Leipzig Schaubühne Lindenfels

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Heutige Nutzung

Die Schaubühne ist heute ein Kulturzentrum, mit Theater, Cafe aber auch Kino.

Geschichte

Im Gesamtensemble des „Etablissement Gesellschaftshalle" wurde 1913 einer der Säle zu einem Kino umgebaut und als Lichtspiele Schloß Lindenfels bezeichnet. 1955 fanden umfassende Veränderungen im Foyerbereich sowie der Außenansicht durch die Beseitigung des Fassadenschmucks statt. 1956 wurde das Kino auf Breitfilm umgestellt und in diesem Zusammenhang im Innenraum renoviert. Bis zum jüngsten Umbau in den 1990er Jahren blieb diese Ausstattung mit der Verkleidung der Galerie durch eingestellte, mit Stoff bespannte Wände und der abgehängten, mit Bastelementen versehenen Decke erhalten. Das Vorhaben von 1992, hier eine Spielothek einzurichten, wurde nicht verwirklicht. Stattdessen begann man 1993 mit der Renovierung und Neugestaltung des Gebäudes, das heute vielfältigen kulturellen Veranstaltungen Raum bietet. aus: Carola Zeh


  • 1876 Bau der heutigen Schaubühne Lindenfels als Gesellschaftshalle für Tanzveranstaltungen vom Maurer Carl Schmidt, der zuvor eine Gastwirtschaft in der Karl-Heine-Straße (bis 1893 Leipziger Straße) betrieben hatte.
  • 1892 Erweiterung des Ballhauses durch eine „Concertgarten-Anlage“ mit Laubengängen im Kolonialstil durch Theodor Wezel, der das Haus 1899 an Johann Max Nohke verkaufte.
  • 1900 Wiedereröffnung des Hauses als „Gesellschaftshalle zu Lindenau“, zusammen mit dem heutigen Westflügel. Dieser wurde im Auftrag Max Nohkes vom Gründerzeit-Architekten Emil Franz Hänsel entworfen.
  • 1904 Zwangsversteigerung der Schaubühne an den Teilhaber der Dampfbrauerei Zwenkau Otto Besser. Dieser benennt das Etablissement in „Schloss Lindenfels“ um.
  • Ab 1906 bietet er Kino an.
  • Ab 1907 „Öffentliche Theatralische Veranstaltungen“.
  • 1913 regulärer Kinobetrieb durch den Kinobesitzer Joseph Fey.
  • 1922 erwirbt Otto Morgenstern die Grundstücke.
  • 1931-1945 ist Arthur Stoppe Pächter und zeigt Kinofilme.
  • 1943 Ein Teil des Lindenfels-Komplexes, der Westflügel, wird an die Blechwaren– und Ofenrohrfabrik Frölich verpachtet und umgebaut. Die Fabrik produziert bis etwa 1975. Daraufhin stand das Gebäude etwa 20 Jahre lang leer.
  • 1949 Der andere Teil, die heutige Schaubühne, wird zum Volkseigenen Betrieb, dem „Lichtspieltheater Lindenfels“ umgewandelt. 1956 wird der Ballsaal mit Sprelacartplatten saniert.
  • 1987 Schließung des Hauses aufgrund einer Heizungshavarie.
  • 1993 Wiederentdeckung und Wiederherstellung der heutigen Schaubühne. Gründung des Vereins für „Internationale Theatererkundungen“.
  • 15. September 1994 Eröffnung des Theaters der Schaubühne Lindenfels mit der Inszenierung „Der Golem oder der Hut des Athanasius Pernath“ mit Schauspielern aus 5 Ländern und des Programmkinos mit dem Film „Letztes Jahr in Marienbad“.
  • 2002 Insolvenz des Vermieters der Schaubühne Lindenfels.
  • 2004 Gründung der „Bau- und Publikumsgesellschaft“. Einführung des Baufuffzigers.
  • 2005 Der „Verein für internationale Theatererkundungen“ wird Eigentümer des Hauses und mit dem Eintrag ins Handelsregister in die gemeinnützige Aktiengesellschaft Schaubühne Lindenfels umgewandelt. [1]

Weblinks

Bilder

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Foto: allekinos.com

Kinodaten

  • 1917 Lichtspielhaus „Schloss Lindenfels", Karl Heinestr. 50
  • 1918 „Schloß Lindenfels", Lichtspielhaus, Karl-Heine-Str. 50 °. 1000 Plätze Continental-Projektions-Ges. m. b. EL, Leipzig, Windmühlenstr. 31 — Fspr.: 20793
  • 1920 Schloß Lindenfels-Lichtspiele, Lindenau, Karl-Heinestr. 50 — Fernspr.: 18195-96 — H. (Sp. tägl., Pr.: halbwöchentlich) 860 Plätze Continental-Projektions-G. m. b. H., (Ufa-Konzern), Windmühlenstr. 49 Direktor: Fincke, Lampestr. 4
  • 1921 Schloß Lindenfels, Leipzig-Lindenau, Karl-Heine-Straße 50, F.: 18195, H. (tägl.) 725 I: Continental-Projektions-G. m. b. H. (Ufa-Konz.), Berlin. Gf: Felix Reinhardt.
  • 1924 Ufa-Theater „Schloß-Lindenfels- Lichtspiele", Karl-Heinestr. 50-52. Inh: Universum-Film A.-G., Berlin. PI: 800.
  • 1925 Schloß Lindenfels, Leipzig-Lindenau, Karl-Heine-Straße 50, F: 18195/96, H, R. täglich Gr: 1912 900 I: Continental-Projektions- G. m. b. H., (Ufa-Konz,). Gf: Willi Uhlig
  • 1926 Schloß Lindenfels-Lichtspiele, Karl-Heine-Straße 50/52. F: 43058, Gr: 1913, täglich, R, V, Kap: 6 M 800 I: Otto Morgenstern, Sternwartenstraße 2, F: 18979 Gf: Willy Uhlig
  • 1927 Lichtspielhaus „Schloß Lindentels", Karl Heine-Str. 50-52. Inh: Otto Morgenstern. Gf: Willy Uhlig. 800 PI.
  • 1928 Lichtspielhaus „Schloß Lindenfels", Leipzig-Lindenau, Karl-Heine-Straße 50/52, F: 430 58. Gr: 1912, tägl.. H. V 900 I: Otto Morgenstern, Sternwartenstraße 2 Gf: Willi Uhlig
  • 1929 Lichtspielhaus „Schloß Lindenfels", Leipzig-Lindenau, Karl-Heine-Straße 50/52, F: 43058, Gr: 1912, tägl., H, V 900 I: Otto Morgenstern, Sternwartenstraße 2 Gf: Willi Uhlig
  • 1930
  • 1931 Schloß Lindenfels-Lichtspiele, Karl-Heine-Straße 50/52, F: 43058, Gr: 1913, täglich, R, V, Kap: 6 M. 800 I: Otto Morgenstern, Sternwartenstraße 2, F: 18979
  • 1932 Lichtspiele Lindenfels, w 33, Karl-Heine-Straße 50/52, F: 43271, Gr: 1913, täglich, R, v, Kap: Mech. Musik, T-F: Klangfilm 800 I: Arthur Stoppe, N 22, Springerstraße 17, F: 43271
  • 1933 Lichtspiele Lindenfels, W 33, KarlHeine-Straße 50/52, F: 43271, Gr: 1913, täglich, R, V, Kap: Mech. Musik, T-F: Klangfilm 800 I: Arthur Stoppe, N 22, Springerstraße 17, F: 43271
  • 1934 Lichtspiele Lindenfels, W 33, Karl-Heine-Straße 50/52, F: 43271, Gr: 1913, täglich, R, V, T-F: Klangfilm 800 I: Arthur Stoppe, N 22, Springerstraße 17, F: 43271
  • 1935
  • 1937 Lichtspiele Lindenfels, W 33, Karl-Heine-Straße 50/52, F: 43271, Gr: 1913, täglich, V .713 I: Arthur Stoppe, N 22, Springerstraße 15. F: 43271
  • 1938 Lichtspiele Lindenfels, W 33, KarlHeine-Straße 50/52, F: 43271, Gr: 1913, täglich, V 713 I: Arthur Stoppe, W 33, Calvisiusstraße 26, F: 43271
  • 1939 Lichtspiele Lindenfels, W 33, Karl-Heine-Str. 50/52, F: 43271, Gr: 1913, V, I: Arthur Stoppe, W 33, Calvisiusstraße 26, F: 43271 713/tgl.
  • 1940 Lichtspiele Lindenfels, W 33, Karl-Heine-Straße 50/52, F: 43 271, Gr: 1913, V 713/tgl. I: Arthur Stoppe, W33, Calvisiusstraße 26, F: 43 271
  • 1941 Lichtspiele Lindenfels, W 31, Karl-Heine-Straße 50/52, F: 43 271, Gr: 1913, H 713/tgl. I: Arthur Stoppe, W 33, Calvisiusstraße 26, F: 43 271 u. 43 543
  • 1949 Lindenfels-Lichtspiele W 31, Karl-Heine-Straße 50/52. Pl. 713
  • 1950 Lindenfels-Lichtspiele W31, Karl-Heine-Str. 50/52. — 713 Pl.
  • 1985 Leipzig 7031, Lindenfels-Lichtspiele, K.-Heine-Str. 50, Tel: 486160
  • 1987 7031 Leipzig, Lindenfels-Lichtspiele, K.-Heine-Str. 50, Tel: 486160 oder 4786160
  • 1995 Schaubühne Lindenfels, Saal 1 (PRK), 200 Pl. Saal 2 (PRK), 60 Pl. 04229 Leipzig, Karl-Heine-Str. 50 Tel.: 0341/4786160, Fax: 4786160 Inh.: Gesellschaft für Theatererkundungen und Filmkunst, 04229 Leipzig, Karl-Heine-Str. 50
  • 1997 Schaubühne im Lindenfels, Großes Haus (PRK) 32 m2/200 Plätze, Kleines Haus (PRK) 18m2/60Plätze, 04229 Leipzig, Karl-Heine-Str. 50, Tel: 0341/484620, Inh: Gesellschaft für Theatererkundungen und Filmkunst, 04229 Leipzig, Karl-Heine-Str. 50