Omniplex

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Geschichte

Die Omniplex Filmtheaterbetriebe GmbH & Co KG mit Sitz in Hannover waren ein Filmtheaterunternehmen, welches mehrere Kinos in Deutschland betrieb.

Gegründet wurde die Omniplex-Gruppe Ende 1994. 1996 startete eine Kooperation mit der Reiss-Kinogruppe in München und die Übernahme des Gloria-Theaters und der Karlstor-Kinos. 1998 betrieb die Omniplex-Gruppe bereits Kinos an 4 Standorten in Deutschland.

In Aalen wurde 1995 das erste Omniplex als Neubau eröffnet. Es folgten ein weiteres 1996 in Kleve und zwei in München im Oktober 1996. Im Dezember 1997 wurde das Omniplex Halberstadt mit 7 Sälen und 1600 Plätzen in einer ehemaligen Zuckerfabrik eröffnet. Am 19. November 1998 eröffnete das Kino in Salzgitter mit sieben Sälen und 1500 Sitzplätzen. Anfang Februar 1999 folgte Oldenburg mit acht Sälen und 2000 Plätzen.

Im Jahr 1998 gab es Planungen für weitere Kinoeröffnungen, so für Bietigheim-Bissingen im Dezember 1999 (8 Säle/1800 Plätze), Braunschweig im Herbst 1999 (9/2280), Dormagen im Oktober 1999 (7/1300), Hannover im Oktober 1999 (10/3600), Leipzig im Frühjahr 1999 (7/2000), Osnabrück im November 1999 (8/2000), Offenburg im November 1999 (7/1500), Singen im August 1999 (7/1300), Pforzheim im September 1999 (8/1800). Nach dem Jahr 2000 waren noch Kinos in Detmold, Fürth, Potsdam und Neumünster geplant.

Alle geplanten Projekte konnten durch die Omniplex-Gruppe nicht mehr selbst verwirklicht werden und wurden durch Cineplex und Cinemaxx realisiert. Im März 1999 übernahm die Cinemaxx-Gruppe die Mehrheit der Anteile an der Omniplex Gesellschaft, da diese in finanzielle Schieflage geraten war. Vertreter beider Unternehmen unterzeichneten am 18. März 1999 in Hamburg eine Vereinbarung über die Gründung einer gemeinsamen Tochtergesellschaft, an der die CinemaxX AG 51 Prozent der Anteile hielt.

Hauptgesellschafter der Omniplex-Filmbetriebe GmbH war die KTG Kunersdorf Beteiligungsgesellschaft mbH, Hannover. Anteilig stieg die Kapital Beteiligungsgesellschaft für das Land Brandenburg mbH (KBB) 1998 mit 10% ein. Neben Wolfgang Fischer, Wolfgang Schwertner und der Kunersdorf-Gruppe war KBB nun der vierte Teilhaber an Omniplex.

Der Geschäftsführer der Omniplex-Filmtheaterbetriebe GmbH & Co KG, Wolfgang Fischer, konnte auf mehr als 20 Jahre Kinoerfahrung zurückblicken. Zwölf Jahre war er zuvor als leitender Angestellter bei der Ufa beschäftigt. Viele Jahre war er zudem als Geschäftsführer bei den Filmtheaterbetrieben Reiss in München tätig.

Kinostandorte

  1. 1995-2002 Kinopark Aalen (7 Säle, 1562 Plätze)
  2. 1996-2000 Gloria München (1 Saal, 490 Plätze)
  3. 1996-2000 Karlstor-Kinos München (4 Säle, 950 Plätze)
  4. 1996-2000 Tichelpark-Kinos Kleve (5 Säle, 901 Plätze)
  5. 1997-2000 Zuckerfabrik Halberstadt (6 Säle, 1100 Plätze, 2000 Übernahme durch FTC FTB)
  6. 1998-2000 Salzgitter (7 Säle, 1500 Plätze, 2000 Übernahme durch Focus-Cinemas Zeitz)
  7. 1999-1999 Oldenburg (8 Säle, 2246 Plätze, 1 Monat nach Eröffnung 1999 Übernahme durch Cinemaxx)
  8. 1999-2002 Singen Cineplex (7 Säle, 1300 Plätze, Übernache als Cineplex)
  9. 1999-1999 Osnabrück Cinestar (nur Planung, Baubeginn 1998, Eröffnung 2001 als Ufa-Palast, 8 Säle, 2000 Plätze)
  10. 1999-1999 Dormagen (7 Säle, 1300 Plätze, war 1998 bereits im Bau, Eröffnung 1999 als Cinelux, später Cineplex)
  11. 1999-1999 Hannover Raschplatz (nur Planung und Baubeginn, Eröffnung 2000 durch Cinemaxx, 10 Säle, 3600 Plätze)
  12. 1998-1999 Kassel Capitol (nur Planungsbeteiligung, Eröffnung 2000 als Cineplex durch die FTB Schäfer)
  13. 1999-1999 Pforzheim (nur Planung 1999, 8 Säle, 1800 Plätze, Eröffnung 2001 als Cineplex)
  14. 1999- Offenburg (nur Planung, 7 Säle, 1500 Plätze)
  15. 1999- Braunschweig (Eröffnung durch Cinemaxx heute C1-Cinema)
  16. - Bietigheim-Bissingen (Projekt gescheitert)
  17. - Leipzig (Planung gescheitert)
  18. - Herrenberg (war 1997 in Planung, 6 Säle, 1100 Plätze - Projekt gescheitert [1])
  19. - Magdeburg (war 1995/1996 in Planung, Projekt gescheitert [2])

Quellen


Multiplex-Kino-Ketten