Kassel City-Theater

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Geschichte

Ein Lichtspieltheater, das die Bezeichnung „Theater" in vollem Umfang verdient, dürfte das neue „City-Filmstudio" Christa Barons in Kassel sein. Mit seiner Eröffnung wurde ein langgehegter Wunsch des Kasseler Filmpublikums erfüllt: Ein Filmtheater, das die anspruchsvolle Filmkunst zu seinem Programm erhoben hat. Zur Eröffnung hatte Pächter Manns dein Warner Bros.-Film „Ein Gesicht in der Menge" ausgewählt. Über eine geschwungene Treppe mit einer großen Blumenecke und geschmackvollen Wandleuchten gelangt der Besucher in das Foyer im ersten Stock, das auf der einen Seite von einer großen Fensterwand und auf der anderen Seite von einer Spiegelwand „eingefaßt" wird. Bei der Gestaltung des Zuschauerraumes ist Architekt Bennemann etwas Besonderes gelungen: Der Besucher glaubt kaum, daß dieses Studio nur 191 Sitzplätze hat, so großzügig sind die räumlichen Dimensionen, so großzügig ist auch die gesamte Ausstattung. Der Raum zeichnet sich durch eine harmonische Farbabstimmung aus: Das helle Creme der Hochpolster-Sitze, das zarte Rosia der Wände, der mehrfarbige, in breiten Streiften fließende Vorhang und die mausgraue Decke ergeben ein helles, beschwingtes Bild. In weitem Reihenabstand sind die hochgepolsterten Schaumgummisessel mit lederartigen KunstStoffbezügen, die die Firma Schröder & Henzelmann (Bad Oeynhausen), lieferte, aufgestellt. Die anheimelnde Intimität der Zuschauerraumes wird noch durch die Schaumgummi-Wandpolsterung der Wände betont. Schwarze Kordeln bedecken die Steppnähte. Die Wände sind in der oberen Hälfte mit indirekt angestrahltem Acella von der Firma Otto Feissner bespannt. Ein besonderer Anziehungspunkt sind auch die sehr schönen Wandleuchten in Palettenform, die die Firma Fischer (Oettinigen/Bayern) lieferte. Eine vollautomatische Klimaanlage sorgt in jeder Vorstellung für einen sechsmaligen Luftwechsel. Zu den technischen Einrichtungen gehören weiter zwei Philips-FP 56-Maschinen mit eingebautem Dia-Gerät, die der Kinofachhandel Krüger (Göttingen) lieferte. Die Maschinen, die mit Isko-Objektiven (Göttingen) ausgestattet sind, ermöglichen die Vorführung aller Filmverfahren. Die technische Vollkommenheit der Theaters findet mit dem automatisch arbeitenden Billettgeber ihren Höhepunkt, eine erstmals in Kassel eingeführte technische Neuerung an der Kasse im Erdgeschoß. Der neue Film 87/1958

  • Otto Köstle, der seit 4 Jahrzehnten im Filmtheater- und Verleihwesen tätige Fachmann, — von seinem Wirken in Essen (Lichtburg) und Wiesbaden, zuletzt in der Planie-Lichtspiele GmbH, F. Colm, Stuttgart, bekannt, — führt jetzt das „City-Filmtheater" in Kassel (Kölnische Straße 18) in eigener Regie. Das Filmtheater 5/1960

  • 1958 eröffnet, 191 Plätze, Pächter Werner Manns
  • ab 1967 Besitzer Hans-Günther Schweikhart + Alois Brummer

Quelle: Filmladen und Kulturamt der Stadt Kassel

Die Schließung der City-Kinos erfolgte zwischen 1991-1995.

Kinodaten

  • 1959 City-Filmstudio, Kölnische Str. 18, Inh: Manns Co. Pl: 191, Best: Schröder & Henzelmann, Hochpolster, 7 Tg, 42 V, tön. Dia, App: Philips, Verst: Philips, Lautspr: Multi- zellularhorn, Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL, Gr.-Verh: 1:2,35
  • 1961 City-Filmtheater, Kölnische Str. 18, Inh: Otto Kästle, PI: 191, Best: Schröder & Henzelmann, Hochpolster, 7 Tg., 42 V., FKTg: 1 x wöchentl., donnerstags, 18-20.30 Uhr, tön. Dia, App: Philips, Lichtquelle: Reinkohle, Verst: Philips, Lautspr: Multizellularhorn, Bild- u. Tonsyst: Sc, 1 KL
  • 1962 City-Filmtheater, Kölnische Str 18, Inh: Frau Kästle, Pl: 191, Best: Schröder & Henzelmann, Hochpolster, 7 Tg., 42 V., FKTg: 1 x wöchentl., donnerstags, 18-20.30 Uhr, tön. Dia, App: Philips, Lichtquelle: Reinkohle, Verst: Philips, Lautspr: Multizellularhorn, Bild- u. Tonsyst: Sc, 1 KL
  • 1971 City-Theater, Kölnische Str. 18, T: 72909, Inh. u. Post: s. Centrum (Brummer u. Schweikart GbR), 190 Plätze