Ludwig Mecklinger

Aus Kinowiki
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Es bleibt dem Lande Baden-Württemberg vorbehalten, in seinen Grenzen eine große Anzahl wirklich alter verdienter Filmpioniere zu beherbergen. Das spricht für den zu allen Zeiten fortschrittlichen Sinn der Bewohner dieses Landes, der mit gesundem Unternehmungsgeist gepaart zu überall anerkannten Ergebnissen geführt hat. Einer dieser von den Fachkreisen anerkannten Filmpioniere, Ludwig Mecklinger aus Eßlingen am Neckar, kann am 1. März seinen 70. Geburtstag feiern und blickt auf eine 45jährige Arbeit und Praxis in der Filmwirtschaft zurück. Im Jahre 1910 übernahm Herr Mecklinger das erste Eßlinger Lichtspielhaus und wurde sechs Jahre später als Vorsitzender des Vereins der Lichtspieltheaterbesitzer Württemberg gewählt. Hierbei setzte er sich stets mit großer Aktivität für alle film wirtschaftlichen Belange ein und wurde aus diesem Grunde schon kurze Zeit darauf als bekannte filmwirtschaftliche Kapazität in den Vorstand des Reichsverbandes Deutscher Lichtspieltheaterbesitzer e. V. Berlin, berufen. Viele Jahre wirkte er hierbei zu Gunsten seiner Kollegen und der sich stets fortentwickelnden Filmwirtschaft, bis er im Jahre 1933 durch die Neugestaltung des gesamten Verbandswesens veranlaßt, seine Ehrenämter niederlegte. Seine alten Kollegen jedoch erinnern sich ganz besondere an seinem Ehrentage an seine so fruchtbare Verbandstätigkeit und die große von ihm arrangierte Festtagung des Reichsverbandes vom 20.—22. August 1929, die in Stuttgart stattfand und für die Fachkreise ein unvergeßliches Ereignis darstellte. Welcher großen Beliebtheit sich der Jubilar erfreut, beweist das ehrenvolle Gedenken zu seinem Festtag, Das Filmtheater 1-2/1955