Krefeld Passage-Theater, Studio 55, Crystal, Royal

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Geschichte

Postkarte
Postkarte 1955
  • 01.09.1950 Eröffnung. Das Theater hatte 1130 Plätze. Das Filmtheater besaß eine große Bühne, auf der viele Veranstaltungen abgehalten wurden. Inhaberin: Frau Hilde Mottau
  • 11.8.1955 „Studio 55“ im „Passage-Theater“. Besitzerin: Frau Hilde Mottau. Architekt: Max Sippel. 330 Sitzplätze. Eröffnungsfilm: „Beichte eines Arztes“.
  • 6.12.1963 „Crystal“. Eröffnung des dritten Filmtheaters im Passagehaus. Das Kino liegt im Parterre mit 227 Plätzen. Eröffnungsfilm: „Die Lilien auf dem Felde“. Errichtet unter Bauingenieur Martin Ramminger.
  • 22.10.1965 „Royal“. Viertes Kino im Passagehaus mit 450 Sitzplätzen im Obergeschoss. Eröffnungsfilm: „My fair Lady“.
  • 1.4.1971 Bis zu diesem Zeitpunkt leitete die ehemalige Opernsängerin Hildegard Mottau die vier Passagetheater, bis die „Merkur“-Filmgesellschaft die Leitung unter Frank Thies übernahm. Ab 1986 übernahm der ehemalige Geschäftsführer der „Merkur“-Filmgesellschaft, Gerd Pollitt, die Leitung.

aus: Krefelds Kinogeschichte(n) von Heinrich Josef Hüttenes

In den letzten Jahren versuchte man die Kinos mit neuem Leben zu füllen, als Ballhaus:

Das Ballhaus am Ostwall befindet sich in einem der bekanntesten Objekte Krefelds. Das Gebäude entstand nach dem 2. Weltkrieg – damals als multifunktionales Lichtspieltheater. Mit dem Einzug der Kinoproduktionen wurde das Kino mit drei Theatern (Passage, Studio 55 und Crystal) bis 1998 voll genutzt. Im Erdgeschoss befand sich eine Passage mit mehr als 20 Ladenlokalen. Nach dem Auszug des Kinos versuchten zwei Variete-Betreiber ihr Glück. Seit dem Jahr 2002 steht das baulich gut erhaltene Theater leer.

Der Ballsaal bildet das Herzstück des Ballhauses. Er wurde 1948 als Lichtspieltheater gebaut und wurde für Variete-, Theater-, Konzert- und Kinoaufführungen genutzt. In neuem Glanz und elegantem Outfit verfügt er heute im Bankettbereich über ca. 450 Plätze und 750 Plätze bei einer Reihenbestuhlung. Die Bühne hat eine Größe von ca. 12,00 x 8,50 m, das Parkett eine Fläche von ca. 450qm zuzüglich der Logen mit Raum für 150 (Bankett) bzw. 250 Plätzen (Reihe). Der Ballsaal ist mit modernster Ton- und Lichttechnik ausgestattet, Erweiterungen sind problemlos möglich. Unter der Bühne stehen drei Garderoben bereit.

Studio 55 und Foyer: Im ersten Obergeschoss befinden sich das „Studio 55“ und das neben liegende Foyer. Das Studio 55 ist ein Veranstaltungsraum im Stile eines Kinos der 70er Jahre. Modernste Veranstaltungstechnik macht Tagungen, Konferenzen, Präsentation, aber auch Kleinkunst optimal möglich. Auch kann der Saal bei Großveranstaltungen zu einer zweiten Tanzfläche umgerüstet werden. In Reihenbestuhlung finden hier ca. 200 Personen Platz. Im Foyer befinden sich Garderoben für bis zu 900 Jacken, eine Catering-Ausgabe für Finger-Food und Kleinigkeiten, sowie eine Theke. An Stehtischen bietet das Foyer einen Gastronomiebereich für bis zu 200 Personen. Text: Ballhaus Krefeld

Das Ballhaus am Ostwall hat Insolvenz angemeldet

(RP) Geht ein schöner Traum zu Ende? Das Ballhaus am Ostwall hat vorgestern Insolvenz angemeldet. Das bestätigte Geschäftsführer Richard Röhrhoff gestern auf Nachfrage der RP. Erst im Sommer vorigen Jahres hatte das Haus, nach einer gründlichen Sanierung, seine Pforten geöffnet. Im Gespräch mit der RP beklagte Röhrhoff, dass die Veranstaltungen des Hauses zu wenig Interesse bei den Krefeldern gefunden hätten. Gleichzeitig bestätigte er, dass das Haus fortgeführt werden sollte. aus: RP 02.02.07

Weblinks

Geschichte und Fotos bei Frank Wickinghoff