Recklinghausen Capitol

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Geschichte

  • Neben ihrer Schauburg in Recklinghausen begannen die Bochumer Filmtheater-Betriebe Heukeshoven & Co. KG. mit der Errichtung eines 800-Platz-Theaters, das den Namen Capitol erhalten soll. Die Eröffnung ist für Weihnachten vorgesehen. Entwurf und Bauleitung: Architekt Hanns Rüttgers, Düsseldorf. Der neue Film 66/1955
  • Ihr siebentes Filmtheater konnten die Filmtheaterbetriebe Heukeshoven & Ca K.G. am 16. 2. 1956 eröffnen: das Caoitol-Theater in Recklinghausen. Das neue Theater — es hat 798 Sitzplätze — gehört zu den größten und schönsten Filmtheatern des Ruhrgebiets. Schon der Eingang, die Vorhalle wie die breiten Aufgänge sind sehr eindrucksvoll und das Theater selbst vermittelt durch seine ausgezeichnete Kaumgestaltung und die dezente Farbabstimmung eine besondere Atmosphäre. Natürlich ist es auf das Modernste eingerichtet. Die größte Breite bei Cinemascope-Vorführungen beträgt 12,20 m bei einer Höhe von 5,30 m. Es ist eine Super-Sonora-R-Bildwand — nicht reflektierend. Auffallend auch die geräumige Sitzanordnung. Die Bestuhlung, grau bis mausgrau, stammt von der Firma Schröder & Henzelmann, Bad Oeynhausen. Die intime Innenausstattung (Kunstleder-Wandbespannung, seeblauer Parade-Vorhang) wurde von den Firmen W. Hammann K. G. (Düsseldorf) und Klein (Köln) geliefert. Architekt Hanns Rüttgers (Düsseldorf), der für den gesamten Bau verantwortlich zeichnet, hatte es diesmal nicht ganz einfach. Aus Raummangel mußte das Theater in einen Berg hinein gebaut werden. Hierbei sind 6000 cbm Sand und Steine in Bewegung gebracht worden. Die gesamte Technik wurde von Heinz Fechner, dem technischen Leiter der Filmtheaterbetriebe Heukeshoven & Co. K. G. installiert und überwacht. Die Lautsprecheranlage verfügt über besondere Höhen-und Tiefenlautsprecher. Die Verstärker lieferte die Firma Elac (Kiel). Im Vorführraum: Emernann-X-Bildwerfer und Magnosol-IV-Lampen. Projektionsentfernung: 27 m.
    Der festlichen Eröffnung wohnten zahlreiche Vertreter der Filmwirtschaft, der Behörden und der Presse bei. Dipl.-Volkswirt Heinrich Plass begrüßte im Auftrage der Hausherren insbesondere auch den Oberbürgermeister der Stadt Recklinghausen und überbrachte die Grüße des WdF Nordrhein-Westfalen. Herzog-Filialleiter Rudolf Thiel übermittelte die Glückwünsche des Verleiherverbandes. Wie auf der Pressekonferenz von den Hausherren Egon G. Heukeshoven, Claus Hass und Willi Krollpfeifer erklärt wurde, wird das neue Haus dieser bekannten Bochumer Firma insbesondere den guten deutschen Film pflegen, sich aber nicht den ausländischen Filmen verschließen, die ihrer Güte nach in ein modernes Filmtheater gehören. Der Spielplan des neuen Theaters wird durch Sonderveranstaltungen mit Bühnenschauen erweitert. Film-Echo 16/1956
  • Das Capitol musste sich wohl dem Multiplex beugen. Ein letzter Versuch wurde 2006 mit einem 1-Euro Kino unternommen, scheinbar aber nichts Längerfristiges, heute 2009 ist keine Homepage oder Programm mehr zu finden.
  • Das traditionsreiche "Capitol"-Kino an der Ecke Dortmunder Straße/Ossenbergweg, das 2003 schließen musste, wird umgebaut. In Kürze soll hier eine Spielhalle eröffnet werden. Die Fassade ist frisch gestrichen, überm Eingang prangt ein überdimensionaler Roulette-Kessel. Was auf den ersten Blick nach edlem Casino aussieht, wird eine normale Spielhalle. „Es handelt sich um eine Doppelspielhalle mit zwei mal zwölf Spielgeräten“, erklärt Verena Budéus, Abteilungsleiterin für Ordnungsangelegenheiten bei der Stadt, auf Anfrage. Noch ist das Genehmigungsverfahren im Rathaus nicht abgeschlossen, aber nach derzeitigem Stand wird im Untergeschoss des früheren Kinos in naher Zukunft das schnelle Geld am Automaten locken. Die Verantwortlichen bei der Stadt rechnen allerdings nicht mit einer Eröffnung vor Dezember. Das "Capitol", das einst dem Recklinghäuser „Kino-König“ Gerd Politt gehörte, war im Zuge des Insolvenzantrages der Politt Filmtheaterbetriebe GmbH geschlossen worden. Es bot in zwei Sälen Platz für 477 Besucher. Vor zwei Jahren wurde das Haus zwangsversteigert. Recklinghäuser Zeitung 10. November 2009

Kinodaten

  • 1956 Capitol-Theater (im Bau) Dortmunder Str. 1, Postanschr: desgl., I: Filmtheaterbetriebe Heukeshoven & Co. KG., Bochum/Westf., Kortumstr. 51 Pl: ca. 818, Best: Schröder & Henzelmann, 7 Tg., 21 V., 1 Matinee-Vorst., Bildsyst: CinemaScope
  • 1957 Capitol-Theater Dortmunder Str. 1, Tel: 2122, I: Filmtheater-Betriebe Heukeshoven & Co. KG, Gf: Ernst Enderle PI: 794, Best: Schröder & Henzelmann, Flach- u. Hochpolster, 7 Ta 21 V, 1 Mat.- Vorst, 2 Spätvorst, tön. Dia, Aop: Ernemann IX, Verst: Elac, Lautspr: Elac. Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL, Gr.-Verh: 1:2,35, Th, O.
  • 1958 Capitol-Theater Dortmunder Str. 1, Tel: 22122, I: Film- theater-Betriebe Heukeshoven & Co. KG, Gf: Rudolf Strebl Pl: 794, Best: Schröder & Henzelmann, Hochpolster, 7 Tg, 21 V, 2 Spätvorst, tön. Dia, App: Ernemann IX, Verst: Elac, Lautspr: Elac, Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL, Gr.-Verh: 1:2,35, Th, O.
  • 1959 Capitol-Theater Dortmunder Str. 1, Tel: 22122, I: Wilh. Krollpfeifer, Gf: Rudolf Strebl Pl: 794, Best: Schröder & Henzelmann, Hochpolster, 7 Tg, 21 V, 2 Spätvorst, tön. Dia, App: Ernemann IX, Verst: Elac, Lautspr: Elac, Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL, Gr.-Verh: 1:2, 35, Th, O.
  • 1960 Capitol-Theater Dortmunder Str. 1, Tel: 22122, I: Kurt Warmbold Pl: 794, Best: Schröder & Henzelmann, Flach- u. Hochpolster, 7 Tg, 15 V, 3 Spätvorst, tön. Dia, App: Ernemann IX, Verst: Elac, Lautspr: Elac, Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL, Gr.-Verh: 1:2,35, Th, Var.
  • 1961 Capitol-Theater Dortmunder Str. 1, Tel: 22122, l: Kurt Warmbold PI: 794, Best: Schröder & Henzelmann, Flach- u. Hochpolster, 7 Tg., 15 V., 3 Spätvorst., tön. Dia, App: Ernemann IX, Verst: Elac, Lautspr: Elac, Bild- u. Tonsyst: Sc, 1 KL, Th., Var.
  • 1962 Capitol-Theater Dortmunder Str. 1, Tel: 22122, Vers.-Bf: -Hbf, I: Kurt Warmbold PI: 794, Best: Schröder & Henzelmann, Flach- u. Hochpolster, 7 Tg, 15 V, Spätvorst, tön. Dia-N, Br, App: Ernemann IX, Lichtquelle: Xenon, Bild- u. Tonsyst: Sc, 1 KL
  • 1971 Capitol-Theater Dortmunder-Str. 1 T: 22122 I: Kurt Warmbold . 794 P.