Mannheim Alster

Aus Kinowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Das Alster war das dritte große Innenstadtkino (das Skala überlebte die Kinokrise der 70er ja nicht). Es war schon immer das Kino für den etwas anspruchsvolleren Film (Gilde-Mitglied), in den 50ern nannte man sich daher auch stolz "Studio für Filmkunst". Andererseits hatte das Kino nach dem Umbau in den 70er Jahren kaum noch einen besonderen Flair, den man besonders im Alhambra bis zu seinem Ende spüren konnte. Eigentlich lag das Kino recht günstig in einer Seitenstraße der Fußgängerzone, sodass der Druck es in Geschäftsräume unzuwandeln nicht so hoch war. Das Aus kam dann dennoch, als das benachbarte Modehaus P&C sein Haus erweiterte.

Geschichte

  • Nach den CinemaScope-Eröffnungen in Antwerpen, Straßburg, München und Köln fanden inzwischen auch im Elysee-Filmtheater Aachen und in den Alster-Lichtspielen Mannheim Aufführungen des ersten CinemaScope-Films „Das Gewand" auf Klangfilm-Stereodyn-Anlagen statt. Weitere Anlagen in anderen Städten werden zur Zeit installiert. Im Elysee-Filmtheater Aachen wurden Bauer B 12 Projektoren mit Klangfilm-Stereodyn-Magnettongerät eingebaut, dazu ein Eurodyn-G-Verstärkergestell für Lichtton und Magnetton sowie ein Stereodyn-Ergänzungsgestell GS 2 a. Als Bühnenlautsprecher wurden in der Mitte eine Klangfilm-Bionor-Kombination und an den Seiten je eine Klangfilm-Breitstrahlergruppe aufgestellt. In den Alster-Lichtspielen Mannheim waren als Grundausrüstung ebenfalls Bauer-B-12-Projektoren und ein Eurodyn-G-Gestell eingebaut: sowie eine Klangfilm-Euronor-Junior-Lautsprecherkombination. Für die Erweiterung auf Cinemascope, die sich mit dem Klangfilm-Stereodyn-System ohne Schwierigkeiten nachträglich durchführen läßt, wurden Klangfilm-Magnettongeräte, ein Ergänzungsgestell GS 2 und zwei Bionor-Lautsprecherkombinationen eingesetzt. Der neue Film 15/1954
  • Folgende Filmtheater haben bis Mitte Februar Klangfilm-Stereodyn-Anlagen zur Vorführung von stereophonischen Filmen erhalten: Alster-Lichtspiele Mannheim. Der neue Film 29/1954
  • Nach halbjähriger Bauzeit konnten die Alster-Lichtspiele (Studio für Filmkunst, Dr. Bernhard Künzig) ihre Pforten wieder eröffnen. Das Haus präsentiert sich nunmehr als ein „Amphitheater nach unten" (es geht bis zehn Meter unter die Erde). Hausarchitekt J. F. Morkel. der schon das erste „Alster" und die „Schauburg" (K1,5) erbaute, gab dem neuen „Alster" eine raumtechnisch besondere Note: Aus einem großen Foyer gelangt man hinunter zu dem statt 987 nur noch 612 Plätze fassenden Kinoraum und steht oberhalb des mit einem Höhenunterschied von vier Metern aufgebauten Parterre, das durch eine Brüstung getrennt, in die Logen mündet. Der 40 Meter lange Theaterraum erhält einen großen Teil seiner Wirkung durch den blauen Samt des großen Vorhangs, der in den Werkstätten des Nationaltheaters hergestellt wurde.. Roten Cordsamt tragen die Hochpolsterstühle mit Keilsitzen. Bei der festlichen Premiere mit „Lieben Sie Brahms?" konnte Hausherr Dr. Künzig viele alte Freunde seines Hauses willkommen heißen und versichern, daß die kompromißlose Pflege einer filmkünstlerischen Programm-Gestaltung fortgesetzt würde. — Technische Daten: Klima-Anlage: Maschinenfabrik Geisel, Mannheim; elektrische Anlagen: Rhein-Elektra, Mannheim; Kinotechnische Einrichtung: Siemens-Klangfilm (Bauer B 12, Lichtton-Magnetton, HI-Lampmen, 50 bis 80 A), Harkness-Bildwand, Bühnenöffnung 17 m breit, 8,50 m hoch. Die Bildwand (Siemens) ist so geschweißt, daß die Nahte unsichtbar sind. Wandbeleuchtung über Lamellen-Blech, auf Sillanwolle aufgelegt. Stühle: Schröder & Henzelmann, Bad Oeynhausen; Fernsteuerungen für Vorhangzug und Blenden, Beleuchtung und Gong. Induktive Schwerhörigenanlage. Das Filmtheater 4/1961
  • 10 Jahre Alster-Lichtspiele Mannheim Die durch die Austragung der Internationalen Kultur- und Dokumentarfilmwochen über die Grenzen Mannheims hinaus bekannt gewordenen Alster-Lichtspiele Dr. Bernhard Künzigs, die auch der Gilde deutscher Filmkunsttheater als ordentliches Mitglied angehören, bescherten ihren Freunden zum zehnten Jahrestag ihres Bestehens die ungekürzte Originalfassung der berühmten „Kinder des Olymp" von Marcel Carne. Am selben Abend konnte Dr. Künzig in seiner Scala zum ersten Male den Cimemiracle-Film „Windjammer" vorführen, nachdem das Theater in mehrtägigem Umbau für dieses Vorführsystem eingerichtet worden ist. Die Scala ist damit das zweite Theater im Bundesgebiet, das diese filmtechnische Sensation anbietet.Der neue Film 8/1959
  • 3.5.85 Schließung: MOVIE Mannheim Inh.: Alster-Lichtspielges. Dr. Künzig KG aus: Das Filmtheater 1985
  • 3.5.85 Schließung: CHERIE Mannheim Inh.: Alster-Lichtspielges. Dr. Künzig KG aus: Das Filmtheater 1985

Bilder

MANNHEIM%20Alster.jpg
Foto: allekinos.com

Weblinks

www.allekinos.com

Kinodaten

  • 1949 Alster-Lichtspiele O 3, 6-8. Inh.: „Alster"-Grundstücksverwaltung G.m.b.H. Geschf.: Dr. Künzig. Mit Dia 7 Tage Pl. 1005
  • 1950 Alster-Lichtspiele O 3, 6—8, an den Planken, Tel. 4 46 47, I: „Alster" Grundstücksverwaltungsges. ; m. b. H, Berlin, Niederlassung Mannheim, O 3, 6—8, Gf: Dr. Bernhard Künzig, Mannheim, A 4, 6, (Sternwarte) Tel. 4 49 88. 1005 Pl. 7 Tg, 3—4 V, Dia; App.: Bauer B 8, Vst.: Siemens-Klangfilm. Eurodyn I, Str.:-W, D. 220 Volt, 60 Amp.; Bühne 10x3, 5x8.
  • 1952 Alster-Lichtspiele An den Planken, Tel. 44 647, I. „Alster „ Grundstücksverwaltungsges. m.b.H., Berlin, Zweigniederlassg. Mannheim O 3, 6—8, Gf. Dr. Bernhard Künzig, Mannheim B 21, Tel. 32 988. Pl: 1005, 7 Tg, 21—22 V, tön. Dia, App. Bauer B 8, Vst. Siemens-Klangfilm, Eurodyn I, Str. W.-D. 220 Volt, 60 Amp, Bühne 10x3,5x8, Th. ja.
  • 1953 Alster-Lichtspiele An den Planken, Tel. 4 46 47, I. Alster-Lichtspiele GmbH., Mannheim, Gf. Dr. Bernhard Künzig, Mannheim, B 2, 1, Tel. 3 29 88, Ord. Mitgl. d. Gilde d. Filmkunsttheater Pl. 1005, 7 Tg., 28 V., tön. Dia, App. Bauer B 12 u. 3-D-Gleichlauf-Einrichtung, Vst. Siemens-Klangfilm, Str. W.-D. 220 Volt, 60 Amp., Bühne 10x3,5x8, Th. Ja
  • 1955 Alster-Lichtspiele An den Planken, Tel. 4 46 47, I. Alster-Lichtspiele GmbH., Mannheim, Gf. Dr. Bernhard Künzig, Mannheim, B 2, 1, Tel. 3 29 88, Ord. Mitgl. d. Gilde d. Filmkunsttheater Pl. 1005, 7 Tg., 28 V., tön. Dia, App. Bauer B 12 u. 3-D-Gleichlauf-Einrichtung, CinemaScope-Einrichtung, Siemens-Klangfilm mit 4-kanaligem stereophonischem Magnet-Ton, Vst. Siemens-Klangfilm, Str. W.-D. 220 Volt, 60 Amp.
  • 1956 Alster-Lichtspiele, Studio für Filmkunst An den Planken O 3, 6-8, Tel: 44647, Postanschr: desgl., Vers.-Bf: -Hbf., I: Alster-Lichtspiele GmbH., Priv.-Anschr: Victoriastr. 33, Gf: Dr. Bernhard Künzig Pl: 1000, Best: Schröder & Henzelpmann, Hochpolster, 7 Tg., 21-28 V., tön. Dia, App: Bauer B 12, Verst: Klangfilm, Str: D.-W. 220 Volt, 60 Amp., Bild- u. Tonsyst: Normal, CinemaScope, 4-Kanal-Stereophonie, Magnetton, Breitwandart: MMS, Bildw.- Abm: 4,35x12
  • 1957 Alster-Lichtspiel e,0. Gilde-Theat. O 3, 6/8, Tel: 20202, Postanschr: Alster Lichtspielgesellschaft Dr. Künzig KG, Mannheim K 1, 5b, I: Alster Lichtspielgesellschaft, Dr. Künzig KG, Gf: Dr. Künzig P: 1000, Best: Schröder & Henzelmann, Hochpolster, 7 Tg, 21-28 V, tön. Dia, 2 Mat.-/Spätvorst, App: Bauer B 12, Verst: Klangfilm, Lautspr: 3 Bionor, Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL u. 4 KM, Gr.-Verh: 1:2,35, 1:2,55
  • 1958-1961 Alster-Lichtspiele O. Gilde-Theater O 3, 6/8, Tel: 20202, Postanschr: Alster- Lichtspielgesellschaft Dr. Künzig K.G., Mannheim K 1, 5 b, Vers.-Bf: -Hbf., I: Alster-Lichtspielgesellschaft Dr. Künzig KG., Gf: Dr. Künzig Pl: 987 Best; Schröder & Henzelmann, Hochpolster, 7 Tg., 21-28 V., 2 Mat./Spät- vorst., tön. Dia-N, Br, Sc, App: Bauer B 12, Lichtquelle: Becklicht, Verst: Klangfilm, Lautspr: 3 Bionor, Bild- u. Tonsyst: Sc, 1 KL u. 4 KM, Gr.-Verh: 1:2,55
  • 1962 Alster, studio für filmkunst O. Gilde-Theater 3, 3 (An den Planken), Tel: 20202, Postanschr: Alsterlichtspielgesellschaft Dr. Kün- zig K.G, Mannheim, Viktoriastr. 33, Vers.- Bf: -Hbf, I: Alster-Lichtspielgesellschaft Dr. B. Künzig KG., Gf: Dr. Künzia PI: 630, Best: Schröder & Henzelmann, Hochpolster, 7 Tg, 28 V, 1 Mat.-Vorst, tön. Dia-N, Br, Sc, App: Bauer B 12, Lichtquelle: Becklicht, Verst: Klangfilm, Lautspr: 3 Bionor Klangfilm, Bild- u. Tonsyst: Sc, 1 KL u. 4 KM, Gr.-Verh: 1:2,55, Schwerhörigenanlage
  • 1971 Alster-Lichtspiele O 3, 3 T: 20202 I: Alster-Li. Ges. Dr. Künzig KG., 627 P. Post: Filmth. Zentralverwaltung 67 Ludwigshafen, Ludwigstr. 43
  • 1991-1992 Alster Kino, DO, 420 Plätze, Mannheim, Alster-Center 03,3, Tel. 0621/20202, Fax 0621/522040 Inh. Alster-Lichtspielges., Dr. Künzig KG, Lichtenberger Str. 10, 6700 Ludwigshafen, Tel. 0621/522048
  • 1993-1995 Alster Kino, DO SR, 430 Pl. 68161 Mannheim, Alster-Center O 3,3 Tel.: 0621/20202 Inh.: Alster-Lichtspielges., Dr. Künzig KG, 67059 Ludwigshafen, Lichtenberger Str. 10, Tel.: 0621/591090