Rüdesheim Felsenkeller-Lichtspiele, Erstes Lichtspieltheater, Neues Lichtspieltheater

Aus Kinowiki
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Geschichte

"Am 20.12.1919 erhielt schließlich Alwin Herrmann die Erlaubnis, im Gasthaus „Zum Felsenkeller“ ein Kino einzu richten, sofern folgende Voraussetzungen er-füllt seien: 1. Müsse der Projektor in einem feuersicheren Raum aufgestellt werden, der durch Eisenblech gegen den Zuschauerraum abgeschottet sei. 2. An Lustbarkeitssteuer seien pro Vorführtag 15 Mark an die Stadt kasse abzuführen, ferner für jede Vorstellung eine Genehmigungsgebühr von 15 Mark. 3. sei die von der französischen Besatzungsbehörde angeordnete Polizeistunde um 22 Uhr strikt einzuhalten. 4. Es dürften nur zensierte Filme gezeigt werden. Und 5. hat der Veranstalter streng auf Ruhe und Ordnung zu achten. Nachdem diese Bedingungen erfüllt waren, blieb das Gasthaus zum Felsenkeller für 25 Jahre ein beliebtes Kino, das mehrfach seinen Namen wechselte: „Erstes Lichtspieltheater“, und als schon wenige Monate später Herrmann ausschied und die Gebrüder Louis und Heinrich Rölz allein die Direktion übernahmen: „Neues Lichtspieltheater“; schließlich hieß es „Felsenkeller-Lichtspiele“. Die Vorführungen fanden zunächst nur während der Wintermonate an den Wochenenden statt."

Der große Bombenangriff 1944 legte die beiden Rüdesheimer Kinos in Trümmer aus: Stadtarchiv Rüdesheim

Kinodaten

  • 1937 Felsenkeller-Lichtspiele, Oberstraße 16, F: 759, Gr: 1920, 3—4 Tage 298 I: Gebr. Reiz, ebenda Gf: Heinrich Rölz