Pforzheim Rio

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Der Saal 1954

Geschichte

Das Rio war das dritte Kino der Filmtheaterbetriebe Geiger. Es wurde 1954 nach dem Roxy (1950) und dem Rex (1953) in der Passage zwischen der Westlichen Karl-Friedrich-Straße und der Durlacher Straße, gegenüber des Benckiserparks, eröffnet. Wie auch die anderen beiden Kinos wurde es von dem Architekten Theo Preckl gebaut. Die 13,5 mal 6 Meter große Cinemascope-Leinwand galt damals, aufgrund der großen Anzahl von Kinoeröffnungen in den 50er-Jahren allerdings nur für sehr kurze Zeit, als die größte Bildwand in Baden-Württemberg. Außerdem verfügte dieses Kino über eine 4-Kanal-Magnettonanlage. Der Saal hatte 650 Plätze. 1974 endete der auf 20 Jahre abgeschlossene Mietvertrag, welcher aufgrund der vollkommen veränderten wirtschaftlichen Situation in den 70er-Jahren nicht mehr erneuert wurde. Das Rio, welches einfach ein wenig zu weit von der Innenstadt entfernt lag, wurde aufgegeben und das Gebäude als Supermarkt umfunktioniert. Im selben Jahr unterteilte Kurt Geiger den großen Saal des Rex in das Rex-Kinocenter. aus: Stadtwiki Pforzheim-Enz


  • Kurt Geiger, Inhaber der Pforzheimer Lichtspielhäuser Rex und Roxy, läßt ein drittes Haus erstellen, das im Rohbau bereits fertig ist und in knapp einem Monat eröffnet wird. Rio soll es heißen. (Kurt Geiger hat, so scheint's, eine Vorliebe für kurze Namen mit „R" am Anfang.) Die obige Skizze gibt einen Eindruck von der modernen Linienführung in dem neuen Pforzheimer Theater Planung, Bauleitung und Ausstattung liegen in den Händen des Architekten Dipl.-Ing. Th. Preckel. Der neue Film 76/1954
  • Mit der festlichen Eröffnung der Rio-Lichtspiele am 10. Dezember erhielt Pforzheim sein sechstes Filmtheater. „Das Rio wird sicher in Pforzheim die erste Geige spielen", sagte Vorstandsmitglied Fritz Sieger vom WdF Baden/Württemberg anläßlich der Eröffnung. „Schon allein weil der Theaterinhaber Kurt Geiger heißt." Architekt Theo Preckel stattete das neue Theater modern aus und legte es räumlich so an, daß ein Be-sucher-Fluß ohne Verkeilungen und Stauungen möglich ist. Dem Theaternamen gemäß — Rio = Fluß — wurden die Wände mit geschmackvollen Sgraffitos von Fischen und anderen Flußbewohnern versehen. (Wolfgang Franke, Pforzheimer Kunstgewerbeschule.) Die Hochpolsterbestuhlung (700 Plätze) mit gelbem Kunstlederbezug stammt von der Firma Gotthilf Löffler, Stuttgart-Zuffenhausen. Auf der Breitwand hinter dem gelb-schwarzen Vorhang sind Normalbild-, VistaVision- und Cinemascope-Projektion möglich. (Fläche: 5,30 X 13,05.) Einkanal-Lichtton. Zwei Ernemann X-Projektoren mit Doppelton Zeiss-Ikon Dominar M2 lieferte die Firma Rudolf Lederer, Stuttgart. Von der Maschinenfabrik Teufel, Nagold, stammt die vollautomatische Be- und Entlüftungsanlage zur Heizung oder Kühlung mit achteinhalbfachem Luftwechsel pro Stunde. Start mit „Gitarren der Liebe". Der neue Film 101/1954
  • Das „Rio" in Pforzheim (Inh. Kurt Geiger und Architekt Leo Preckel) kann jetzt auch CinemaScope-Vorführungen mit 4 Kanal-Magnetton bringen . Bildwandgröße: 5X13 m. Das Filmtheater 3/1955

Bilder

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Foto: www.allekinos.com

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Kinodaten

  • 1955 RIO Westl. Karl-Friedrich-Str., Tel. 47 87, I. Karl Frey & Co., P. Kurt Geiger & Co., Gf. Josef Dittert PL 700, 7 Tg., 22/24 V., tön. Dia
  • 1956 RIO-Lichtspiele Westl. Karl-Friedrich-Str. 104, Tel: 6500, Postanschr: Rio-Lichtspiele, Bahnhofstr. 30, Vers.-Bf: -Hbf., P: Kurt Geiger & Co., Priv.-Anschr: Straßburger Str. 21, Gf: Josef Dittert Pl: 648, Best: Löffler, Hochpolster, 7 Tg., 23 V., App: Ernemann X, Verst: Dominar, Str: W. 220/380 Volt, Bild- u. Tonsyst: Normal, Breitwand, CinemaScope, Lichtton, 4-Kanal Magnetton, Bildw.-Abm: bis 13 m breit, Bühne: 14x4x7
  • 1957 RIO-Lichtspiele Westl. Karl-Friedrich-Str. 104, Tel: 6500, Postanschr: Bahnhofstr. 30, Vers.-Bf: -Hbf., i: Kurt Geiger & Co., Gf: Josef Dittert PI: 648, Best: Löffler, Hochpolster, 7 Tg, 23 V, tön. Dia, App: Ernemann X, Verst: Dominar, Lautspr: Ikovox D, Bild- u. Tonsyst CS 1 KL u. 1 KM u. 4 KM, Gr.-Verh: 1:2,35, 1:2,55
  • 1958 RIO-Lichtspiele Westl. Karl-Friedrich-Str. 104, Tel: 6500, Postanschr: Bahnhofstr. 30, Vers.-Bf:-Hbf, I: Kurt Geiger & Co, Gf: Josef Dittert Pl: 648, Best: Löffler, Hochpolster, 7 Tg, 23 V, tön. Dia, App: Ernemann X, Verst: Dominar, Lautspr: Ikovox D, Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL u. 4 KM, Gr.-Verh: 1:2,35, 1:2,55
  • 1959 RIO-Lichtspiele Westl. Karl-Friedrich-Str. 104, Tel: 6500, Postanschr: Bahnhofstr. 30, Vers.-Bf:-Hbf, I: Kurt Geiger & Co, Gf: Josef Dittert Pl: 648, Best: Löffler, Hochpolster, 7 Tg, 23 V, tön. Dia, App: Ernemann X, Verst: Dominar, Lautspr: Ikovox D, Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL u. 4 KM, Gr.-Verh: 1:2,35, 1:2,55
  • 1960 RIO-Lichtspiele Westl. Karl-Friedrich-Str. 104, Tel: 6500, Postanschr: Bahnhofstr. 30, Vers.-Bf:-Hbf., I: Kurt Geiger & Co., Gf: Josef Dittert PI: 648, Best: Löffler, Hochpolster, 7 Tg., 23 V., tön. Dia, App: Ernemann X, Verst: Dominar, Lautspr: Ikovox D, Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL u. 4 KM, Gr.-Verh: 1:2,35, 1:2,55
  • 1961 RIO-Lichtspiele Westl. Karl-Friedrich-Str. 104, Tel: 6500, Postanschr: Bahnhofstr. 30, Vers.-Bf:-Hbf., I: Kurt Geiger & Co., Gf: Josef Dittert PI: 648, Best: Löffler, Hochpolster, 7 Tg., 23 V., tön. Dia, App: Ernemann X, Verst: Dominar, Lautspr: Ikovox D, Bild- u. Tonsyst: Sc, 1 KL u. 4 KM, Gr.-Verh: 1:2,55
  • 1962 RIO-Lichtspiele Westl. Karl-Friedrich-Str. 104, Tel: 6500, Postanschr: Bahnhofstr. 30, Vers.-Bf:-Hbf, I: Kurt Geiger & Co, Gf: Anton Peroutka u. Kurt Fellenberg Pl: 648, Best: Löffler, Hochpolster, 7 Tg, 23 V, tön. Dia, App: Ernemann X, Verst: Dominar, Lautspr: Ikovox D, Bild- u. Tonsyst: Sc, 1 KL u. 4 KM, Gr.-Verh: 1:2,55
  • 1971 Rio-Lichtspiele WestI. Karl Friedrichstr. 104 T: 6500 I: s, Rex/gr. Hs., 648 P.