Norden Apollo-Theater: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Kinowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
(Geschichte)
 
Zeile 8: Zeile 8:
 
Die Betreiberwechsel des „Apollo“ in Norden entsprachen denen des Kino-Centers in Emden: Etwa 1990 verpachtete Friedo Buschmann das Kino an die „Vereinigte Filmtheater-Betriebs-GmbH“ aus Hannover, ab 1994 wurde aus Kino von der „Groteheide Ostfriesische Filmtheater GmbH“ geleitet. Seit dem 1. Januar 1999 betreibt die „Ostfriesische Filmtheater GmbH“ aus Papenburg auch dieses Haus. Der große Kinosaal befand bis Anfang dieses Jahres in einem schlechten Zustand: An den Wänden hing noch die Acella-Wandbespannung der späten 50er-Jahre, ein Großteil der Sitze stammte ebenfalls aus dieser Zeit. Mitte April 2004 wurde das Kino vorübergehend geschlossen und für etwa 350.000 € renoviert: Die Fassade, das Foyer sowie der Kassenbereich wurden neu gestaltet, der Saal wurde komplett umgebaut. Um die Sicht von den hinteren Reihen zu verbessern, wurde der Boden der hinteren Saalhälfte erhöht. Durch den Einbau gemütlicher Polstersitze und vergrößerter Reihenabstände reduzierte sich die Platzzahl erneut auf 222 Sitze. Zudem wurden Vorhang, Leinwand, Teppichboden, Decke und Wandbespannung erneuert. Beide Säle erhielten neue Projektoren, der große wurde zusätzlich mit einer „Dolby-Digital-Tonanlage“ ausgerüstet. Von der Ausstattung entspricht der Saal nun dem „Multiplex-Standard“, von der Atmosphäre befindet er sich meiner Meinung nach sogar weit darüber. Mit der Wiedereröffnung wurde das Rauchen hier untersagt. aus: [[Stephan Bents]]
 
Die Betreiberwechsel des „Apollo“ in Norden entsprachen denen des Kino-Centers in Emden: Etwa 1990 verpachtete Friedo Buschmann das Kino an die „Vereinigte Filmtheater-Betriebs-GmbH“ aus Hannover, ab 1994 wurde aus Kino von der „Groteheide Ostfriesische Filmtheater GmbH“ geleitet. Seit dem 1. Januar 1999 betreibt die „Ostfriesische Filmtheater GmbH“ aus Papenburg auch dieses Haus. Der große Kinosaal befand bis Anfang dieses Jahres in einem schlechten Zustand: An den Wänden hing noch die Acella-Wandbespannung der späten 50er-Jahre, ein Großteil der Sitze stammte ebenfalls aus dieser Zeit. Mitte April 2004 wurde das Kino vorübergehend geschlossen und für etwa 350.000 € renoviert: Die Fassade, das Foyer sowie der Kassenbereich wurden neu gestaltet, der Saal wurde komplett umgebaut. Um die Sicht von den hinteren Reihen zu verbessern, wurde der Boden der hinteren Saalhälfte erhöht. Durch den Einbau gemütlicher Polstersitze und vergrößerter Reihenabstände reduzierte sich die Platzzahl erneut auf 222 Sitze. Zudem wurden Vorhang, Leinwand, Teppichboden, Decke und Wandbespannung erneuert. Beide Säle erhielten neue Projektoren, der große wurde zusätzlich mit einer „Dolby-Digital-Tonanlage“ ausgerüstet. Von der Ausstattung entspricht der Saal nun dem „Multiplex-Standard“, von der Atmosphäre befindet er sich meiner Meinung nach sogar weit darüber. Mit der Wiedereröffnung wurde das Rauchen hier untersagt. aus: [[Stephan Bents]]
  
 
+
Das Kino ist seit dem 29. August 2019 geschlossen.
 
+
 
+
Das Kino ist seit dem 29,08,2019 Geschlossen. Um 19:30 Uhr am 28,08,2019 Lief die letzte Vorstellung.'''
+
'''
+
  
 
==Kinodaten==
 
==Kinodaten==
Zeile 29: Zeile 25:
  
 
[[Kategorie:Niedersachsen]]
 
[[Kategorie:Niedersachsen]]
[[Kategorie:Kino in Betrieb]]
 

Aktuelle Version vom 30. Dezember 2019, 16:54 Uhr

Geschichte

Am 18. Dezember 1958 eröffnete das letzte neue Kino in Norden. Ella Zicke hatte an der Osterstraße 136a einen Kinoneubau mit ca. 150 qm großer Bühne und Orchestergraben für Theateraufführungen erbauen lassen. Das heute noch existierende „Apollo-Theater“ verfügte damals über 516 Plätze und eine CinemaScope-Leinwand, die Bühne wurde unter anderem von der Landesbühne für ihre Theateraufführungen genutzt. Die Filmpremieren fanden ab sofort hier statt.

In den 60er Jahren führte Elfriede Zicke das „Apollo-Theater“ mit 516 Plätzen weiter. Wöchentlich fanden hier 12 bis 16 Vorstellungen statt. Das Programm war auf die breiten Zuschauerschichten ausgerichtet; das Filmtheateradressbuch von 1966 bezeichnet das Kino als „Familientheater“. Die Bühne des „Apollo“ wurde inzwischen nicht mehr für Theaterzwecke genutzt, da mit dem Bau der Kreis-Realschule ein Saal mit Bühne entstanden war, der sich aufgrund seiner Größe und Ausstattung besser für die Aufführungen eignete. Nun reduzierte Elfriede Zicke die Plätze von 516 auf 300. Am 21. Dezember 1971 genehmigte die Stadt Norden die Einrichtung des Kinos „Lupe“ mit 108 Plätzen in dem ehemaligen Bühnenhaus. Dazu wurde unter anderem der vorhandene Bühnenfußboden mit Gefälle verlegt und die Decke abgehängte. 1974 erteilte die Bauaufsicht dem Kino-Center die angestrebte Rauchererlaubnis.

Etwa fünf Jahre später übernahm ihr Sohn Klaus das Center, der auch die Emder „Gondel-Filmkunst“, das Auricher „City-Kino“ und ab 1983 auch das neue Auricher „Kino-Center“ betrieb. Etwa in der zweiten Jahreshälfte 1984 wurde das Konkursverfahren über den Filmtheaterbetrieb Klaus Zicke eröffnet; Friedo Buschmann kaufte das Norder Kino. Das hier gezeigte Programm war auf breite Zuschauermassen ausgerichtet, nach der Übernahme wurden in dem kleinen Saal, der nun „Apollo 2“ hieß, keine Sexfilme mehr gespielt. Irgendwann in den 70er- oder 80er-Jahren wurden in dem großen Saal („Apollo 1“) einige Sitzreihen durch Zweisitzersofas ausgetauscht, wodurch sich sie die Platzzahl auf 255 reduziert. Das „Apollo 2“ hatte nach einer Renovierung nur noch 97 Sitze, wodurch sich die Gesamtplatzzahl von ursprünglich 516 auf 352 reduzierte.

Die Betreiberwechsel des „Apollo“ in Norden entsprachen denen des Kino-Centers in Emden: Etwa 1990 verpachtete Friedo Buschmann das Kino an die „Vereinigte Filmtheater-Betriebs-GmbH“ aus Hannover, ab 1994 wurde aus Kino von der „Groteheide Ostfriesische Filmtheater GmbH“ geleitet. Seit dem 1. Januar 1999 betreibt die „Ostfriesische Filmtheater GmbH“ aus Papenburg auch dieses Haus. Der große Kinosaal befand bis Anfang dieses Jahres in einem schlechten Zustand: An den Wänden hing noch die Acella-Wandbespannung der späten 50er-Jahre, ein Großteil der Sitze stammte ebenfalls aus dieser Zeit. Mitte April 2004 wurde das Kino vorübergehend geschlossen und für etwa 350.000 € renoviert: Die Fassade, das Foyer sowie der Kassenbereich wurden neu gestaltet, der Saal wurde komplett umgebaut. Um die Sicht von den hinteren Reihen zu verbessern, wurde der Boden der hinteren Saalhälfte erhöht. Durch den Einbau gemütlicher Polstersitze und vergrößerter Reihenabstände reduzierte sich die Platzzahl erneut auf 222 Sitze. Zudem wurden Vorhang, Leinwand, Teppichboden, Decke und Wandbespannung erneuert. Beide Säle erhielten neue Projektoren, der große wurde zusätzlich mit einer „Dolby-Digital-Tonanlage“ ausgerüstet. Von der Ausstattung entspricht der Saal nun dem „Multiplex-Standard“, von der Atmosphäre befindet er sich meiner Meinung nach sogar weit darüber. Mit der Wiedereröffnung wurde das Rauchen hier untersagt. aus: Stephan Bents

Das Kino ist seit dem 29. August 2019 geschlossen.

Kinodaten

  • 1959 Apollo-Theater, Osterstr. 136, Tel: 3229, Inh: Elfriede Zicke, PI: 516, Polster, 7 Tg, 14-16 V, 2 Spätvorst, tön. Dia, App: Bauer, Verst: Klangfilm, Lautspr: Bauer, Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL, Gr.-Verh: 1:2,35
  • 1960 Apollo-Theater, Osterstr. 136, Tel: 4150, Inh: Elfriede Zicke, PI: 516, Polster, 7 Tg, 14-16 V, 2 Spätvorst, tön. Dia, App: Bauer, Verst: Klangfilm, Lautspr: Bauer, Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL, Gr.-Verh: 1:2,35, Th, Var. (spielbare Bühnenfläche 150 qm, moderne Garderobenräume)
  • 1961 Apollo-Theater, Osterstr. 136, Tel: 4150, Inh: Elfriede Zicke, PI: 516, Polster, 7 Tg, 14-16 V, 2 Spätvorst, FKTg: alle 14 Tage, FKV: monatl, tön. Dia-N, Sc, App: Bauer, Verst: Klangfilm, Lautspr: Bauer, Bild- u. Tonsyst: Sc, 1 KL, Th, Var, Schwerhörigenanlage
  • 1962 Apollo-Theater, Osterstr. 136, Tel: 4150, Inh: Elfriede Zicke, PI: 516, Polster, 7 Tg, 14-16 V, 2 Spätvorst, FKTg: alle 14 Tage, FKV: monatl, tön. Dia-N, Sc, App: Bauer, Lichtquelle: Becklicht, Verst: Klangfilm, Lautspr: Bauer, Bild- u. Tonsyst: Sc, 1 KL, Var, Schwerhörigenanlage
  • 1971 Apollo-Theater, Osterstr 136, T:4150, Inh: Elfriede Zicke, 516 Plätze
  • 1993 Apollo Kino 1, DOSR, 242 Plätze, Apollo Kino 2, 85 Plätze, 26506 Norden, Osterstr. 136a, Tel. 04931/4150, Inh: Vereinigte FTB GmbH, Gf:Flebbe, 30519 Hannover, Grazer Str. 10
  • 1995 Apollo, Kino 1, DO SR, 242 Pl. Kino 2, 85 Pl. 26506 Norden, Osterstr. 136a, Tel: 04931/4150, Inh: Groteheide Ostfriesland Filmtheater GmbH, 33330 Gütersloh, Kökerstr. 16
  • 1997 Apollo, Kino 1 (VZK/RAK) DO SR 242 PI. Kino 2 (VZK/RAK) 85 PI. 26506 Norden, Osterstr. 136a, Tel: 04931/4150, Inh: Groteheide Ostfriesland Filmtheater GmbH, 33330 Gütersloh, Kökerstr. 16

Weblinks