Magdeburg Union-Theater Sudenburg

Aus Kinowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Geschichte

Am 15. Dezember 1911 gab A. Müller die Eröffnung seiner "Kino-Schauspiele Sudenburg" in einem neuen Saal bekannt. Schon im Januar 1912 wird das Etablissement "Union-Theater Sudenburg" genannt.

Das Grundstück heutige Halberstädter Str. 124, das zum Besitz der Sudenburger Maschinenfabrik und Eisengießerei gehörte, wurde 1890 bebaut. Der spätere Hausbesitzer Kaufmann Max Gottschalk, der ein Stofflager für Herrenmoden betrieb, ließ 1908 für den Schausteller August Müller im Erdgeschoss des Hauses ein Lichtspieltheater mit 127 Plätzen einrichten. In dem kleinen Kino, liebevoll „Flohkiste“ oder „Pantoffelkino“ genannt, ging es recht volkstümlich zu. Die Zuschauer saßen eng bei eng auf Holzbänken, stillende Mütter neben rauchenden Männern waren keine Seltenheit. Da sich in den folgenden Jahren das Kinowesen rasant entwickelte, entsprach das kleine Kino bald nicht mehr den Ansprüchen der Zeit. 1924 wurde es geschlossen. Hier richtete Mitte der 1930er Jahre die Firma Heinrich Montag ihr Geschäft ein. Der Besitzer der kleinen „Flohkiste“, August Müller, hatte 1910 gegenüber auf der „Halber“ das Grundstück (heutige Nummer 135) gekauft. Er plante dort den Bau eines festen Kinogebäudes auf dem Grundstück, die späteren Scala-Lichtspiele. (Quelle: Nadja Gröschner)

Kinodaten

  • 1918 Union-Theater, Halberstädterstr. 106, 130 Plätze, Inhaber: Max Eichhorn, Halberstädterstr. 117
  • 1920 Union-Theater, Salbke, Halberstädter Str. 106a, Gegründet 1907, täglich, 128 Plätze, Inhaber: Paul Weinrich
  • 1921 Union-Theater, Halberstädter Straße 117 (täglich) 128 Plätze, Inhaber: M. Eichhorn.