Oldenburg Schauburg (Burg-Lichtspiele,Wunderburg)

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Geschichte

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Nicht nur ältere Osternburger können sich sicherlich noch an die Zeiten erinnern, als es unter anderem neben einer Markthalle auch ein Kino gab. So wurde hier auch Osternburger Kinogeschichte geschrieben.

Angefangen hat alles einmal mit Dreisers Etablissement am Osternburger Markt. Nicht nur die Osternburger trafen sich, sondern ebenso viele Bürger aus den benachbarten Stadtteilen. Um die Jahrhundertwende übernahm Gustav Frohns von Dreiser das Etablissement und richtete den „Gasthof zur Burg“ ein.

Im Jahre 1928 wurde hier erstmals ein Kino eröffnet. In den damaligen „Wunderburg- Lichtspielen“ an der Bremer Straße 44-46 fanden rund 400 Zuschauer Platz. Betrieben wurde das Kino von Ella Mertens aus Hamburg, die auch bereits die „Wall-Lichtspiele“ gepachtet hatte. Doch bereits 1932 schloss sie aufgrund von Unrentabilität das Kino.

Erst 1936 kam es zur Wiedereröffnung durch den Wilhelmshavener Willehard Jacobs unter dem Namen „Burg-Lichtspiele“. Drei Jahre später kaufte der Oldenburger Kino-Experte August Peter das Haus und betrieb das Kino bis zu seinem Tode 1944 unter dem Namen „Schauburg-Lichtspiele“ weiter.

Die Erben von August Peter führten das Kino zunächst weiter, bis es die Engländer 1949 für ihre Truppen beschlagnahmten. Die Osternburger beklagten in der Folgezeit das Fehlen eines Lichtspielhauses in ihrem Stadtteil. So kam es 1949 dazu, dass auf dem Nachbargelände ein Ausweichkino unter dem Namen „Schauburg“ eröffnet wurde.

Nach dem Abzug der Engländer 1955 erfolgte die Rückkehr der „Schauburg“ in die ursprünglichen Räumlichkeiten. Das Ausweichkino wurde fortan unter dem Namen „Union-Lichtspiele“ weitergeführt. Von 1962 bis 1967 erfolgten mehrere Pächterwechsel, bevor es 1967 zur endgültigen Schließung des Osternburger Kinos kam. Es kam zur Umwandlung in Einzelhandelsgeschäfte und einen Supermarkt. [1]


  • Die Schauburg in Oldenburg, die seit 1949 Theater der Besatzungsmacht war, ist vor kurzem freigegeben worden, und soll mach gründllicher Renovierung und Umstellung auf CmemaScope zu Weihnachten für das deutsche Publikum wieder eröffnet werden. Der neue Film 99/1955

Kinodaten

  • 1929 Wunderburg Lichtspiele, Bremer Straße 44/46, F: 1055, 4 Tage, 409 Plätze, Inh: Frau Oberst Ella Mertens, Hamburg, Gf: Hugo Piep
  • 1930 Wunderburg Lichtspiele, Bremer Straße 44/46, F: 1055, 4 Tage, Bühne: 35 qm, 409 Plätze, Inh: Frau Ella Mertens, Hamburg, Gf: Hugo Piep
  • 1931 Wunderburg Lichtspiele, Bremer Straße 44/46, F: 3015, 4 Tage, Bühne: 35 qm, Kap: 2 M. 390 Plätze, Inh: Frau Ella Mertens, Hamburg, Gf: Hugo Piep
  • 1932 Wunderburg Lichtspiele, Bremer Straße 44/46, F: 3015, 4 Tage, Bühne: 35 qm, T-F: Kinoton, 390 Plätze, Inh: Frau Ella Mertens, Hamburg, Gf: Hugo Piep
  • 1937 Burg-Lichtspiele, Bremer Str. 46, F: 4442, Gr: 1936, täglich, 444 Plätze, Inh: Willehad Jacobs, Damm 26, F: 4442
  • 1938 Burg-Lichtspiele, Bremer Str. 46, F: 4442, Gr: 8.10.1936, täglich, 444 Plätze, Inh: Willehad Jacobs, Wunderburgstraße 129, F: 4442
  • 1940 Schauburg, Oldenburg-Osternburg, Bremer Straße 46, F: 4200, Gr: 8.10.1936, 502 Plätze, täglich, Inh: A. Peter, Hannover, F: 61178
  • 1941 Schauburg, Bremer Str. 46, F: 4200, Gr: 8.10.1936, Bühne: 8x4,5m, 500 Plätze, täglich, Inh: August Peter, Hannover
  • 1949 Schauburg, Inh: Bertha Peter, Bremerstraße 44, Pl. 500
  • 1950 Schauburg, Bremerstr. 44/46, Tel. 4880, Inh: Aug. Peter (Erben), Gf: Berta Peter, 500 Pl.
  • 1952 °Schauburg, Bremerstr. 44/46, Tel. 4880, Inh: Aug. Peter (Erben), Gf: Berta Peter, Oldenburg, Bremerszraße 44. PI. 500.
  • 1953 °Schauburg, Bremer Str. 44/46, Tel. 4880, Inh: Aug. Peter, Erben, Gf. Alfred Osterhaus, Pl: 500
  • 1955 °Schauburg, Bremer Str. 44/46, Tel. 4880, Inh: Aug. Peter, Erben, Gf: Alfred Osterhaus, Pl. 500
  • 1956 Schauburg-Lichtspiele, Bremer Str. 44/48, Tel: 4880, Inh: August Peter, Erbengemeinschaft, Pl: 500, 7 Tg., 23 V.
  • 1956N Schauburg-Lichtspiele, Änd: Bremer Str. 46 - Erg: Gf. Frau E. Osterhaus - Erg: App. Ernemann VII B - Erg: Bild- u. Tonsyst. Breitwand, CinemaScope, 1-Kanal-Lichtton
  • 1957 Schauburg-Lichtspiele, Bremer Str. 46, Tel: 4880, Inh: August Peter, Erbengemeinschaft, Gf: Frau F. Osterhaus, PI: 500, 7 Tg., 23 V., App: Ernemann VII B, Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL, Gr.-Verh: 1:2,35
  • 1958 Schauburg-Lichtspiele, Bremer Str. 46, Tel: 4880, Inh: August Peter, Erbengemeinschaft, Gf: Frau F. Osterhaus, Pl: 500, 7 Tg, 23 V, App: Ernemann VII B, Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL, Gr.-Verh: 1:2,35
  • 1959 °Schauburg-Lichtspiele, Bremer Str. 46, Tel: 4880, Inh: August Peter, Erbengemeinschaft, Gf: Frau F. Osterhaus, PI: 500, 7 Tg, 23 V, App: Ernemann VII B, Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL, Gr.-Verh: 1:2,35
  • 1960 °Schauburg-Lichtspiele, Bremer Str. 46, Tel: 4880, Inh: August Peter, Erbengemeinschaft, Gf: Frau F. Osterhaus, PI: 500, 7 Tg., 23 V., App: Ernemann VII B, Bild- u. Tonsyst: CS1 KL, Gr.-Verh: 1:2,35
  • 1961 Schauburg-Lichtspiele, Bremer Str. 46, Tel: 4880, Inh: August Peter, Erbengemeinschaft, Gf: Frau F. Osterhaus, PI: 500, 7 Tg, 23 V, App: Ernemann VII B, Bild- u. Tonsyst: Sc, 1 KL
  • 1962 °Schauburg-Lichtspiele, Bremer Str. 46, Tel: 4880, Inh: August Peter, Erbengemeinschaft, Gf: Frau F. Osterhaus, PI: 500, 7 Tg, 23 V, App: Ernemann VII B, Bild- u. Tonsyst: Sc, 1 KL

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