Mannheim Pali, Palast-Theater

Aus Kinowiki
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Zustand Juli 2007

Heutiger Zustand

Verändert erhalten, Nutzung Sexshop: Der Kinosaal ist noch zu erahnen und auf der Empore sind heute Videokabinen untergebracht.

Geschichte

In dem vornehmen Jugendstil Wohn- und Geschäftshaus in bester Lage an der "Breiten Straße" wurde 1912, also nicht lange nach dessen Erbauung, das Palast-Theater eröffnet. Es hatte 542 Plätzen, 409 im Paterre und 133 auf dem Empore. 1928 wurde hier das erste Tonfilmtheater in Mannheim eröffnet.

Den Krieg überstand das Haus ohne Schaden, die Gegend in dem das Kino lag gehörte aber bald nicht mehr zu den besten Lagen in Mannheim. Entsprechend setzte man in den 50er und 60er Jahre auf ein jugendliches Publikum, Western und Krimis waren angesagt, in den 70ern dann Sexfilme und Gastarbeiterprogramm. Am 16. Juli 1976 lief im Pali der letzte Film und seitdem befindet sich hier ein Sex-Shop.


  • Eugen Bassler's „Palast" in der Breite Straße — als 6. Filmtheater Mannheims — wurde auf CinemaScope eingestellt. Die Einrichtung umfaßt eine BAUER D 12-Doppelanlage, Siemens Klangfilm-Geräte mit 4 Kanal-Magnetton und eine 10 x 4 m große Miracle-Mirror-Bildwand. Das Filmtheater 7-10/1955
  • Eines der ältesten Mannheimer Lichtspielhäuser, das Palast-Theater auf der Kurpfalzstraße, kann auf ein 40jähriges Bestehen zurückblicken. Es war bei der Eröffnung im Jahre 1916 mit seinen 650 Sitzplätzen das größte Theater Mannheims. 1942 übernahm es der heutige Besitzer Eugen Basler, der jetzt 35 Jahre im Fach ist. Er diente von der Pike auf, machte die „Kinderkrankheiten" der Kinoentwicklung mit und steuerte sein Theater durch alle Stürme der Zeit. Im Herbst 1945 konnte er sein erstes Kino-Haus in Mannheim wieder eröffnen. Das Filmtheater 5-6/1956
  • Eugen Baßler, ein alteingesessener Mannheimer, feierte kürzlich sein 35-jähriges Berufs-Jubiläum. Nach Absolvierung einer kaufmännischen Lehre trat der Jubilar 1921 in das Kino-Fach ein. Später leitete er die Betriebe seines Vaters, zuerst das „Odeon" und dann den „Gloria-Palast" Mannheim. Da der „Gloria-Palast" 1943 durch Bomben zerstört wurde, übernahm Baßler 1945 die „Palast-Lichtspiele" Mannheim, Breite Str. J 1, 6, ein Theater, das bereits 30 Jahre bestand. Die „Palast-Lichtspiele" wurden vor 40 Jahren als Kino-Zweckbau errichtet. Das Gebäude hat die beiden Weltkriege überdauert, wenn es auch 1942 und 1945 stark f lieger geschädigt wurde. Am 13. Oktober 1945 wurden die Palast-Lichtspiele als erstes Mannheimer Lichtspiel-Theater nach dem Kriege von Eugen Baßler neu eröffnet. Es wurden fast alle 3 D Filme in das Programm aufgenommen und im August 1955 wurde Breitwand, CinemaScope-Magnetton und Lichtton eingeführt. Audi der WdF BW gratulierte herzlichst zum Doppel-Jubiläum. Das Filmtheater 7/1956

Kinodaten

Name
  • 1917 Palast-Lichtspiele
  • 1928 Palast-Theater
Adresse

P 1, 6 (Breite Straße)

Inhaber
  • 1917 Ernst Niemann
  • 1938 Palast-Lichtspiele, Wilhelm Niemann u. Co.
  • 1949 Eugen Baßler
  • 1958 I: Oskar u. Hermann Baßler, Gf: Oskar Baßler
  • 1971 I: Alster-Li. Ges. Dr. Künzig KG
Ausstattung
  • 1918 700 Plätze
  • 1921 550 Plätze
  • 1926 600 Plätze
  • 1927 547 Plätze, täglich
  • 1931 550 Plätze, T-F: Tobis, täglich
  • 1940 520 Plätze, tgl. Bühne 10,90 x 1,80 m
  • 1949 553 Plätze, 7 Tg, App.: Bauer B 8, Vst.: Klangfilm, Bühne 5,3 x 6,2 m
  • 1952 638, 7 Tg., App. Bauer B 8, Vst. Klangfilm-Erodyn, Bühne 5,3 x 6,2 m
  • 1953 655, 7 Tg., Bauer B 12, Vst. Klangfilm-Eurodyn, Bühne 5,3 x 6,2 m
  • 1956 Best: Polstersitze, Bild- u. Tonsyst: CinemaScope, 1-Kanal-Lichtton, Breitwandart: MMS, Bildw.-Abm: 4x10, Bühne: 8x6
  • 1956N Bild- u. Ton- syst. 4-Kanal-Magnetton
  • 1958 606 Plätze, Best: Löffler, Polstersitze, 7 Tg., App: Philips, Verst: Philips, Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL, Gr.-Verh: 1:2,35