amerikanischen Filimkomödie „Mit mir nicht, meine Herren" wurde das Regina, Karlsruhes 26. Filmtheater, als 13. Erstaufführungstheater eröffnet. Zentral in der Stadtmitte gelegen, gegenüber dem Rathaus am Marktplatz, entstand das moderne Theater in vierwöchigem Umbau aus dem gleichnamigen Variete-Theater, das Anfang des Jahres seine Pforten schließen mußte. Die beiden Architekten, Hermann Loesch und Heinz W. Goulden , mußten die bisherige' Empore abtragen, um Platz für die Leinwand zu schaffen, die alle Verfahren wie Cinemascope, Breitwand usw. zuläßt. Das neue Haus, das den Filmtheaterbetrieben Gebr. Riesmann gehört, die in Bellheim, Albersweiler und Schaidt in der Pfalz vier Theater führen, umfaßt 475 Plätze. Der neue Film 88/1959
  • Den umgekehrten Weg wie in England (wo aus Kinos einfach Tanzlokale wurden) nahm die Entwicklung des Tanz-Kabaretts „Regina" in Karlsruhe, Hebelstraße 21, das sich jetzt — um einer prekären Situation zu entgehen — in ein modernes (Erstaufführungs)-Filmtheater verwandelte. Vier Wochen harter Umbauzeit mußten den Karlsruher Architekten Hermann Loesch und Dipl.-Ing. Heinz W. Goulden genügen, um den neuen Start der noch jungen, im Filmtheaterwesen aber schon längst eingeführten Unternehmer: der Brüder Gerd und Rolf Riesemann aus Ilbesheim (b. Landau) raschest zu ermöglichen. Denn für die Gebrüder — gelernte Elektro- und Funkfachleute, die ihre 4 Theater in den Pfalzorten Albersweiler („Lichtspiele"), Bellheim („Gloria" und „Union") und Schaidt („Lichtspiele") selbst einrichteten — war es sowieso ziemlich schwer, sich noch in die schon fast abgeschlossene Saison-Vermietung einzuschalten Neben einer erfolgversprechenden Filmdisposition kam es den neuen Theaterherren vornehmlich darauf an, das durch stilvolle Ausstattung (Fa. „Phönix", Karlsruhe) und durch eine ausgezeichnet gelungene Verkürzung des Balkons eindrucksvoll verwandelte Haus zu einem Anziehungspunkt für alle Freunde der Filmunterhaltung zu machen. — 475 schaumgummigepolsterte Sessel (Fa. HA-DOS, Hermann Doli & Söhne, Untergrombach b. Karlsruhe) sind bei ausgezeichneten Sicht- und Sitzmöglichkeiten auf Parkett und Empore verteilt. UFA-Handel besorgte die kinotechnische Einrichtung, die aus 2 Ernemann X-Projektoren mit Xenosol-Lampen (2000 W) einer Uniphon-Tonanlage und einer — bei Cinemascope — 9x4,5 m großen Silber-Bildwand besteht. Aus der richtigen Programmauswahl und aus der Ausnutzung der günstigen Lage und des großen Parkraums beim Karlsruher Rathaus, wo eine lebhafte Fluktuation von Karstadt — Rathaus — und Bankbesuchern herrscht, leiten die zuversichtlichen Inhaber einige Erfolgsmöglichkeiten für sich her. Vor der Eröffnungsvorstellung mit dem Columbia-Farbfilm: „Mit mir nicht, meine Herrn!" sprach Dipl.-Ing. Heinz W. Goulden zu dem großen Kreis der geladenen Gäste. Er dankte allen am Bau beteiligten Handwerkern und auch der Stadtverwaltung, die durch Stadtdirektor Dr. Eugen Keidel vertreten war. Als Beauftragter des WdF Baden-Württemberg sagte Walter Hanns Zeller, daß die Eröffnung dieses schmucken Filmtheaters als mutiger Beweis dafür gelten muß, daß sich das Kino trotz der bedrängenden Fernsehkonkurrenz nicht unterkriegen läßt und daß das moderne „Regina" als weitere Unterhaltungs- und Bildungsstätte sich anschickt, zusammen mit den übrigen Karlsruher Filmtheatern eine kulturelle Funktion zu erfüllen. In der Reihe der Gratulanten sprach auch der Geschäftsführer des WdF Rheinland-Pfalz: Heinz Kopp dem jungen Unternehmen und seinen Initiatoren, den Gebr. Riesemann, seine Glückwünsche aus. Nach der Premiere war die große Familie der Ehrengäste zu einem kleinen Umtrunk in den stimmungsvollen Räumen der im gleichen Hause befindlichen „Königin-Kokett-Bar" versammelt. Das Filmtheater 4-5/1959
  • Das „Regina"-Filmtheater im Zentrum Karlsruhes, das die Gebr. Riesemann im vergangenen Jahr aus dem früheren Regina-Tanzcabarett entstellen ließen, ist mit Wirkung vom 1. April 1960 an die „Karlsruher Filmtheatergesellschaft Mansbacher & Co" verpachtet worden. Der Spielbetrieb hat unter der neuen Leitung insofern eine Abänderung erfahren, als jetzt an Nachmittagen eine Non-stop-Aktualltäten-Schau (50 glückliche Minuten für 60 Pfennig) und erst um 19 und 21 Uhr reguläre Filmprogramm gezeigt werden. Diese neue — in Karlsruhe derzeit einzige — Spielplangestaltung hat sich erfolgreich durchgesetzt. Das Filmtheater 3/1960
  • In Karlsruhe bringt neben dem „Regina" am Rathaus auch das „Resi" in der Waldstraße täglich von 11—16 Uhr eine „Non-Stop-Schau" — 60 Minuten Kurzfilmprogramm für 60 Pfennige. Das Filmtheater 5/1960

Kinodaten

  • 1961 Regina-Filmtheater am Rathaus Hebelstr. 21, Tel: 21081, Vers.-Bf: -Hbf., P: Karlsruher Filmtheater-Gesellschaft Mans"bacher & Co. PI: 475, Best: Hados, Untergrombach, gepolstert, 7 Tg., 35 V., 1 Mat.-, 3 Spätvorst., tön. Dia-N, App: Ernemann X mit Xenon, Lichtquelle: Xenon, Verst: 2 Uniphon, Lautspr: Uniphon-Schallgruppe, Bild- u. Tonsyst: Sc, 1 KL, O.
  • 1962 Regina-Filmtheater am Rathaus Hebelstr. 21, Tel: 21081, Vers.-Bf: -Hbf, P: Karlsruher Filmtheater-Gesellschaft Mansbacher & Co. PI: 475, Best: Hados, Untergrombach, gepolstert, 7 Tg, 35 V, Dia-N, App: Ernemann X, Lichtquelle: Xenon, Verst: 2 Uniphon, Lautspr:Uniphon-Schallgruppe, Bild- u. Tonsyst: Sc, 1 KL, O.
  • 1971 Regina Hebelstr. 21, T: 21081 I: Karlsruher Filmth. Ges. Mansbacher, 459 P.