Mannheim Scala-Filmtheater

Aus Kinowiki
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Das zweite Kino in dem Quadrat P7 konnte sich nicht so lange wie das Alhambra halten. Heute sind keine Anzeichen von dem Kino mehr zu sehen, die Fassade wurde in den letzten Jahren neu gestaltet. Nur der massige Baukörper im Inneren des Baublocks könnte ein Hinweis auf die noch vorhandene Bausubstanz sein.

Geschichte

  • In dem Kino gab es eine Cinerama Leinwand mit 16,6 x 7,8 Meter).
  • Unter der Bauleitung von Architekt Philipp Wolf entsteht in P 7 ein neues Lichtspielhaus „Mannheimer Scala", das mit dem Todd-AO-Verfahren arbeitet. Die Wiedergabe erfolgt auf einer Leinwand von 8 m Höhe und 20 m Breite. Das Haus wird mit dem von Philips entwickelten Projektor DP 70 ausgestattet und 330 Personen Platz bieten. Bauherr ist Theaterbesitzer J. J. Wilhelm, Ludwigsfhafen. Das neue -Haus soll im November eröffnet werden. Film-Echo 63/1957
  • Noch im abgelaufenen Jahr eröffnete in der Mannheimer Innenstadt Dr. Bernhard Künzig die Scala , Mannheims 34. Lichtspieltheater, ein weiteres Todd-AO-Haus. In knapp sechs Monaten war es vom Bauherrn Julius Wilhelm, Ludwigshafen, nach Plänen von Architekt Philipp Wolf, BDA, Mannheim, im Stahlbetonskelettbau errichtet worden. Die filmfachliche Leitung übernahm Dr. Künzig, wie er sagte, gerne, weil es „nicht einfach ein weiteres Kino" ist. Elegant demonstrierte er den 700 Premierengästen die Möglichkeiten des fast runden Hauses. Winzig fast erschien die Normal-leinwand, sie streckte sich zur Breitwand, weiter zu CinemaScope und dann zu Todd-AO 18,5 mal 8 Meter! Josef Tröndle, Mannheim, hat die Philips-Kinomaschinen geliefert, die alle Filmarten zeigen können: zwei Universalprojektoren DP 70 mit HI-Bogenlampen für 85 Ampere, dazu ein Normalfilm-Projektor FP 56 mit Dia-Zusatz. Die HI-FI-Kinoverstärkeranlage ist für Licht- und Magnetton bis zu sechs Kanälen geeignet. Die Seitenwände des Zuschauerraums sind mit grauem Plastikstoff bespannt, wenig Phantasie wurde bei der Gestaltung der Klima-Bullaugen verschwendet. Die gigantischen Ausmaße der Leinwand ermöglichten eine verhältnismäßig flache Gestaltung der nur parterre aufgestellten Sitze. Abgeschlossen wird das moderne Amphitheater von einer untergezogenen dunklen Decke mit kleinen eingesetzten Leuchten als Kontrast zu der indirekten Beleuchtung von oben herab. Foyer und Aufgang sind, gewissermaßen als Ausgleich, mit geglückten Kunstglas-Gemälden geschmückt Foyer, Kasse und Garderobe befinden sich genau unter dem Theaterraum selbst. Der neue Film 7/1958
  • Am selben Abend konnte Dr. Künzig in seiner Scala zum ersten Male den Cimemiracle-Film „Windjammer" vorführen, nachdem das Theater in mehrtägigem Umbau für dieses Vorführsystem eingerichtet worden ist. Die Scala ist damit das zweite Theater im Bundesgebiet, das diese filmtechnische Sensation anbietet.Der neue Film 8/1959
  • Das im Dezember letzten Jahres in der Mannheimer Innenstadt eröffnete, von den Ludwigshafener Bauunternehmern J. und J, Wilhelm errichtete Scala-Filmtheater, das von Anfang an von Dr. Bernhard Künzig filmwirtschaftlich betreut wurde, ist nun von der Alster-Lichtspielgesellschaft Dr. Künzig KG. gepachtet worden. Dr. Künzig verfügt damit über vier Häuser in Mannheim, über sein Alster-Filmkunsttheater,, über das von der Stadt im Vorort Schönau erbaute Unser Kino, über die nach Auszug des Nationaltheaters wieder freigewordene Schauburg und nun mit der Scala sogar über ein Todd-AO-Theater. Als Theaterleiter wurde der seitherige Assistent Herbert Spiesberger, früher Turmtheater Frankfurt, in der Scala eingesetzt. Der neue Film 71/1958

Kinodaten

  • 1958 „Scala" P 7, 2/3, Tel: 20444, Vers.-Bf: -Hbf., I: Julius Wilhelm, Gf: Dr, Künzig KG. PI: 730, Best: Hochpolster, 7 Tg, z. Zt. 16 V, tön. Dia, App: Philips DP 70 u. FP 56, Verst: Philips, Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL, bis zu 6 KM, Todd-AO, Gr.-Verh: 1:2,55
  • 1959 Scala P 7, 2/3, Tel: 20444, Vers.-Bf: -Hbf., Postanschr: Alster-Lichtspiel-Ges. Dr. Künzig KU, Mannheim K 1, 5b, I: Alster-Licht- dFH'S63- Dr" Künzi9 KG., Gf: Dr. Künzig °"30, Best: Hochpolster 7 Tg., z. Zt. 16 V, tön. Dia, App-, Philips DP 70 u. FP 56, Verst: Philips, Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL, bis zu 6 KM, Todd-AO, Gr.-Verh: 1:2,55, Einrichtung „Cinemiracle"
  • 1960 „Scala" P 7, 2/3, Tel: 20444, Vers.-Bf: -Hbf., Postanschr: Alster-Lichtspiel-Ges. Dr. Künzig KG., Mannheim K 1, 5b, I: Alster-Lic'ht- spiel-Ges. Dr. Künzig KG., Gf: Dr. Künzig PI: 730, Best: Hochpolster, 7 Tg., z. Zt. 16 V., tön. Dia, App: Philips DP 70 u. FP 56, Verst: Philips, Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL, bis zu 6 KM, Todd-AO, Gr.-Verh: 1:2,55, Einrichtung „Cinemiracle"
  • 1961 „Scala" P 7, 2/3, Tel: 20444, Vers.-Bf: -Hbf, Postanschr: Alster-Lichtspiel-Ges. Dr. Künzig KG, Mannheim K 1, 5b, I: Alster-Licht- spiel-Ges. Dr. Künzig KG, Gf: Dr. Künzig PI: 730, Best: Hochpolster, 7 Tg, 21 V, tön. Dia-N, Br, App: Philips DP 70 u. FP 56, Lichtquelle: Becklicht, Verst: Philips, Bild- u. Tonsyst: Sc, 1 KL, 1 KM bis zu 6 KM, Todd-AO, Gr.-Verh: 1:2,55, Einrichtung „Cinemiracle"
  • 1962 "Scala" P 7, 2/3, Tel: 20444, Vers.-Bf: -Hbf, Postanschr: Alster-Lichtspiel-Ges. Dr. Künzig KG, Mannheim, Viktoriastr. 33, Tel: 44086, I: Alster-Lichtspiel-Ges. Dr. Künzig KG, Gf: Dr. Künzig PI: 730, Best: Hochpolster, 7 Tg, 21 V, tön. Dia-N, Br, App: Philips DP 70 mm u. FP 56, Lichtquelle: Becklicht, Verst: Philips, Bild- u. Tonsyst: Sc, 1 KL, 1 KM bis zu 6 KM, Todd-AO, Gr.-Verh: 1:2,55, Einrichtung „Cinemiracle"
  • 1971 Scala T: 20444-p 7, 2 3 l. u. Post: s. Alster-Li. 730 P.

Das Kino war 1962 mit einer Philips 70 mm-Anlage ausgestattet.

Bilder

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Zustand 2008