Rüsselsheim Schauburg

Aus Kinowiki
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Foto ca 1991

Geschichte

Ein erstes, nur dem Kino gewidmetes Filmtheater eröffnete dann der Rüsselsheimer Fotograf und Kinopionier Josef Amsl mit den „Rüsselsheimer Lichtspielen“ am Bahnhofsplatz. Das fast ständig ausverkaufte Haus erwies sich schon bald als zu klein und musste 1929 der 750 Besucher fassenden „Schauburg“ weichen, die auch architektonisch neue Akzente setzte. Quelle: Stadt Rüsselsheim

Tanja Tugarow, Nachfahrin des Schauburg-Bauherrn Josef Amsl, und ihr Ehemann Ernst Riemekasten, sorgten im November 2012 für eine erneute Nutzung des großen Bühnensaals der ehemaligen Schauburg als Bühne für Kabaret-Veranstaltungen. 1912 hatte der Fotograf Josef Amsl im benachbarten Rüsselsheimer Hof seinen ersten Kinosaal eröffnet. Danach baute er die Rüsselsheimer Lichtspiele in der Bahnhofstraße 44, die 1929 abgerissen wurden und Platz machten für die größere Schauburg, deren großer Saal einmal 700 Besucher fasste. In der Schauburg, in deren Erdgeschoss sich drei Schnellrestaurants und ein Supermarkt befinden, haben beide alle Voraussetzungen geschaffen, den alten Kinosaal wieder für Veranstaltungen zu nutzen. Das Herzstück, der große Saal, wurde ausgestattet mit einer professionellen Kino-Soundanlage sowie hochklassiger digitaler Film- und Beleuchtungstechnik. Vor der Leinwand gibt es eine große Bühne, die Bestuhlung lässt sich variabel gestalten. Bis zu 100 Sitzplätze sind möglich. Der Saal ist über einen neu installierten Personenaufzug erreichbar, es gibt eine behindertengerechte WC-Anlage und eine Catering-Küche. Frankfurter Rundschau, 15.11.2012


  • Die Firma Bild-Ton-Technik, Kurt Kabath, Frankfurt/M., stellte das Theater um und lieferte eine CinemaScope-Lichtton-Anlage an Schauburg Rüsselsheim. Der neue Film 66/1955

Bilder

Zustand 1950, deutlich sind noch Kriegsschäden und Trümmer erkennbar. Zustand 1929 Der Saal 1954 Der Saal 1954 Die Kasse 1954 Das Foyer 1954 Der Saal 1954

Kinodaten

  • 1920 Amsl-Kino, Bahnhofstr. 49 — Gegr. 1912 (Sp. Sonnabend und Sonntag) 500 Plätze Josef Amsl, Waldstr. 32
  • 1933 Schauburg. Bahnhofstraße 44, Gr: 1911, 4 Tage, V, S, B: 4X6 m, Kap: Mech. Musik, T-F: Lichtton 600 I: Josef Amsl, Waldstraße 32
  • 1941 Schauburg, Bahnhofstraße 44, Gr: 1912, B: 4X6 m 600/7 Tg. I: Josef Amsel, ebenda
  • 1952 Schauburg Bahnhofstr. 44, I. u. Gf. Hans Amsl,Bahnhofstr. 44. Pl. 600, 7 Tg, 7—9 V, tön. Dia, App.Ernemann II, Vst. Klangfilm, Str. G. 220/380 Volt, 70 Amp, Bühne 6x6,5, Th. ja
  • 1955 Schauburg Bahnhofstr. 44, Tel. 236, I. u. Gf. Hans Amsl Pl. 675, 7 Tg., 14 V., tön. Dia, App. Ernemann X, Vst. Klangfilm KLM, Str. G. 220/380 Volt, 75 Amp., Bühne 6x6x5, Th.
  • 1956 Schauburg Bahnhofstr. 44, Tel: 236, Postanschr: desgl., I: Hans Amsl Pl: 698, Best: Schröder & Henzelmann, Klappsitze, 7 Tg., 15 V., tön. Dia, App: Ernemann X, Verst: Klangfilm, Str: G. 220 Volt, 150 Amp, Bild- u. Tonsyst: CinemaScope, Lichtton, 1-Kanal, Bühne: 6x6x5, Th, O.

Weblinks

www.allekinos.com