Mainz Rex & Bambi

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Das Bambi bei der Eröffnung

Geschichte

Premierenstimmung erfüllte die Atmosphäre in Hans Mühlbergs zweitem Mainzer Haus, den „Rex"-Lichtspielen. Als am 29. Mai nachmittags die Fachwelt dem stolzen Inhaber die Hände drückte, stießen Verleiher, befreundete Theaterbesitzer und Bekannte von nah und fern noch mit einem Heer von Handwerkern zusammen. Abends, auf die Minute 20,30 Uhr, war der letzte Hammerschlag getan, das Werk vollendet. Die Premiere (Panoramas „Försterchristi") rollte in festlichem Glänze ab. Am gleichen Platze standen früher Mühlbergs Markt-Lichtspiele, die am 27. Februar 1945 mit dem Goldenen Mainz in Schutt und Asche sanken. Von dem alten Bau konnten nur die Keller übernommen werden. Was sich über der Erde erhebt, ist neu und erheblich größer, moderner und schöner. Der neue Theaterbau am Mainzer Markt kommt zugleich den Wünschen nach der Wiederherstellung geschlossener Plätze in der bisher arg vernachlässigten Mainzer Altstadt entgegen.Das neue Haus, das siebente Theater in der Mainzer Innenstadt, hat 800 Plätze -und wurde nach den Plänen der Mainzer Architekten Viertel und Kies in drei Monaten und einer Woche errichtet. Vom Markt aus führt ein breiter, von Schaukästen flankierter Eingang zu den geräumigen Kassen. Von hier aus gelangt der Besucher zunächst in ein erstaunlich weiträumiges, rund 230 qm großes Foyer, das, mit architektonischer Einfallsfreude geschaffen, eine ganze Ladenfront Mainzer Firmen aufgenommen hat. Einladend bequeme Sessel erfreuen wartende Besucher. Der 570 qm große Theatersaal darf zu den schönsten seiner Art im Westen gezählt werden. In der Gestaltung der Decke, der Ausstattung der Wände, der Anordnung der Sitzplätze und der Beleuchtung sind die Architekten neue Wege gegangen, die bisweilen von revolutionärer Kühnheit sind. Am weitesten aus dem üblichen Rahmen fällt der surrealistisch beeinflußte Bühnen Vorhang, der noch manche Diskussion beleben wird. Die gesamte technische Planung und Ausrüstung des neuen Hauses wurde von Siemens-Klangfilm (Frankfurt) durchgeführt. Die Bildprojektion erfolgt über Bauer- B 8-Projektoren. Die Klang-film-Tonanlage (Gestellverstärker Type G und Lautsprecher-Kombination Euronor Junior) arbeitet mit doppelter Reserve. Ein Bauer- Dia-ProjeKtor garantiert schattenfreie Überblendung der Dias. Die Stromversorgung für die Bogenlampen erfolgt durch Klangfilm-Metallgleichrichter mit Fernsteuerung. Mit größter Sorgfalt hat Klangfilm den Raum akustisch „ausgeschossen". Die 32 qm große Leinwand bietet ein großes, klares Filmbild. Sämtliche 800 Sessel, von Kamphöner-Bielefeld geliefert, sind hochgepolstert. Schwerhörige finden eine Anlage mit zehn „Zapfstellen". Wie es der plastische Film demnächst verlangt, wird das Bild vom Vorführraum gerade auf die Leinwand geworfen. Wie das „Regina", so soll auch das „Rex" vornehmlich deutschem Filmischaffen dienen. Auch der gute Auslandsfilm wird hier gepflegt. Hans Mühberg gab diese Programm-Richtlinie bei der Premiere unter dem Beifall seines Publikums bekannt. Hans Kahlert übermittelte die Glückwünsche der Filmtheaterwirtschaft. Der neue Film 42/1952

  • Das große Rex am Mainzer Markt hat einen kleinen Bruder bekommen, der auf den Namen Bambi hört. Das neue Haus rundet mit seiner klaren stilvollen Front das Bild des Mainzer Marktplatzes harmonisch ab. Der Innenraum — 291 Polstersitze — bietet in seiner intimen Atmosphäre eine Meisterleistung moderner Architektur. Theaterbesitzer Hans Mühlberg, der sich mit begreiflichem Großvaterstolz zu dem Kind von Regina und Rex, dem liebenswerten Bambi bekennt, ließ von Ing. A. Dammeyer, Frankfurt, Philips-Projektoren und eine zeitgemäße Breitwand aufstellen. Das Bambi will die Freunde des wertvollen Films erfreuen. Mit dem Magna-Film der Deutschen London „Tagebuch einer Verliebten" fing es verheißungsvoll an. Der neue Film 94/1953

Bilder

MAINZRex.jpg
Foto: allekinos.com

Weblinks

www.allekinos.com

Kinodaten

  • 1957
  • 1958
  • 1959
  • 1960
  • 1961
  • 1962
  • 1971 Bambi im Rex Am Markt 11/13, T: 24528 I: FiImth. Betr. Georg Reiss, 291 P. Post: 35 Kassel, Königsplatz 53