Kuno Lau

Aus Kinowiki
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Kuno Lau eröffnete nach Absolvierung einer kaufmännischen Lehre im November 1908 in Uelzen unter dem Namen Biograph sein erstes Kino. Ein Jahr darauf erstellte er in Itzehoe das dortige erste Filmtheater. Die Eröffnungsvorstellung erbrachte 8,80 Mark. Das Licht-Schauspielhaus übernahm er 1913, sechs Jahre später das Burgtheater. Kuno Lau war jahrelang Vorstandsmitglied im seinerzeitigen Norddeutschen Theaterbesitzerverband, dem er sein reiches Fachwissen zur Verfügung stellte. Der neue Film 40/1957

In Uelzen eröffnete Kuno Lau November 1908 sein erstes Biographen-Theater, ging dann aber nach Itzehoe, um dort in der Breiten Str. 50 in Wichmanns bzw. Rickerts Klub- und Gesellschaftshaus am 27. März 1909 ein Biographen-Theater zu eröffnen. 1913 musste er aus baulichen Gründen in den Kaisersaal in die Reichenstraße 20 umziehen. Im Oktober 1913 verlegte Kuno Lau sein Theater in den neuen Kinozweckbau in der Breiten Straße 27, dem Lichtschauspielhaus. Ein Konkurrenzunternehmen, welches sich nach dem ersten Weltkrieg in Eggers Hotel (Feldschmiede 54, heute Möbelhaus Stieper) gründete, kaufte er auf und schloss es. 1919 eröffnet er das Burg-Theater in der Feldschmiede 34, welches zuvor aus der Hebbelburg umgebaut worden war. Am 31. März 1931 zog der Tonfilm ins Burg-Theater ein, gezeigt wurde "Liebling der Götter". Mit Ende des 2. Weltkrieges wurde Kuno Lau der Betrieb beider Filmtheater von der britischen Militärregierung zunächst untersagt. Als Treuhänder war dann ab Herbst 1945 Gyula Trebitsch für beide Kinos zuständig, der die Kinos von Kuno Lau pachtete. Ab 1947 konnte Kuno Lau wieder selbst den Betrieb beider Kinos übernehmen. Kuno Lau verstarb 1961 in Westerland auf Sylt. Betreiber der Kinos waren nun die Filmtheaterbetriebe Jürgen Hanßen und Gustaf Carini. Heinz Kaufholz